Tuning-Kit im Test: PC aufrüsten leichtgemacht

In diesem Produkttest widmen wir uns einem Aufrüst-Kit für Computer der letzten Generationen. Zuerst einmal möchte ich kurz darauf eingehen warum ein Tuning-Kit eine sehr sinnvolle Sache ist und für wen es Sinn macht solch ein Set ins Auge zu fassen:

Sinn oder Unsinn

Das lapidare Fazit könnte man hier sofort als Erstes anführen: sehr sinnvoll! Warum? Nicht jeder hat die Lust sich ständig mit dem stetig wachsenden und sich verändernden Markt der Computer Hardware zu beschäftigen. Hier bedarf es dann oftmals einer schier unendlich langen Recherche um die, für sich, richtige Auswahl zu treffen. Welches Mainboard für welche CPU, passt der Sockel (Steckplatz für den Prozessor), ausreichender Arbeitsspeicher (RAM) mit der richtigen Taktung….. etc. pp.

Sie sehen also schon, in diesem Bereich gibt es viele Dinge zu beachten! Und genau das nimmt uns so ein Tuning-Kit ab. Wir sparen uns also wertvolle Zeit und können darauf vertrauen, dass die Komponenten, welche natürlich sorgfältigst von Spezialisten ausgewählt werden, mit einander Harmonieren und uns so unliebsame Überraschungen erspart bleiben.

Für wen ist ein Tuning-Kit gedacht

Auch diese Antwort liegt fast auf der Hand und wurde zum Teil schon oben beantwortet. Es eignet sich wunderbar für Menschen mit älteren PCs oder Endanwender die keinen Nerd – Status, Nerd ist die Bezeichnung absolute Enthusiasten, ihr Eigen nennen bzw. deren fachliche Standfestigkeit in diesem Bereich als unzureichend angesehen werden kann.

Vorteil

Sehr oft kann man aus seinem „alten“ Computer noch Teile für den neuen persönlichen Liebling verwenden. Im Speziellen denke ich da an Brenner, Festplatten, Netzteile, Gehäuse etc. Warum sollte man also die guten Stücke einfach so auf den Müll werfen? Und genau hier setzt ein solches Tuning-Kit an -> Wir sparen bares Geld

Widmen wir uns jetzt aber dem schon angesprochenen Aufrüst-Kit.

Getestet wurde das Tuning-Kit Intel® Core™ i5-3450 4 GB:

  • Prozessor (CPU): Intel Core i5 3450 inklusive original Intel Kühler
  • Mainboard (Hauptplatine): ASUS P8H61-M LX REV 3.0v
  • Arbeitsspeicher (RAM): 4GB DDR3 1333Mhz

Hierbei handelt es sich um Hardware der aktuellen Generation (Prozessor und Mainboard mit Sockel 1155) und garantiert uns daher schon hier nicht irgendwas erworben zu haben / zu erwerben.

Völlig ausreichend verpackt und somit vor Beschädigungen geschützt kommt dieses Set zu uns nach Hause. Öffnet man dieses Paket erwartet uns folgender Eindruck:

Auch hier ein Pluspunkt -> Man bekommt nur das Nötigste an Verpackung nach Hause und erspart sich so den Weg zu diversen Recycling-Tonnen.

Alles in allem sieht der Lieferumfang so aus:

Endanwender die sich auch nicht wirklich über den Zusammenbau einzelner Komponenten trauen wurde auch hier schon unterstützend unter die Arme gegriffen, denn das Tuning-Kit kommt schon fixfertig montiert daher.

Für geübte Hände geht der Umbau, aus – und einbauen der vormontierten Hardware, sehr schnell von der Hand und dauert keine 20 Minuten.

Leute mit weniger Erfahrung sollten sich Zeit nehmen und dementsprechend sorgfältig arbeiten. Aber auch hier hat Conrad wieder mitgedacht und dem Tuning-Kit eine umfangreiche Einbauanleitung beigelegt, welche sämtliche notwendigen Schritte bildlich und schriftlich zusammenfasst.

