Der Reely Dune Fighter FPV Buggy im Test

Das Thema FPVFirst Person View interessiert mich schon lange, umso mehr habe ich mich gefreut als ich von Conrad die Anfrage erhalten habe ob ich nicht den FPV Buggy Reely Dune Fighter „ReadytoRun“ testen möchte. Ich habe nicht lange nachdenken müssen und die Entscheidung war schnell gefallen 🙂

Bevor wir ans Eingemachte gehen und den FPV Buggy auspacken, noch ein paar Infos zu meiner Person. Mein Name Gerhard Heinrich aka „Gery“ von Gery’s Modellbaublog. Dies ist mein 3ter Produkttest für Conrad Electronic Österreich. Vor dem Dune Fighter durfte ich schon den Conrad Jubiläum Buggy und den Reely Detonator testen.

Unboxing

Ich liebe es Modellautos auszupacken, daher ist das bei mir schon fast ein kleines Ritual geworden. Dementsprechend habe ich auch ein Unboxing Video vom FPV Buggy – Dune Fighter Brushless im Maßstab 1:10 gemacht. Hier das Video vom Unboxing…

Lieferumfang

  • Fahrzeug: Reely Dune Fighter – Brushless Buggy
  • REELY GT2 EVO 2,4 Ghz Fernsteueranlage (2 Kanäle)
  • 1/3” CMOS 600TVL 100° diagonal Weitwinkel Kamera (Videoauflösung: 640×480 Pixel)
  • FatShark Predator V2 Videobrille inkl. Etui
  • ImmersionRC 25mW 5.8GHz A/V Videosender (fix fertig verbaut im Fahrzeug)
  • 2x 5G8 Spironet Antennen für das Fahrzeug und die FatShark Videobrille
  • AV Kabel zum Aufzeichnen des Videosignals
  • 2S LiPo Akku mit 1000mAh für die Videobrille inkl. Ladekabel
  • Anleitung Deutsch/Englisch für das Fahrzeug und die Videobrille
  • Div. Werkzeug und Teile für den Dune Fighter


Anmerkung:
Ein Fahr-Akku ist nicht im Lieferumfang ebenso nicht die 4 AA Batterien für die Fernsteuerung.  Ich empfehle euch einen 2S LiPo Akku für den FPV Buggy, damit holt Ihr die komplette Leistung aus dem Fahrzeug.

Erster Eindruck vom FPV Buggy

Den Reely Dune Fighter kannte ich schon aus einigen Reviews auf YouTube. Auf den ersten Blick schaut er recht unscheinbar aus, aber die Stärken stecken im Detail. Vom Optischen Eindruck ist der Name „Dune Fighter“ absolut passend. Wie bei fast allen REELY Fahrzeugen dient als Basis eine Bodenplatte aus Metall auf welcher alle Komponenten montiert sind.

Positiv ist mir aufgefallen das das Hauptantriebs Zahnrad komplett verdeckt ist und dadurch vor Steinen und Dreck bestens geschützt ist. Die wasserdicht verbaute Brushless Combo mit einem 3650 Kv Brushless Motor liefert genug Leistung um das Fahrzeug auf ~ 60 km/h zu beschleunigen und bringt vom Stand weg, durch den permanenten Allradantrieb, die Leistung auch auf den Boden. Das Fahrwerk mit einer Pivot Aufhängung und Öldruckstoßdämpfern leistet solide Arbeit und sorgen für optimalen Bodenkontakt.

FPV – First Person View

Bis zum Test kannte ich FPV hauptsächlich nur von Videos auf YouTube, meistens kam dieses bei fliegenden Objekten wie Flugzeuge und Drohnen zum Einsatz. Wo technisch bedingt auch der beste Einsatzzweck liegt, da die Reichweite durch keine baulichen Barrieren vermindert wird. Das mitgelieferte FPV Set mit dem ImmersionRC 25mW 5.8GHz A/V Videosender, den beiden Spironet Antennen und der FatShark Predator V2 Videobrille bieten eine solide Basis für den Einstieg in das FPV Car Racing.

Zum Start muss nur der mitgelieferte LiPo Akku mit 1100mAh für die FatShark Videobrille aufgeladen werden. Nach dem Einlegen des Fahrakkus und einschalten der Fernsteuerung und des Fahrzeuges ist auch die fix verbaute und mit einem Metallgehäuse geschützte Kamera aktiv. Anschließend schaltet man die Brille ein (Antenne muss vorher noch angeschraubt werden). Bei mir war das Signal auf Kanal 1 daher hatte ich gleich das Bild auf der Brille. Falls nicht den Kanal wechseln, wie das geht steht in der Anleitung der Brille.

