TRAILAX – der smarte KFZ-Anhänger

Im Rahmen eines Schulprojekts beschäftigte sich eine Gruppe von Schülern der HTL Wien 3 Rennweg mit der Entwicklung einer innovativen Lösung, die das Leben begeisterter Camper erleichtern soll.

Das Ziel der Projektgruppe, die von Conrad in Sachen Elektronik unterstützt wurde, war es, einen selbstanhängenden Automobilanhänger zu entwickeln.

Die Idee

Der innovative Gedanke stand bei dem Projekt die ganze Zeit im Vordergrund. Das Team hatte die Idee, ein Modul und ein Stützrad für einen Autoanhänger zu entwickeln, damit dieser via App in die Nähe des Autos gefahren werden kann und sich anschließend voll automatisch an die Anhängekupplung anhängt.

Die Umsetzung

Mechanik

Der Anhänger wird mit einem sogenannten Rangiersystem angetrieben, dass man aus dem Campingbereich kennt. Diese Rangiersysteme, oder auch Mover genannt, treiben direkt beide Reifen des Anhängers über Reibrollen an.

Montierter Mover

Stützrad

Damit auch die Höhe der Deichsel automatisch verstellt werden kann, wird das Stützrad mit einem Motor angetrieben. Um der Steuerelektronik eine Positionsrückmeldung der Höhe des Stützrades zu geben, wurde zusätzlich jeweils ein Endschalter oben und einer unten verbaut.
Zu Beginn des automatischen Anhängevorgangs fährt das Stützrad komplett aus, um sicher zu stellen, dass die Deichsel weit genug über der Anhängekupplung ist. Nach dem Ausrichten des Anhängers fährt das Stützrad wieder ein und der Anhänger kuppelt sich aufgrund der Deichsellast automatisch an der Anhängekupplung ein. Falls der Akku leer wird, gibt es eine Handkurbel mit der der Anhänger trotzdem an- und abgekuppelt werden kann.

Erste Version des Stützrads

Gehäuse Stützrad

Modul

Um die optimale Kompatibilität für verschiedenste Anhängertypen zu gewährleisten, entwickelte das Projektteam ein Modul, in dem die ganze Elektronik verbaut ist. Das heißt, falls man bereits Mover auf dem Anhänger montiert hat, benötigt man nur das selbst entwickelte Stützrad und das Modul und schon hat man nach kurzer Montagezeit einen selbstanhängenden Anhänger.
Die Schüler verbauten die Elektronik in einer Aluminiumbox, da diese sowohl wasserdicht ist als auch leicht ist. Im Modul befinden sich die Sensoren, der Akku, die Platine sowie die Motorsteuereinheit. Einzuschalten ist alles über einen Hauptschalter an der Seite der Kiste.

Innenleben des Moduls

Sendemodul

Das Ausrichten des Hängers wird mittels Infrarot- und Distanzsensoren realisiert. Damit die auf der Sensorplatte befestigten Infrarotsensoren den Anhänger mittig ausrichten, wird am Fahrzeug ein leicht zu montierendes Sendemodul mit einer Infrarot LED zentral über der Anhängekupplung angebracht. Das Sendemodul dient zur Ausstrahlung der Infrarotstrahlen, die anschließend von den Infrarotsensoren erkannt werden. Durch die Saugnäpfe ist eine kinderleichte Montage auf jedem Fahrzeug möglich.
Damit der Anhänger beim Anhängen nicht gegen die Heckklappe stößt, verwendet das Projektteam Time of Flight Sensoren, da diese auch bei Messdistanzen von 1,5 Meter noch sehr genau messen können. Die Sensoren messen die Distanz vom Anhänger zur Heckklappe, um die optimale Kompatibilität für verschiedenste Zugfahrzeuge beziehungsweise Anhänger zu gewährleisten.

Sendemodul

Software

Mit der selbstentwickelten App können alle für das System relevanten Daten eingestellt werden. Grundsätzlich besteht die App aus zwei Teilen, dem Intro und der Haupt-Applikation. Bevor man den Anhänger rangieren kann, muss das Intro durchgeführt werden. In diesem wird die Verbindung zwischen Smartphone und Bluetooth-Modul hergestellt und die Mover angetastet. In der Hauptapplikation kann man zwischen dem Manuell- und Automatikbetrieb wählen. Die wichtigste Funktion ist der Automatik-Modus, der den automatischen Anhängevorgang startet.

Intro und App Sliding Menü

Manuell- und Automatikbetrieb

Das Ergebnis

Mit der entstandenen Lösung namens Trailax ist es nun nicht mehr erforderlich, dass der Benutzer den Anhänger manuell ankuppelt oder unter großem Kraftaufwand rangiert, da der Rangiervorgang ganz einfach über eine Smartphone-App ausgeführt werden kann.

Nach dem Starten des automatischen Anhängevorgangs über die App richtet sich der Anhänger automatisch auf die Anhängekupplung des Zugfahrzeugs aus und hängt sich anschließend an. Der Benutzer muss nur noch die Sicherungskette und den Strom anbringen und schon kann die entspannte Fahrt starten.

Wenn du nun inspiriert wurdest und auch eine kreative und interessante Idee hast – die du Conrad vorstellen willst – sende uns dein Konzept an sponsoring@conrad.at. Wichtig dabei ist, dass du dein Projekt auch verwirklichen kannst und willst. Wir werden deine Idee gerne prüfen und uns mit dir in Verbindung setzen. Wenn uns deine Idee begeistert, finden wir einen Weg, wie wir dich unterstützen können.


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