Raspberry Pi: Technikwunder im Kreditkartenformat

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Vorbei mit den Zeiten eines riesigen PCs. Der Raspberry Pi ist nur noch so groß wie eine Kreditkarte. (Foto: „Raspberry Pi“ von Johan Larsson, Lizenz: CC BY 2.0)

Das Raspberry Pi ist in aller Munde – aber wieso eigentlich? Was kann das Ding im Kreditkartenformat und warum solltest du dich damit beschäftigen?

Mit knappen 30 beziehungsweise 45 Euro Budget in der Tasche hast du auf dem Hardware-Markt eigentlich keine guten Chancen: mit viel Glück ergatterst du ein Mainboard von vorgestern oder pushst deinen Arbeitsspeicher dezent. Einen Rechner hast du dadurch jedoch nicht. Der Ein-Platinen-Rechner Raspberry Pi bietet dir eine Alternative: eine 700 MHz starke ARM-CPU erlaubt dir auch bei geringem Budget nahezu alles, was normale Desktop-Rechner ebenfalls können. Mit Raspberry Pi legst du dir einen Microcontroller zu, der gleichzeitig als stromsparender Home-Server fungiert und der dir nahezu unendliche Möglichkeiten bietet:

Dank des HDMI-Ausgangs zur verlustfreien Übertragung von Full HD-Signalen in Bild und Ton kannst du das Raspberry Pi hervorragend als MediaCenter für’s Wohnzimmer einsetzen. Auch ist es denkbar, verschiedene Projekte mit Raspberry Pi zu realisieren – schaust du dich nach Anleitungen und Ideen um, wirst du staunen, wozu das kleine Teil sich eignen kann. Bastle deinen eigenen VPN- oder NAS-Server, dein Internetradio, erstelle dir deine eigene Cloud oder setze das Raspberry Pi zur Haus- und Türsteuerung ein.

Raspberry Pi: diese Versionen gibt es

Raspberry Pi

Das Raspberry Pi gibt es in drei verschiedene Ausführungen.

Drei verschiedene Ausführungen existieren: Model A, Model B und Model B+. Den drei Modellen sind Größe, CPU und GPU gemein: 85,60 x 53,98 x 17,00 mm misst der Hosentaschen-Rechner, die ARM1176JZF-S-CPU ist mit 700 MHz getaktet und als GPU kommt der Broadcom VideoCore IV zum Einsatz. Model A muss mit 256 MB Arbeitsspeicher zurechtkommen, Model B und B+ liefern 512 MB SDRAM. Mitte Februar kam das Raspberry Pi 2 heraus, womit der Mini-PC einen Extra-Schub Power erhielt: Auf 900 MHz bringt es die Quad-Core-CPU und mit 1 GB RAM hast du doppelt so viel Arbeitsspeicher. Weitere technische Details kannst du unseren Produktseiten entnehmen.

So bringst du dein Raspberry Pi zum Laufen

Ein bisschen Spaß am Basteln solltest du mitbringen, wenn du Raspberry Pi verwenden möchtest. Im Lieferumfang findest du ausschließlich das Board selbst. Das hat folgenden Hintergrund: in Großbritannien ist die Raspberry Pi Foundation eine eingetragene Wohltätigkeitsorganisation, die das Ziel verfolgt, eine günstige Entwicklungsplattform für Schüler und Studenten zur Verfügung zu stellen. Damit du mit dem Board arbeiten kannst, benötigst du zusätzlich:

  • SD/ microSD-Karte
  • Stromanschluss
  • optional: USB- & HDMI-Kabel sowie Gehäuse

Um dir den Start etwas zu vereinfachen, existieren Starter-Kits: von der Grundausstattung über ein Komplettpaket bis hin zum Kit für Experimentierfreudige.

Bist du Hardware-seitig ausgerüstet, stellt sich als nächstes die Frage nach dem Betriebssystem. Folgende Optionen werden dir geboten:

  • Raspbian: das Standard-OS auf Linux-Debian-Basis
  • Pidora: spannende Alternative zu Raspbian mit Fedora-Unterbau
  • Archlinux: Alternative zu Raspbian mit aktuellen Software-Updates, worunter jedoch die Systemstabilität leiden kann
  • OpenElec: möchtest du ein MediaCenter, ist dies eine empfehlenswerte Distribution, die automatisch Updates einspielt
  • Raspbmc: leistungsstarkes und einfaches XBMC-Mediacenter
  • RISC OS: OS basiert nicht auf Linux
  • Kali Linux: hat die bekannte BackTrack-Hacking-Distribution abgelöst
  • Razdroid: leider noch recht instabil; Android-Distribution
  • RetroPi: emuliert mehr als 15 Retro-Konsolen

Hast du dein Betriebssystem ausgewählt, bereitest du deine (micro)SD-Karte vor. Wir empfehlen dir als Einsteiger, mithilfe von NOOBS, einem von der Raspberry Pi Foundation entwickelten Programm, loszulegen, denn hast du das installiert, kannst du darüber ein Betriebssystem auswählen und installieren. Die aktuelle NOOBS-Version kannst du direkt bei Raspberry Pi herunterladen. Entpacke anschließend das ZIP-Archiv und schiebe die entpackten Dateien ins Stammverzeichnis deiner Speicherkarte.

Lust bekommen? Hier findest du Raspbery Pi-Projekte & How-To’s

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Vorbei mit den Zeiten eines riesigen PCs. Der Raspberry Pi ist nur noch so groß wie eine Kreditkarte. (Foto: „test“ von Ashley Basil, Lizenz: CC BY 2.0)

Dir läuft schon das Wasser im Munde zusammen und du kannst es kaum abwarten, bis du deine ersten Projekte starten kannst? Prima, dann kannst du dich unter den folgenden Links etwas umschauen, um schon sehr bald loszulegen und selbst zu jenen zu gehören, die über nichts anderes mehr reden:

Außerdem legen wir dir das deutschsprachige Raspberry Pi-Forum und unsere Conrad Community ans Herz: hier findest du eine Community, die sich aus Anfängern bis hin zu Experten zusammensetzt, dich bei deinen Ideen unterstützt oder eigene Projekte vorstellt. Gerade für dich als Einsteiger in die abwechslungsreiche Raspberry Pi-Welt bietet sich auch unser Raspberry-Pi Lernpaket an, mit dem du lernst, Raspberry Pi zu verstehen und anzuwenden.

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