Virtual Reality in der Zukunft

Virtual Reality Zuckerberg

Mark Zuckerberg stellt die Zukunft so vor, da Virtual Reality die nächste große Computer-Plattform sein soll. (Screenshot: „Virtual Reality under Spotlight at Mobile World Congress in Barcelona“ von CCTV+)

Komm mit auf diese Reise – wir schauen in die Zukunft der Virtual Reality. Wir schreiben das Jahr 2025 und Virtual Reality ist längst Bestandteil des Alltags geworden. 

Virtual Reality in der Zukunft: eine Vision

Sonntag. Keine Meetings, kein Telefon – nur die Familie zählt heute. Meine Schwiegermutter feiert bald Wiegenfest und sie wünscht sich nichts sehnlicher als eine Kreuzfahrt. Einmal im Leben will sie das erleben. Mein Göttergatte und ich besprechen dieses Geschenk und beschließen, sie am morgigen Montag gleich ins Reisebüro zu entführen, um ihr ihren Geburtstagstraum zu erfüllen. Nun ist die ältere Dame nicht sonderlich entscheidungswillig und morgen, am Montag, bleiben Meetings, Telefonkonferenzen und der übliche Alltag eben nicht aus. Ach, und die Hausbesichtigung, die steht auch noch an. Stresst uns jedoch heute wirklich nicht mehr. Denn Virtual Reality ist in unserem Alltag angekommen.

Station eins: Virtual Realitiy im Kino

Wir beschließen, unsere Sonntagsruhe zu genießen. Ob wir mal wieder ins Kino gehen? Ja, prima Idee, ein schöner Wochenend-Ausklang – mal gucken, was wir heute sehen. Seit VR in den Kinos ist, geht’s zuweilen ulkig zu: mein Mann und ich haben mit absoluter Sicherheit denselben Film gesehen. Aber nicht immer haben wir dasselbe wahrgenommen.

m Jahr 2025 ist Virtual Reality ein fester Alltagsbestandteil.

Im Jahr 2025 ist Virtual Reality ein fester Alltagsbestandteil (Bild: Fiat 500x von Kārlis Dambrāns, Lizenz: CC BY 2.0).

Heute gucken wir uns einen spannenden Thriller an. Mein Mann war aufmerksamer: während ich mich von den cleveren Tricks der Regisseure habe beeinflussen lassen und nach links aus dem Fenster schaute, blickte mein Mann nach rechts und konnte den Täter dabei beobachten, wie er seinen heimtückischen Plan vollendete. Während ich noch rätselte, wer der Täter sein könnte, langweilte sich mein Mann.

Nun ja, wenigstens passiert nicht mehr, was vor gut 10 Jahren noch bei so ziemlich jedem Kinobesuch passierte: irgendwer, der die virtuelle nicht von der realen Welt unterscheiden konnte, stand im Kino früher oder später auf und wollte mit dem Streifen interagieren. Ist mir selbst mal passiert. Da lag so ein Fußball herum und der Drang, ihn zu kicken, war übermächtig – ich wollte einfach wissen, was passiert. Glücklicherweise traf mein Fuß nur einen Teil des Kinosessels meines Mannes – der mich in unserer echten Realität damit bis heute aufzieht.

Ja, ja, lacht nur; ich bin reingefallen. Und vor und nach mir noch etliche weitere: man glaubt zuweilen einfach, dass die Handlung, die der Film zeigt, um einen herum passiert. Und das ist ja der Sinn von Virtual Reality. Wenn man es nicht gewöhnt ist, kickt man womöglich schon mal zu.

Station zwei: VR im Reisebüro

Wir sind dann nach dem Film ins Bett gefallen. Heute, am Montag, packen wir die Schwiegermutter ein und gehen mit ihr ins Reisebüro. Heute existieren wieder mehr Reisebüros als früher. Weil es wieder attraktiver geworden ist, Reisen so zu buchen.

Überhaupt konnte man die Qualität des Reisens enorm verbessern, seitdem Virtual Reality ein fester Alltagsbestandteil ist! Ich erinnere mich noch gut, als wir vor etwa zehn Jahren unsere letzte Reise ohne VR-Technologie gebucht hatten: das Hotel war unterirdisch, eine Baustelle, sodass Erholung nicht drin war.

Heute ist das anders, da kann sich sowas niemand mehr leisten. Weil man aus dem Reisebüro direkt einen Blick ins Hotel werfen kann. Wir setzen die VR-Brille auf, schauen uns im Zielland und den verschiedenen Hotels um und entscheiden erst dann. Schwiegermutter schwelgt auch schon im 7. Reisehimmel: etwas amüsant ist es auch heute noch, wie sie lächelnd und glucksend mit der mittlerweile glücklicherweise hübschen VR-Brille Ausschau nach Delphinen hält – oder was sie da auch sehen mag. Hat fast ein bisschen Ähnlichkeit mit Ray Charles am Klavier.

