Renkforce 3D-Drucker im Test

Ich bin Werkzeugmaschineur und arbeite seit über 25 Jahren mit CNC Fräs- und Drehmaschinen. Vor kurzem habe ich von Conrad Elektronic den Bausatz des Renkforce 3D-Drucker RF1000 zur Verfügung gestellt bekommen.

Bausätze sind ja immer so eine eigene Sache. Angefangen von fehlenden Teilen bis hin zu gruseligen Beschreibungen. Nicht so bei Conrad´s 3D-Drucker RF1000 von Renkforce.

Die Anleitung für den Zusammenbau ist eine sehr gut durchdachte Schritt für Schritt Anleitung mit Original Fotos. Also keine Explosionszeichnungen wie man Sie aus dem Maschinenbau oder Möbelhaus kennt! Somit kann wirklich jeder den Drucker ohne Vorkenntnisse problemlos zusammen bauen.

Renkforce 3D-Drucker RF1000Qualitativ liegt der Renkforce 3D-Drucker im obersten Level. Alle Teile sind mit höchster Präzession gefertigt und passen perfekt.
Leistungsstarke Schrittmotoren kombiniert mit Kugelrollspindeln sowie gehärteten Linearführungen in einem Laser bzw. CNC gefertigtem Gehäuse ergeben unterm Strich einen spiel- und verwindungsfreien 3D Drucker!

Ein weiterer großer Vorteil ist der große Druckbereich 245 x 230 x 200 (B-T-H) und die Verwendung des Druckers ohne PC.
Der Renkforce RF1000 hat einen SD-Kartenslot und ein übersichtliches Bedienungsmenü, über welches sich die gewünschten Dateien aufrufen und ausdrucken lassen.
Das mitgelieferte Open-Source-Programm „Repetier Host“ lässt keine Wünsche und Einstellungen offen.
Hier ist ein wenig ausprobieren angesagt um zu perfekten Ergebnissen zu kommen.
Jedes Filament hat andere Eigenschaften, die nicht nur Hersteller bezogen sondern auch Farbbezogen sind. Da der Renkforce 3D-Drucker aber problemlos alleine gelassen werden kann ist dies das kleinere Übel.
Irgendwann hat man die optimalen Einstellungen für das jeweilige Filament gefunden und kann sich über perfekte Teile freuen.

3D-Drucker-Renkforce-RF1000In den nächsten Wochen werden alle Kunststoff Teile welche ich für mein aktuelles Projekt „Rolli Segway RAPTOR RES3“ benötige mit dem Renkforce 3D-Drucker gedruckt. Bilder bzw. Videos davon werden auf www.wccs.at zu sehen sein.

Tipp

Folgende Einstellungen und Vorgehensweise mit Slic3r brachten bei rotem PLA3B1 Filament das beste Ergebnis:

  • Um einen guten Gripp des ersten Layers zu erhalten habe ich mit so einigen Entfettungs und Reinigungsmitteln experimentiert.
  • Die beste Haftung erreichte ich jedoch durch die Reinigung des Druckbetts vor jedem Druck mit Cillit Bang.
  • Kurz abtrocknen lassen und mit Bier bepinseln.
  • Druckplatte für ca. 5 Minuten auf 80 Grad aufheizen
  • Auf 65 Grad abkühlen lassen und erst dann mit folgenden Einstellungen den Druck starten.
  • Geschwindigkeit 197
  • Flussrate 90
  • Extruder Start Temp. Für den ersten Layer 245 Grad
  • Extruder für alle anderen Layer 225 Grad
  • Druckbett Temp. 65 Grad
  • Erster Layer 0.2mm
  • Layer Höhe 0.1mm
  • Fülldichte 90%
  • Winkel 45 Grad
  • Füllmuster Honeycomb
  • Füllung Rectilinear
  • Alle anderen Einstellungsmöglichkeiten auf Werkseinstellungen belassen!

Fazit zum Renkforce 3D-Drucker

Der Renkforce 3D-Drucker RF1000 ist jeden Euro wert!
Bedienfreundlich, sehr gut verarbeitet, schnell, zuverlässig, wiederholgenau und dank seines extra großen Druckbereichs für mich die optimale Wahl wenn es ums 3D Drucken geht!

Bild & Text: Michael Schubert
Mehr Infos unter www.wccs.at

Zusatz der Conrad Redaktion:

Wir bedanken uns bei Michael für sein Engagement und wünschen ihm für seine Projekte alles Gute!
Im Moment sucht Michael auf der Crowdfunding Plattform Startnext nach Unterstützung für sein Smartphone-Rack.

Wir freuen uns, wenn ihr ihn unterstützt!



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