FPV Videobild

Das Videosignal wird mit 640 x 480 pixel auf beiden Displays in der Brille dargestellt. Das klingt im ersten Moment nicht nach einer berauschenden Auflösung, aber die Auflösung ist optimal da man die Bilder ja genau vor den Augen hat. So lange der Empfang gewährleistet ist, kann man an der Bildqualität nichts aussetzen. Sobald ihr außerhalb der optimalen Reichweite des Fahrzeugs kommt, fängt das Bild leicht zu grieseln an, aber Ihr seht noch genug um das Fahrzeug zu wenden.

Ihr könnt auch im Dunkeln mit dem Fahrzeug fahren, die 4 montierten LED Scheinwerfer leuchten das Bild sehr gut aus und die Kamera kommt damit sehr gut zurecht.

Reichweite

Da wir uns am Boden bewegen, ist stellt jedes bauliche Objekt eine Störungsquelle für das Videosignal dar. Daher je freier das Gelände umso höher die Reichweite des Videosignals. Die Fernsteuerung hingegen ging auch noch bei einem Kilometer Entfernung 🙂
WICHTIG: Die Antennen sollte immer parallel zu einander stehen.

Reichweiten je nach Gegebenheit:

  • Starkverbautes Gebiet (Ortschaft) ~ 80m
  • Leicht bebautes Gebiet (Ortsende) ~ 300m
  • Freies Gelände ~ 500-800m

Technisch wäre sicher noch mehr machbar aber da spielt wieder das Gesetz eine Rolle was die Sendeleistungen betrifft. 25mWatt Sendeleistung ist halt nicht die Welt.

Racing Gene

Der Dune Fighter fühlt sich besonders auf der Rennstrecke wohl. Auch das fahren in der First Person Ansicht macht auf der Rennstrecke besonderen Spaß. Man fühlt sich direkt ins Cockpit versetzt und die Übertragung des Bildsignals hat fast keine Latenz, dadurch kann man die langen Geraden mit Full Speed fahren ohne dass man in Gefahr läuft einen Crash zu bauen. Von Vorteil ist wenn die Strecke gut ersichtliche Abgrenzungen hat. Dann kann man sich voll darauf konzentrieren und eine Menge Spaß haben.

Persönliches Fazit

Ich bin vom Reely Dune Fighter und dem FPV System mit der FatShark Videobrille positiv überrascht. Klar der Preis für das komplette Set ist nicht gerade ein Schnäppchen. Wenn man bedenkt das die FatShark Brille inkl. Kamera schon € 339,00 kostet, ist der Preis dann doch wieder gerechtfertigt.

Der FPV Buggy hat mich und meine Kids überzeugt und eine Menge Spaß bereitet und wird es auch weiterhin noch. Immerhin kann man das FPV Set problemlos auch in anderen Fahrzeugen verbauen. Demnächst werde ich einen Versuch in meinem Tamiya LKW und in einen meiner Scale Crawler machen. Schaut auf meinem Blog oder YouTube Kanal vorbei und abonniert diesen, dann bleibt Ihr auf dem laufenden 🙂

Zum Schluss möchte ich mich noch bei Conrad Electronic Österreich bedanken für die Möglichkeit in die Welt des FPV Fahrens eintauchen zu können! DANKE

Gerhard Heinrich aka „Gery“
von Gery’s Modellbaublog


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3 Kommentare

  • Markus Hellbach sagt:

    Da es kaum Erfahrungswerte im RC car Bereich mit FPV gibt bin ich dankbar über jeden Bericht! Hier wurde alles wichtige sehr gut beschrieben und auch ausprobiert.Mich würde nun brennend der Einsatz auf dem scale crawler intressieren. Gruß aus Deutschland

  • Gery sagt:

    Servus Markus,
    werde die nächsten Tage den Umbau in den Scale Crawler starten 🙂
    Schau auf meinem Blog vorbei, dann kannst du das nicht verpassen.

  • Thomas sagt:

    Servus Gery!

    Hätte eine Frage: kannst du dich noch erinnern wie die LEDs bzw die TX des Predator-Systems verkabelt waren?
    Vom Regler kommt eine 3Polige Leitung heraus wo die LED’s angeschlossen werden, jedoch keine Anschluss-Möglichkeit für das TX-Modul des Predators?

    LG Thomas

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