Zehn Zukunftstechnologien, die die Welt verändern werden

Neue Technologien werden heute fast täglich erfunden. 3D-Drucker, Sensor-Netzwerke und virtuelle Menschen werden unser Leben in den nächsten Jahren drastisch verändern.

Neue Technologien werden heute fast täglich erfunden. 3D-Drucker, Sensor-Netzwerke und virtuelle Menschen werden unser Leben in den nächsten Jahren drastisch verändern. (Bild: „Tincon“ von Tincon, Lizenz: CC BY-ND 2.0)

Wir alle träumen vom Beamen oder von Mondflügen. Welche Zukunftstechnologien unseren nahen & fernen Alltag bestimmen werden, liest du heute.

Wenn irgendetwas ungewiss ist, dann ist es die Zukunft. Es macht aber auch am meisten Spaß, einen kleinen Blick in die Glaskugel zu werfen und zu schauen, wie wir in einem halben Jahrhundert leben könnten – und vor allem, wie präsent Technik in unserem Alltag sein wird. Deshalb stellen wir euch 10 der geilsten Zukunftstechnologien vor:

Technologie 1: Internet der Dinge – Smarte Objekte

Das Internet of Things klingt vielversprechend: der Alltag wird einfacher, weil kleine intelligente Computer uns bei den unterschiedlichsten Tätigkeiten unterstützen. Smarte Telefone und smarte Uhren begleiten uns schon jetzt und bündeln unsere Aufmerksamkeit – zum Beispiel auf Bürgersteigen und in der Fußgängerzone. Vorsicht Passanten! Das IoT aber will mehr als das sein: Dinge werden miteinander vernetzt, indem Sensoren Signale von anderen Dingen empfangen und verarbeiten. Steuern zwei Smombies (Smartphone-Zombies) aufeinander zu, warnen sich die smarten Geräte gegenseitig, um einen Fußgängercrash zu verhindern. Klar, das geht auch einfacher, ist für Smombies aber ungemein praktisch – sie müssen den Blick nicht vom Telefon nehmen.

Technologie 2: Digitale Realitäten

Ahoi auf dem Holodeck! Willkommen in der virtuellen Welt! Stell dir vor: du bist im Urlaub und schaust durch eine Brille auf ein berühmtes Bauwerk. Die Brille zeigt dir alle Infos zum Architekten, Baujahr und der Bedeutung des Gebäudes an und du brauchst keinen Touristenguide mehr. Praktisch! Das entscheidende ist die Verknüpfung von Realität und digitaler Welt: das eine wird durch das andere erweitert, indem Informationen gebündelt und durch die Brille zugänglich gemacht werden. Learning by doing mal anders: Learning by viewing – mit Augmented Reality.

Technologie 3: Babelfische und Smart Earpieces

Du liegst am Strand irgendwo auf den Malediven und willst einen Cocktail bestellen. Blöd nur, dass du kein Dhivehi sprichst. Macht nichts: du steckst dir einfach einen Knopf ins Ohr, der alles übersetzt und schwupps – schlürfst du an deinem Cocktail. In dem Film „Per Anhalter durch die Galaxis“ heißt dieser Knopf Babelfisch und er ist eigentlich ein Lebewesen. Bei uns werden solche Gadgets als Smart Earpiece bezeichnet: sie zeichnen die Sprache der Umgebung auf und übersetzen sie in Echtzeit. Die Firma Waverly Labs stellte kürzlich die erste Generation seines Pilot vor: zwei Personen haben einen Pilot-Stecker im Ohr und können miteinander kommunizieren, obwohl sie verschiedene Sprachen sprechen. Zukünftige Generationen des Pilots sollen auch ohne Gegenpart funktionieren und alles übersetzen. Sozusagen ein Vermittler zwischen den Sprachen und Kulturen der Welt. Danke für den Fisch.

Technolgie 4: Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen

Die Fähigkeit zur Selbstorganisation unterscheidet den Menschen vom Computer. Doch was passiert, wenn Computer eigenständig denken und handeln können? Dann nennt man sie einfach starke KI oder starke künstliche Intelligenz. Die KI-Forschung ist mittlerweile so weit, dass Computer mit KI einem menschlichen Gehirn zum Verwechseln ähnlich sehen: die Verbindungen im Gehirn werden simuliert und bilden ein neuronales Netz, mit dem Aufgaben gelöst werden können. Das Resultat: neuromorphe Computer. Nimmt man jetzt das maschinelle Lernen hinzu, ergibt sich ein interessantes Bild: der Neurocomputer lernt selbstständig und kann früher oder später Probleme eigenständig lösen. Nach 50 Jahren: wir reden nur noch mit der KI und einen Babelfisch brauchen wir auch nicht mehr. Die Maschine beantwortet alle lebenswichtigen Fragen und übersetzt auch Dhivehi. Optimisten sehen künstliche Intelligenzen sogar auf den Chefposten großer Konzerne. Nein, kein Witz.

Technologie 5: Internet für alle – global vernetzt

Für die einen ist es ein weltumspannendes Netzwerk, das ein wichtiger Teil der digitalen Transformation ist. Für die anderen ist es: nicht erreichbar. Das Internet für alle ist nach wie vor eine Zukunftsvision. Aber es wird daran gearbeitet: ob Facebook’s Connectivity Lab oder Google’s Projekt Loon – das Internet für alle soll per Flug bei den Nutzern ankommen. Facebook will solarbetriebene Flieger dazu verwenden, die Funksignale zum Boden zu senden und so einen Internetanschluss bereitzustellen. Google setzt auf Ballons. Auch in weniger besiedelten Gebieten soll flächendeckendes Internet möglich sein. Neuland hin oder her.