Sie hat sich ziemlich flott entschieden: binnen vier Tagen schippert Schwiegermama von Hamburg nach Southampton. Das Schiff gefällt ihr, sagt sie, und die Besatzung sei so nett. Auch auf die Strecke freut sie sich sehr – einige Abschnitte ist sie virtuell schon abgefahren. Sie freut sich wie Bolle darüber, dass wir ihr die Kreuzfahrt schenken. Als sie letztes Jahr nur virtuell verreiste, war das ja schon schön, resümiert sie, aber nun auch reell auf Kreuzfahrt zu gehen, das wird ein Highlight!

Station drei: Ab zur Hausbesichtigung

Die Schwiegermutter haben wir wieder zu Hause abgesetzt, nun geht es weiter bei unserer Haussuche. Als wir vor einer gefühlten Ewigkeit schon mal ein Haus suchten, war das ziemlich kompliziert: wir mussten doch tatsächlich zum jeweiligen Haus hinfahren, mit Maklern oder Eigentümern quatschen und waren oft stundenlang unterwegs.

Heute ist das einfacher. Der Makler kommt zu uns, wir plauschen kurz, setzen uns unsere VR-Brillen auf die Nase und begehen das Objekt virtuell. So sparen wir Sprit und Zeit – herrlich!

Na, dieses Haus wird es ganz sicher nicht – hier und da wirkt es recht marode. Gut, dass wir keinerlei Zeit aufwenden mussten, um dorthin zu fahren, das wäre sicherlich eine Enttäuschung gewesen. Kaum ist der Makler zur Türe raus, klingelt mein Stiefsohn durch: er war mit seiner Freundin gerade beim Gynäkologen; dem Baby geht es jetzt wieder ausgezeichnet. Es lag etwas ungünstig im Bauch der Mama. Durch die Uralt-Ultraschalltechnik von vor 10 Jahren wäre das sicherlich niemandem aufgefallen, dank virtueller Realitäten im Zusammenspiel mit Augmented Reality ist der Schwangerschaftsbauch unserer Schwiegertochter von allen Seiten bestens sichtbar. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt, so einfach funktioniert es heute.

Das lässt mich an etwas erinnern: mein Mann hatte bis vor einigen Jahren noch panische Angst vor dem Zahnarzt. Ohne Vollnarkose war da an einen kleinen Check nicht mal zu denken – ein schlimmes Kindheitstrauma; die Narkose setzte während der schmerzhaften OP aus und er musste leider schmerzlichst spüren, was der Zahnarzt in seinem Mund vollbrachte. Das schleppte er Jahrzehnte mit sich herum. Bis wir einen Therapeuten fanden, der auf Angstpatienten spezialisiert ist. In vielen, vielen Sitzungen bekam mein Mann eine Virtual Reality-Brille auf die Nase und durchlebte virtuell diverse Zahnarztbesuche – bis ihn das gar nicht mehr tangierte. Heute ist keine Narkose mehr nötig, wenn der Doc nur mal schauen möchte.

Station vier: Virtuell-reales Alltagsgeschehen

Dieses Jahr sind wieder Bundestagswahlen. Was waren die damaligen TV-Duelle doch langweilig: in 2013 oder 2017 haben die Kandidaten noch auf einer Bühne gequasselt, was sie wie verändern wollen. 2021 war es dann erstmalig soweit und auch in diesem Jahr, 2025, erleben wir den Wahlkampf live – ohne unsere Wählerhintern vom Sofa hoch zu bewegen. Die New York Times war zu den US-Präsidentschaftswahlen vor gut 10 Jahren schon weiter als wir zu den Bundestagswahlen: auf nytvr, einem speziellen VR-Kanal, konnte man live an den Events teilnehmen.

Vor einem halben Jahr wurde eine recht spektakuläre Demonstration initiiert. Die Gesundheitspolitik hat sich bis heute leider nicht gut entwickelt; schwerkranke Menschen, die unter dieser Gesundheitspolitik finanziell und gesundheitlich leiden, können jedoch selbst schlecht gegen eben diese Politik demonstrieren gehen. Ein schlaues Köpfchen hat sich allerdings etwas einfallen lassen: gesunde Menschen, die ebenfalls lautstark gegen diese maue Gesundheitspolitik eintreten, fanden sich vorm Bundestag in Berlin ein und taten ihren Unmut lautstark und mit Plakaten kund. Die schwerkranken Menschen konnten teilnehmen, ohne teilzunehmen: sie schalteten sich virtuell einfach dazu. Das war ein ziemliches Medienspektakel und wird bestimmt Einfluss auf die aktuellen Bundestagswahlen haben. Virtual Reality hat den Alltag ziemlich verändert.

VR in der Zukunft: nichts wird bleiben, wie es war

Ich hoffe, dir hat unsere kleine Reise in die Zukunft gefallen.

Diese kleine Vision zeigt eine Idee, wohin uns Virtual Reality führen kann. Alles, wirklich alles kann sich verändern: vom Lernen im Unterricht, was im wahrsten Sinne des Wortes spür- und erlebbar wird, über die Berufsausbildung bis hin in den privaten Alltag streckt VR seine Fühler und mixt echte Realitäten mit virtuellen.

Was denkst du:

Wie realistisch ist unsere kleine Alltagsvision über Virtual Reality in der Zukunft? Hast du auch kleinere oder größere Visionen? Oder ist doch alles nur ein Hype und in der Zukunft kräht kein Hahn mehr nach VR?


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