Testbericht: RF100 – 3D Drucker für Zuhause

header_rf_100_1020x574px

3D Drucker werden auch für den Privatgebrauch immer erschwinglicher und dadurch interessanter. Seit Anfang Dezember 2016 ist ein 3D Druck Starter Kit für 299€ bei Conrad erhältlich. Der renkforce RF100 bietet das Rundum-Komplettpaket für den einfachen Einstieg in die faszinierende Welt des 3D Drucks.

Unboxing

Der RF100 ist ausgesprochen gut verpackt und die wichtigsten Komponenten (Düse, Druckbett und Zubehörteile) sind gut geschützt. Abgesehen vom Drucker selbst werden noch unterschiedliche Filamente zum Testen (Standard, Kupfer, Holzfaser, Elastic) mitgeliefert. Im Lieferumfang enthalten ist eine kurze 3-seitige Anleitung zur Installation und Inbetriebnahme.

Eine umfangreichere Gebrauchsanleitung für den RF100 kann man sich allerdings direkt auf der Hersteller Webseite downloaden. In dieser werden unter anderem die genauen Einstellungen des Druckers und des mitgelieferten Programms Cura Software erklärt. Wer sich gerade am Beginn seiner 3D Drucker Karriere befindet, dem ist die Gebrauchsanleitung auf jeden Fall zu empfehlen.

Der RF100 an sich ist schnell druckbereit, da er fast zur Gänze fertig montiert geliefert wird. Lediglich die Halterung für die PLA Filament Spule muss auf der Rückseite befestigt werden. Als Druckbett dient eine Glasplatte, die leider nicht beheizbar ist, was man für diesen Preis allerdings auch nicht erwarten darf. Die maximale Objektgröße beträgt 100x100x100mm. Das Drucken ist via USB oder komplett ohne PC/Laptop von einem SD-Slot möglich. Auf der mitgelieferten SD-Karte befinden sich über 100 Beispiele mit denen gleich losgelegt werden kann.

Erster Druck mit dem RF100

Vor der ersten Inbetriebnahme muss allerdings noch die Druckplatte kalibriert werden. Eine regelmäßige Neu-Kalibrierung empfiehlt sich generell. Die richtige Positionierung lässt sich ganz einfach über einen Drehknopf und dem Display des Druckers einrichten. Da der Button sehr feinfühlig reagiert bedarf es anfangs etwas Übung beim Navigieren durch das Menü, aber nach kurzer Zeit sollte dies kein Problem mehr darstellen. Eine Auflistung der Inhalte der Karte wäre allerdings hilfreich gewesen, da man sich so durch die einzelnen Ordner „durcharbeiten“ muss bis man sein Wunschobjekt gefunden hat.

Doch nun zum ersten Druck. Die Funktion von der SD-Karte zu drucken ist für all jene gedacht, die den Drucker auspacken und gleich loslegen möchten. Wer sich allerdings intensiver mit dem Thema beschäftigen möchte, sollte auf jeden Fall das mitgelieferte Programm am PC oder Laptop installieren und via USB Kabel drucken.

Da das Druckbett nicht beheizt ist, sollte unbedingt ein „Rahmen“ rund um das Objekt mitgedruckt werden. Somit verhindert man ein frühzeitiges Lösen des Gegenstands von der Glasplatte. Da nur die Düse auf Betriebstemperatur gebracht werden muss, legt der Drucker nach einer kurzen Aufwärmphase auch schon los. Für die ersten Test wurde ein RF100 Schriftzug von der mitgelieferten SD-Karte ausgewählt mit einer Abmessung von 50x15x5mm.

Nach ca. 25 Minuten war der Drucker fertig. Die Kanten wurden sehr sauber gedruckt. Es gibt keine abstehenden oder überhängenden Filamentrückstände. Die oberste Schicht wurde glatt aufgetragen und durch den Hilfsrahmen, hat sich das Objekt auch nicht vorzeitig von der Glasplatte gelöst. Lediglich die Druckzeit von 25 Minuten ist bei der Größe des Schriftzugs etwas lange ausgefallen. Gedruckt wurde jedoch mit der geringsten Geschwindigkeit von 30mm/s. Laut Gebrauchsanweisung ist eine Druckgeschwindigkeit von bis zu 300 mm/s möglich.

Bei den nachfolgenden Bildern wurden die verschiedenen Filamente und größere Objekte getestet.

Fazit

Wer ein Gerät für den Einstieg in die Welt des 3D Drucks sucht, kann mit dem renkforce RF100 so gut wie nichts falsch machen. Nicht nur der geringe Preis, sondern auch die Druckqualität konnten absolut überzeugen. Ein weiterer Punkt der für den RF100 spricht ist, dass der Drucker vormontiert geliefert wird und sofort losgelegt werden kann. Mit den zusätzlichen Filamenten die in dem Komplettpaket enthalten sind, lassen sich bereits einige Dinge ausdrucken und man kann sich ein Bild von den diversen Materialien machen. Für weitere Objekte gibt es im Internet eine Vielzahl von Communities und Plattformen auf denen man sich kostenlos Dateien herunterladen kann. Hier 3 Beispiele:

Kleiner Tipp noch zum Schluss. Damit die Glasplatte einen besseren Halt hat, einfach ein 5mm Stück Schrumpfschlauch über die drei Gewindestangen befestigen auf der die Platte aufliegt. Somit sitzt das Druckbett auch bei längeren Vorgängen fest und hat keine Möglichkeit zu verrutschen.


Produkte, die Sie interessieren könnten


Ein Kommentar

  • Friedrich Kopler sagt:

    Ich habe mir diesen Drucker gekauft wegen dem Bericht gekauft, bin aber leider nach ein paar Tagen Enttäuscht worden weil vermutlich der Temperatursensor den Geist aufgegeben hat (Temperatur vom Hotend zeigt 178°C am Display ist aber kalt ) und das schon nach ein paar Tagen im Einsatz.
    Druckqualität nicht schlecht aber nur wenn er neu aufgestellt wird und dann ist es auch schon vorbei damit.

Sag uns deine Meinung!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.