Technologie 6: Umgekehrte Welt – Quantencomputer

In Sachen Zukunftstechnologie dürfen Quantencomputer natürlich nicht fehlen. Während herkömmliche Computer auf den Gesetzen der klassischen Physik basieren, stellen Quantencomputer die Welt auf den Kopf: auf einmal sind es quantenmechanische Zustände, die das Rechnen und die Verarbeitung von Informationen ermöglichen. Quantencomputer sollen millionenfach schneller sein und bestimmte Aufgaben zuverlässiger lösen können. Zum Beispiel die Suche nach Informationen in riesigen Datenbanken oder Verschlüsselungsprobleme in der Kryptografie. Zwar sind praktische Anwendungen für Otto Normalverbraucher noch Zukunftsmusik, aber erst letztes Jahr haben Google und die NASA gemeinsam einen Quantencomputer von der Firma D-Wave erworben. Ab 2020 sollen die ersten Quantencomputer in einem Google-Labor in Santa Clara, Kalifornien hergestellt werden. Bis dahin sollten wir Lotto spielen, um das nötige Kleingeld zu verdienen.

Technologie 7: Robotik – Ich bin dein Roboterfreund

Nach der klassischen Definition von Isaac Asimov ist Robotik das Studium der Roboter. Die Errungenschaften dieser Disziplin können wir bereits heute genießen: Staubsaugen und Rasenmähen beispielsweise. Oder Prothesen und Fortbewegungsmittel mit Assistenzfunktionen für körperlich beeinträchtigte Menschen. Hier steht die Praxis im Vordergrund. Geforscht wird an allen Ecken und Enden: Industrieroboter, Serviceroboter oder medizinische Nanoroboter – in den unterschiedlichsten Anwendungsfeldern kommen Lösungen aus der Robotik zum Einsatz. Fehlt nur noch, dass wir bald nicht mehr auf Facebook, Instagram und Co. rumhängen, sondern mit unseren Roboterfreunden einen Cocktail auf den Malediven trinken.

Technolgoie 8: Wenn Technik unter die Haut geht – Biotechnologie

Neuroprothesen, Chipimplantate und Biochips verknüpfen zwei unterschiedliche Welten miteinander: die der Lebenden mit der Welt der Technologie. Schon in wenigen Jahren sollen Mikrochips in menschliches Gewebe eingepflanzt werden können. Dann müssen wir das Smartphone nicht mehr in die Hand nehmen, weil es sich im Handgelenk befindet. Per Sprache wird das Handy-Implantat gesteuert und gleichzeitig erfasst es die Vitalfunktionen des Trägers. Bei einem Fahrradunfall in der Großstadt könnte das Handy-Implantat automatisch den Notdienst rufen und die Geodaten durchgeben. Vielleicht auch schon mal die Blutgruppe, wenn jemand den Schulterblick vergessen hat.

Technologie 9: Organe aus dem 3D-Drucker

Stifte, Spielzeug und andere Alltagsgegenstände – all das ist kein Problem für einen 3D-Drucker. Selbst Teile von Knochentransplantaten oder Zähne sind mittlerweile möglich. Schwieriger wird es, wenn Gewebe, Blutgefäße und echte Knochen hergestellt werden sollen. Da müsste man Gott spielen: Bioprinter oder organische Drucker können genau das. Sie erzeugen Gewebestrukturen aus vorher gezüchteten Zellen, um diese Strukturen dann medizinisch in Operationssälen und Laboren nutzen zu können. Bioprinting könnte, ebenso wie ein Schulterblick, Leben retten – so viel steht fest.

Technologie 10: Mondreise – alles inklusive

Seit jeher ist es ein Menschheitstraum, das Weltall zu erkunden. Eigentlich bleibt das einigen wenigen Astronauten vorbehalten, die jahrelang für den Flug ins All trainieren, bevor sie mit einer wahnsinnig großen Rakete senkrecht in Richtung Mond geschossen werden. Die Mondlandschaften sind zwar touristisch noch nicht erschlossen, aber zwei findige Unternehmer planen schon fest mit dem Mond als Reiseziel: Robert Brandon, Gründer von Virgin Galactic, und Jeff Bezos, kein geringerer als der Chef von Amazon und Besitzer der Firma Blue Origin. Beide wollen ab 2018 Touristen ins Weltall schießen. Kostenpunkt: circa 220.000 Euro. Die ersten Tests bei Virgin Galactic sind jedoch schiefgelaufen und bei Blue Origin finden die Weltraumflüge noch unbemannt statt. Für so viel Risiko fast eine Viertel Millionen Euro auf den Tisch zu legen, ist schon ziemlich visionär.

Füllt ihr gerade den Lottoschein aus oder seid ihr allgemeine Technikskeptiker? Welche dieser zehn Zukunftstechnologien hat die größte Chance, die Welt zum Positiven zu verändern? Oder welche Zukuntstechnologie lässt dich ins Schwärmen geraten?


Produkte, die Sie interessieren könnten


Sag uns deine Meinung!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.