Technik im Sport – das Doping der Zukunft?

Kürzlich erzählte mir ein sehr sportlicher Hobbyradfahrer, dass er auf einer schwierigen Bergetappe von einer gemütlich radfahrenden Seniorenguppe überholt wurde.
Er traute zunächst seinen Augen nicht: Er nahm an, er habe sich zu sehr angestrengt und deshalb halluziniere er. Doch das war nicht der Fall. Diese Senioren hatten ihn tatsächlich überholt und sie waren keine hochgezüchteten Supersportler. Sie waren ganz normale Omas und Opas.

Grund für dieses Überholmanöver war schlicht und einfach der Unterschied in der Technik: Er hatte ein modernes Rennrad mit den besten handelsüblichen Schickschnacks, doch die „Oldies“ waren mit E-Bikes „bewaffnet“.

E-Bike-Pedelec-City-RahmenUnd genau solche Technik-Wundermittel wie etwa Hilfsmotoren sorgen im Sport immer häufiger für Zündstoff und Skandale. Sie werden auch als Technik-Doping bezeichnet. Ich habe mir nun drei Fälle überlegt, bei denen Sportler verdächtigt wurden, sich einen unerlaubten Vorteil durch technische Hilfsmittel zu erlangen.

Verdachtsfälle von Technik-Doping

  • 2010 wurde der Skispringer Simon Ammann bei den olympischen Winterspielen in Vancouver vom Österreichischen Skiverband (ÖSV) beschuldigt, er benutze eine regelwidrige Skibindung, die es ihm ermögliche, weiter zu springen als die Konkurrenz. Der Protest der Österreicher wurde abgewiesen und Ammann gewann bei den Spielen sowohl das Springen auf der Normalschanze als auch auf der Großschanze.
  • 2008 wurde der südafrikanische Behindertensportler Oscar Pistorius, auch bekannt als „fastest man on no legs“ und als „blade runner“ nicht für die olympischen Sommerspiele in Peking zugelassen, da er sich durch seine Karbonprothesen einen Vorteil gegenüber seinen „nichtbehinderten“ Konkurrenten verschaffe. Erst 6 Wochen vor den Spielen wurde er schließlich doch zugelassen, aber es fehlte ihm nun an Zeit, sich für die Spiele vorzubereiten.

Welche Möglichkeiten an Technik-Doping könnte es in Zukunft geben?
Nun habe ich mir ein paar Ideen für mögliche technische Betrügereien im Sport überlegt:

  • So etwa könnte man im Fußball versuchen, das Tor zu manipulieren, so dass das gegnerische Tor einige Zentimeter gehoben und das eigene wenige Zentimeter gesenkt wird. Das könnte dann ungefähr so aussehen.
  • Vielleicht entwirft jemand einmal Ski, deren Länge und Taillierung während der Fahrt verändert werden kann. So könnte der Rennläufer seine Ski sowohl für Gleitpassagen als auch für technisch anspruchsvolle Streckenabschnitte optimal ausnutzen.

Es gibt sicher noch zahlreiche andere Arten von Technik-Doping! Vielleich fällt euch ja dazu was ein…

Ich freue mich über eure Vorschläge!

Rainer Bräuer
Online-Marketing