Tipps für die richtige Gartenpflege im Frühling

Der offizielle Frühlingsbeginn war bereits am 20. März und auch die Temperaturen steigen langsam wieder an. Auch wenn der April wie jedes Jahr verrückt spielt, sollten die letzten Nächte mit Frost bald wieder vorbei sein. Nach und nach erwacht alles aus dem Winterschlaf und auch im Garten fallen im Frühling einige Dinge an, um diesen wieder fit für die kommende Saison zu machen. In diesem Beitrag zeigen wir 5 Tipps, um den Garten wieder fit für die aktuelle Saison zu machen.

Aufräumen und den Boden startklar machen

Sobald die Frostnächte vorbei sind, wird der Boden von dem Schutz aus Mulch und Laub befreit. Danach kann es bereits mit der Bearbeitung losgehen. Beachte hierbei, dass unter der Erde bereits das Leben begonnen hat und du dieses nicht durch unnötig tiefes Graben störst. Die richtige Beschaffenheit des Bodens ist essentiell für ein gesundes Garten-Ökosystem: Schwere lehmige Böden brauchen Sand und Rindenhumus, sandige leichte Böden dagegen reichhaltiges Gesteinsmehl und lehmhaltige Erde. Auch die meist unerwünschten Pflanzen sollten am besten mit einem passenden Unkrautstecher entfernt werden. Dürre Äste und vertrocknete Stauden sind kräftig zurückzuschneiden, damit der Garten wieder in vollem Glanz erblühen kann.

Richtige Rasenpflege im Frühjahr

Damit der Garten wieder saftig grün wird, muss nicht nur unter der Erde, sondern auch darüber – nämlich für den Rasen – Einiges getan werden. Bevor du mit der Saat beginnst, ist die Rasenfläche gründlich zu mähen und mit einem Rechen von Moos zu befreien, wobei du auf chemische Mittel verzichten solltest, da diese wegen möglicher gesundheitsschädlicher Wirkungen sehr umstritten sind. Wenn du dir das mühselige Ausreißen von Moos erleichtern möchtest, kannst du dir mit einem Vertikutierer Abhilfe schaffen. Nachdem dieser Schritt erledigt ist, kann mit dem Nachsäen begonnen werden. Der ideale Zeitpunkt dafür ist bereits Ende März bis Anfang Mai. Für ein bestmögliches Ergebnis sollte das Saatgut an den betroffenen Stellen verteilt und mit einem Rechen gut in die Grasnarbe eingearbeitet werden, damit Bodenkontakt besteht und dieses optimal keimen kann. Für die nächsten vier Wochen sollte die Fläche ausreichend feucht gehalten und nicht betreten werden. Danach mähst du den Rasen das erste Mal gemäht und dieser ist wieder voll belastbar. Letztlich ist noch das richtige Düngen des Rasens wichtig, damit dieser gleichmäßig, dicht und gesund wächst. Auch hier ist auf eine gleichmäßige Verteilung zu achten.

Bäume, Sträucher und Hecken zurückschneiden

Wenn Hecken, Büsche & Co. nicht bereits im Herbst zurückgeschnitten wurden, ist es wichtig, das unbedingt im Frühling nachzuholen. Hohe Bäume oder andere Pflanzen können mit einer Heckenschere oder einem Entaster getrimmt werden. Dabei gilt: Je früher im Jahr, umso besser verträgt das Grün den Rückschnitt. Hecken zum Beispiel können sogar bereits ab Februar ihren Formschnitt erhalten. Die niedrigsten Temperaturen sollten beim Schnitt nicht unter 5 °C liegen. Bei Kletterpflanzen kommt es beim Schnitt ganz individuell auf die Sorte an. Während man blühende Clematis nur im Sommer stutzt, nehmen zum Beispiel Knöterich, Blauregen und Wilder Wein einen radikalen Rückschnitt kaum übel.

Beete fit für den Frühling machen

Die richtige Pflanzzeit für Zwiebelblumen wie der Tulpe ist bereits im Herbst, wenn die Bodentemperatur auf unter zehn Grad Celsius gesunken ist. Viele Zwiebelblumen, die im Sommer blühen, können aber auch erst im Frühling verbuddelt werden. Dazu gehören Montbretien, Gladiolen und Lilien. In frostigen Nächten empfiehlt es sich, eine warme Decke aus Vlies oder Tannenzweigen aufs Beet zu legen. Versorge die Blumen während des Austriebs mit Kompost, dadurch blühen sie später wesentlich üppiger. Knollenbegonien und Dahlien können im Topf auf dem Fensterbrett im Haus vorgetrieben werden. Unempfindliche Kräuter wie Petersilie, Kümmel, Schnittlauch und Sauerampfer können auch schon in die Erde, ebenso blühende Herbststauden wie Chrysanthemen und viele Gräser.

Terrasse auf die Saison vorbereiten

Und zu guter Letzt: Damit an den ersten warmen Tagen im Frühling auch endlich wieder Würstchen und Steaks im Freien genossen werden können, solltest du rechtzeitig Gartenmöbel samt Grill aus dem Schuppen holen und säubern. Mit einem Hochdruckreiniger lassen sich leicht Schmutz, Moos und Algen in Fugen auf Steinwegen und der Terrasse entfernen. Auch Gartenstühle und Tische sind damit ruckzuck frisch gereinigt und einsatzbereit für den ersten Grillabend im eigenen Garten.

Übrigens: Bei verwitterten Holz- und Holzterrassen ist nach der Reinigung auch an die Pflege zu denken. Dem Wind und Wetter ausgesetzte Möbel sind jährlich neu einzuölen bzw. zu streichen.


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