Was wir von Technik in der Zukunft erwarten können

Conrad - Technik in der Zukunft - Wearables

Foto: the ASLEEP between FLASHES von RANT 73 (Lizenz: CC0 1.0 Universal)

Technik in der Zukunft: Fashion

Wir haben immer mehr Technik bei uns: das Smartphone und Tablet als ständige Begleiter, die dazu passende Smartwatch und Schuhe mit beheizten Einlagen. Was aber, wenn der Akku unterwegs streikt? Die niederländische Designerin Pauline van Dongen hat die Antwort darauf gefunden. Das Hemd zieht aus Metallapplikationen des Oberteils Strom. Diese Metallapplikationen sind 120 biegsame Solarzellen.

Van Dongen möchte technischen Nutzen mit Fashion verbinden. Wie sie sich das konkret vorstellt, zeigt sie in einem Video, in der van Dongen ihre Leuchtjacke für Jogger vorstellt:

Klamotten aus dem 3D-Drucker

Denken wir an Technik in der Zukunft, wird der 3D-Drucker eine immer größere Rolle spielen. Für Lisa Lang, ihres Zeichens Gründerin des Start-ups ElektroCouture, gilt das schon jetzt: ihre Kollektion wird via 3D-Druck produziert. Obwohl aus einer Kunststoffbasis stammend, fließen die Stoffe der Designerin. Lisa Lang vernetzt sich mit Programmierern, Medizintechnikern und Ingenieuren, um Fashion aus dem 3D-Drucker gesellschaftsfähig zu machen.

Ein Schritt weiter: Mensch und Maschine

Denken wir einen Schritt weiter, bleibt die Technik der Zukunft nicht nur am menschlichen Körper haften, sondern wird sogar Teil des Körpers. Der Traum des Mensch-Maschinen-Hybriden wird immer greifbarer! Laut einer Infografik des Statistik-Services Statista halten zehn Prozent diese Entwicklung nicht nur für glaubhaft, sondern sogar für bedeutsam.

Mensch und Maschine, die zu einem verschmelzen: Google-Ingenieur Ray Kurzweil ist sogar davon überzeugt, dass wir alle uns bis 2030 in Cyborgs verwandelt haben. „Cyborgs“: das klingt zuweilen dystopisch, nach gehackten Hirnen und Superkraft-Soldaten. Ist jedoch gar nicht so negativ gemeint.

Die Cyborgs sind schon unter uns

Von Technik in der Zukunft zu sprechen, ist hierbei sogar unabgebracht. Denn die Cyborgs sind längst unter uns. Zu ihnen gehört Enno Park, der zu den Gründern der Cyborgs e. V. gehört. Mit gut 40 Mitgliedern möchte der Verein sich stark fürs sinnvolle Verschmelzen des Menschen mit Technik machen.

Mit seinen beiden Cochlea-Implantaten gehört Enno Park selbst zu den Cyborgs. Laut einem ze.tt-Beitrag nutzen deutschlandweit mehr als 30.000 Menschen diese Technologie, die tauben Menschen das Gehör wiedergeben kann. Enno Park ist noch ein Stück weitergegangen: in seiner Hand trägt er ein Implantat ohne medizinischen Nutzen. Es erlaubt ihm, sein Smartphone zu entsperren, außerdem sind seine Kontakte auf dem Implantat gespeichert.

Ob aus reiner Neugier oder aus medizinischen Gründen: immer mehr Menschen lassen sich Technik implantieren. Neben NFC- und RFID-Chips gibt es beispielsweise winzige Neodym-Magnete, die sich in die Fingerspitzen setzen lassen. Den TrägerInnen ermöglicht das, elektromagnetische Wellen fühlen zu können.

Technik in der Zukunft lässt uns fliegen

Einen Traum verfolgen wir doch schon ewig: wir wollen endlich das Hoverboard! Nicht die Elektroscooter, die es längst gibt. Sondern richtige Hoverboards, wie sie Marty McFly in „Zurück in die Zukunft“ nutzte. Kein Stau mehr im Feierabendverkehr, einfach in den Urlaub fliegen: das wollen wir!

Leider haben wir seit den Versuchen von Lexus im Jahre 2015 nichts mehr von fliegenden Hoverboards gehört. Die Zukunft braucht diese Technik aber: weg vom umweltsündigen Auto hin zur neuen, leichten und umweltfreundlichen Mobilität.

Projekt „Brain Driver“ steuert Auto mit Gedanken

Apropos neue Mobilität: stell dir vor, du steuerst dein Auto nur per Kraft deiner Gedanken! Ein passendes Projekt existiert bereits: die FU Berlin lässt zusammen mit Wissenschaftlern des Innovationslabors AutoNOMES das Projekt „Brain Driver“ entstehen und weiterentwickeln.

Dass du bei solch einem Fahrzeug wirklich deine Gedanken beim Fahren haben solltest, versteht sich von selbst. Die Technik in der Zukunft sieht vor, dass du „links“ denkst – und links abbiegst. Auch das Beschleunigen und Bremsen funktionieren per Gedankensteuerung. Die TU München gibt sich mit einem Auto allerdings nicht zufrieden. Hier wurde gleich mal ein Flugzeug mittels Gedankenkraft gesteuert:

WLAN aus der Dose

In den USA ist es dem Unternehmen Chamtech Enterprises gelungen, eine Flüssigkeit zu entwickeln, die aus etlichen Millionen Nanotransistoren besteht. Die Technik in der Zukunft könnte so aussehen, dass Funktürme durch Häuserwände ersetzt werden, die mit dieser Flüssigkeit eingesprayt werden.

Denn: eine solche Oberfläche kann elektromagnetische Signale deutlich besser als konventionelle Antennen empfangen und senden. Somit gibt es in Zukunft WLAN aus der Dose.

Quantenrechner für KI

Künstliche Intelligenz (KI) ist neben VR eines der Themen des Jahres. KI wird die Zukunft unserer Welt extrem verändern! D-Wave ist das erste Unternehmen, das einen kommerziellen Quantencomputer entwickelt hat. Zu den erlauchten Käuferkreisen zählen derzeit die NASA und Google.

Beide möchten im Bereich Künstlicher Intelligenz vorankommen. Mit Quantenrechnern wird das erst richtig möglich, weil die Rechenleistungen für KI gigantisch sein müssen. Quantencomputer und KI – hier haben wir zwei Trends der Zukunft, die heute bereits wesentlich sind.

Irgendwann werden Quantencomputer unsere lahmen Rechner ablösen. Wie Quantencomputer funktionieren, erfährst du auf Welt der Physik. Das Wissensmagazin scinexx.de berichtet von einem ersten Duell der Quantencomputer: zwei Quantencomputer, einer mit Ionen als Qubits und einer mit Supraleiter, standen sich im Duell gegenüber. Wer das Rennen gemacht hat, kannst du hier nachlesen.

Welche Technik ist für dich bedeutsam?

Wearables, Implantate, Fahrzeuge, die per Gedankenkraft gesteuert werden, Supercomputer und Künstliche Intelligenz: das ist die Technik der Zukunft, die schon jetzt beginnt, unseren Alltag zu verändern. Jetzt aber bist du dran:

Welche Technik ist in der Zukunft für dich bedeutsam? Was brauchst du, um deinen Alltag noch bequemer oder effizienter zu leben? Und andersherum: welche Technik hat für dich keine Zukunft?



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