So an die Hand genommen sollte es für Niemand ein Problem sein das vorhandene System umzubauen.

Werfen wir nun einen gemeinsamen Blick auf die vorhandenen Anschlüsse sowohl auf der Rückseite als auch die direkt auf der Hauptplatine verbauten.

Es sind also ausreichend Ports (Anschlüsse) für jeden „normalen“ Computer vorhanden! Es lassen sich intern bis zu 4 Laufwerke (egal ob Festplatte oder DVD-Brenner) anschließen. Auch eine etwaig vorhandene Grafikkarte mit PCI-Express Anschluss lässt sich problemlos integrieren.

Ebenso gut ausgestattet ist die Rückseite der Platine. Wer mehr USB 2.0 Anschlüsse benötigt, hiervon finden wir 4 Stück, kann auf 10, mittels der onboard-Ports, erweitern.

Ihr fertiger Umbau könnte somit so aussehen:

Nun aber genug der optischen und sachlichen Eindrücke und kommen wir zu den von mir ermittelten Messergebnissen. Ich bitte diese nicht mit Übermaß zu bewerten, da diese synthetischen Benchmarks (so nennt man Software zum Testen) nicht zu 100% aussagekräftig sind und eben nur veranschaulichen sollen wozu Ihr Computer in der Lage ist.

Als wichtigste zusätzlich von mir verwendete Hardware möchte ich die Festplatte herausstreichen. Es handelt sich dabei um eine Festplatte von Western Digital mit der Bezeichnung RE3 und einem Fassungsvermögen von 500GB. Alle anderen Einzelteile spielen keine Rolle bei der Bewertung eines PC. Auch habe ich die aktuellsten Treiber, diese findet man auf der Herstellerseite im Internet, verwendet.

Beginnen wir mit der einfachsten Möglichkeit, dem Windows-Leistungsindex. Dieser gibt Auskunft über die allgemein ermittelte Power Ihres Rechenknechts. Dieser sieht mit Windows 7 Ultimate 64bit so aus:

Als herausragend darf hier die Leistung der CPU angesehen werden, da dieser Leistungsindex einen Maximalwert von 7,9 zu Grunde legt.

Um nun dem Prozessor noch etwas genauer auf den Zahn zu fühlen nutze ich Super Pi. Dieser fordert die eigentliche Recheneinheit der CPU (englisch = Central Prosessing Unit). Das Ergebnis:

10,623 Sekunden sind ein mehr als respektables Resultat!

Ein weiteres Mittel um die Leistungsfähigkeit Ihres PCs zu ermitteln ist PCMark 7. Dieser gibt, wie der Windows-Leistungsindex, einen Überblick über das System. Nur eben detaillierter. Das Resultat ist:

Was erkennen wir nun was den Prozessor angeht? Dieser reicht für aktuelle und in den nächsten Jahren kommende Software vollkommen aus.

Noch ein Wort zum Prozessor: Es handelt sich hierbei um die aktuellste Entwicklung aus dem Hause Intel und basiert auf der sogenannten „Ivy-Bridge“ Architektur. Dies ist die erste Generation deren Layout sozusagen in 3D aufgebaut ist. Vor allem verbessert wurde hier die Effizienz beim Stromverbrauch mit der einhergehenden Verlustleistung = Hitzeentwicklung im Gehäuse; Weniger Stromverbrauch: Nur noch ~ 77Watt gegenüber 95W seines Vorgängers; Weniger Abwärme: Weniger Lärm durch hochdrehende Lüfter.

Wenden wir uns aber nun der direkt in der CPU integrierten Grafiklösung zu und jagen sie durch einige Tests. Ich werde hier nicht im Detail auf die Ergebnisse eingehen, da dies kaum Sinn macht! Warum mache ich aber dann diese Tests? Mir geht es hier einzig und allein zu überprüfen für welche Einsatzzwecke man ein so ausgestattetes System, als den reinen Schreib-Computer, noch einsetzen kann. Zur Anwendung kommen 3DMark 06, 3DMark Vantage, 3DMark 11 und der Cinebench in Version 11.5.

