Wearables: Wohin geht der Trend?

Auf das Smartphone folgen die Smartwatches – Experten glauben an die Zukunft der Wearables im Ohr. Sind „Earables“ unsere mobilen Begleiter der Zukunft?

Aktuell buhlen Hersteller wie Apple und Samsung mit ihren smarten Uhren um die Gunst der Kunden. Der richtige Durchbruch ist jedoch bisher nicht gelungen – und schon steht die nächste technologische Evolutionsstufe in den Startlöchern. Die Entwicklung geht nach Meinung vieler Experten weg von der Hosentasche und dem Handgelenk: Stattdessen liegt die Zukunft der smarten Begleiter im Ohr. In den Kopfhörern fließen die Daten weiterer Sensoren zusammen, damit lassen sich neben Puls und Schritten auch die Sauerstoffsättigung im Blut, die Atemfrequenz und weitere Vitalitätsdaten erfassen.

Diese Entwicklungen helfen Sportlern beim optimalen Training und können auch bei der Überwachung der Vitalfunktionen von Senioren helfen. Bei Auffälligkeiten schlagen die Geräte automatisch Alarm. Ein weiterer Hinweis auf die Entwicklung: Schon vor einiger Zeit hat Google die Studie zu einer Kontaktlinse vorgestellt, die den Blutzuckerspiegel misst, eine praktische Lösung für Diabetiker und ein weiterer Fingerzeig für das, was schon bald Realität sein wird. Im Folgenden lernst du interessante Entwicklungen kennen, natürlich kabellos und mit unzähligen praktischen Funktionen.

Muskelkraft messen mit PUSH

Das smarte PUSH-Band erfasst jede Muskelaktivität bei Fitnessübungen, muskuläre Dysbalancen und Haltungsfehler lassen sich auf diese Weise schnell erkennen. Das Gerät hilft dir dabei die Kraftzunahme nachzuvollziehen, du erhältst aussagekräftige Fitnessdaten und kannst dein Training besser planen und durchführen.

Atmung messen mit biometrischer Kleidung

Die biometrischen Textilien von OMsignal überwachen zusätzlich die Atmung und messen das Stresslevel direkt über die Haut. Neben Sportlern profitieren auch Herz-Kreislauf-Patienten davon. Sie überwachen ihre Körperfunktionen leichter und erhalten frühzeitige Warnungen bei Überbelastung. Interessant sind zudem die Ideen von Athos, die Bewegungen und Muskelspannung erfassen, analysieren und damit das Training optimieren.

Der erste Schritt zur nächsten Evolutionsstufe: The Dash von Bragi

Die voraussichtlich noch in diesem Jahr auf den Markt kommenden Bluetooth-In-Ear-Kopfhörer „The Dash“ von Bragi messen neben Puls und zurückgelegter Strecke auch die Sauerstoffsättigung im Blut. Der smarte Kopfhörer zeichnet deine Stimme über Schwingungen der Gehörknöchelchen auf, praktisch zum Telefonieren in lauten Umgebungen. „The Dash“ ist unter anderem Fitness Coach in Echtzeit, diskreter Überwacher deiner Gesundheit, ruft im Notfall automatisch Hilfe, während er deine Position und Vitalitätsdaten übermittelt, und funktioniert als Walkie Talkie. In Kombination mit weiteren Sensoren sollen in Zukunft Verletzungen und Infekte erkannt werden.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die vorgestellten Funktionen in einem Gerät miteinander verschmelzen und uns zu jeder Zeit über sämtliche messbaren Körperfunktionen informieren.

Großes Potenzial auf dem Arbeitsmarkt

Experten sehen in den Möglichkeiten der Eaerables großes Potenzial auf dem Arbeitsmarkt. Die Echtzeitkommunikation und Koordination mit den Kollegen sowie die Informationen über die eigenen Vitalfunktionen bieten viele Vorteile für unterschiedliche Berufsfelder. So kann die Überwachung der Sauerstoffsättigung im Blut zum Beispiel bei Feuerwehrmännern dazu beitragen, die Arbeit sicherer zu gestalten.

Fazit: Es dauert noch ein bisschen aber das Vorstellbare wird kommen

Die Wearables der ersten Generation erfüllen die hohen Erwartungen der Anwender noch nicht. Probleme sind die kurze Akkulaufzeit und der Funktionsumfang, der dem Nutzer nur wenig Mehrwert bietet. Genauso wie die erste Handykamera noch eher nutzlose Spielerei gewesen ist – und heute die meisten Fotos mit einem Smartphone in mehr als guter Qualität geschossen werden – ist auch die Weiterentwicklung der Wearables gewiss.

Das Ohr scheint dafür einer der prädestinierteren Orte zu sein, zusätzliche Informationen kommen von weiteren Kleidungsstücken und Accessoires. All diese Daten fließen dann im „Internet of things“ zusammen: Dein Auto schaltet einige Minuten bevor du einsteigst die Klimaanlage ein, dein smartes Haus weiß, wann du zu Hause bist, ob du gestresst oder ausgeruht ankommst, und schlägt dir einen Kaffee oder Entspannungstee vor. Krankheiten erkennen die Geräte schon in ihrer Entstehungsphase, was eine bessere Behandlung ermöglichen wird. So wie Autoversicherer bereits Prämien anbieten, wenn Fahrer ihr korrektes Fahrverhalten mithilfe des eingebauten Navis aufzeichnen lassen, werden vielleicht Krankenkassen mit Zugriff auf diese Daten entsprechende Tarife erstellen. Wer faul auf dem Sofa rumhängt zahlt dann wohlmöglich drauf.

Was denkst du über diese Entwicklung?
Überwiegen die Vorteile oder siehst du eher die Gefahren der Überwachung, schließlich lassen sich dann nicht mehr nur deine E-Mails, sondern auch deine Gesundheitsdaten hacken.


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