Auffälligstes Merkmal dieser Intel HD 2500 GPU (englisch = Graphic Processing Unit) ist, dass es die Erste Ihrer Art ist die auch DirectX 11 unterstützt! Ansonsten gehen auch hier die ermittelten Werte vollkommen in Ordnung.

Weiters habe ich dann noch versucht zu ermitteln in wie weit diese Konfiguration für multimediale Einsatzgebiete geeignet ist. Ich kam zu folgenden Ergebnissen

  • Surfen im Intern – problemlos
  • Office – Anwendungen – problemlos
  • YouTube Videos in HD ansehen – problemlos
  • Facebook-Spiele – problemlos
  • Spiele (zB WoW) mit niedrigen Details – möglich

Fazit und Einsatzzwecke dieses Tuning-Kit

Alles in allem ist das hier geprüfte Tuning-Kit eine runde Sache! Es eignet sich vorzüglich um seinem, in die Tage gekommenen, Liebling wieder mehr Leben einzuhauchen. Auch kommen folgende positiven Eigenschaften zu tragen

  • Ram noch erweiterbar (es kann ohne Probleme ein zweiter Riegel eingebaut werden); 4GB aber im Prinzip ausreichend
  • Einzelteile schon fertig verbaut, somit auch problemloser Umbau für nicht versierte Personen möglich
  • Aktuell neuste CPU – Generation verspricht eine lange Nutzungsdauer
  • Durch integrierte Grafiklösung niedrigerer Stromverbrauch und Lärmentwicklung
  • Genügend USB 2.0 und SATA II Ports

Für welchen Einsatz bietet sich nun solch ein Tuning-Kit an? Die Einsatzzwecke könnten sein:

  • Office PC
  • HTPC ( Home Theatre PC = Wohnzimmer PC )
  • Zweit-Rechner mit wenig Stromverbrauch
  • Auf- bzw Nachrüsten eines vorhandenen System

Ein Testbericht von
Franz Emeder
NooBTECH.at

Anmerkung vom Conrad-Blog Team: Weitere Infos zum PC Tuning-Kit, zum Einbau sowie ein Video dazu findet ihr hier >>>



2 Kommentare

  • Ing. Werner Singer sagt:

    Es ist zwar sehr schön, daß es Möglichkeiten der Aufrüstung gibt, diese aber nur stationäre Systeme betreffen. Für einen Laptop ein solches Tuning-Kit zu bekommen, ist aus heutiger Sicht nicht möglich, würde aber auch Sinn machen. Da die Bauteile immer kleiner werden sollte es bei einem älteren Gerät auch keine Platzprobleme geben (Lüfter). Damit wäre man nicht gezwungen, einen einwandfrei funktionierenden Laptop gegen einen neuen, eben schnelleren, auszutauschen.

  • Franz sagt:

    Sehr geehrter Herr Ing. Singer,
    Da stimme ich Ihnen voll und ganz zu! Jedoch darf man eines nicht vergessen: Die Entwicklung in diesem Bereich ist sehr rasant um nicht zu sagen wahnwitzig! Auch der Preisverfall schlägt in diesem Segment der transportablen Rechner unbarmherzig zu. Kaufte man zB ein Notebook vor 2 Jahren so zahlte man für gute Leistung ~ 700€. Heute bekommen sie gleichwertige, wenn nicht höherwertige, Notebooks für bereits unter 400€.

    Aber aus mehreren ganz bestimmten Gründen würden Aufrüstkits für Notebooks für mich keinen Sinn machen:

    1) preislicher Unterschied zwischen Kit und Komplett-Kauf wäre uninteressant.
    2) Umbau nur vom Fachmann möglich und hier schlägt dann wieder die Zeituhr zu. Was unweigerlich eine Menge, wenn auch gerechtfertigt, Geld für den Techniker kostet (ich rate keinem Privaten ohne ausreichender Kenntnis zu so einem Vorhaben)
    3) Rechnen wir Punkt 1 und 2 zusammen liegen wir weit über dem Neupreis eines Notebooks

    Dies ist miene Einschätzung warum es solche Kits für Laptops nicht gibt.

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