Qual der Wahl: Welcher Kameratyp passt zu dir?

Die Auswahl an Kameratypen ist riesig. Wir helfen Dir, die passende Kamera zu finden

Die Auswahl an Kameratypen ist riesig. Wir helfen Dir, die passende Kamera zu finden. (Bild: „Current Gear“ von Scott.Symonds, Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Die schönste Zeit des Jahres beginnt – Wir stellen Dir die verschiedenen Kameratypen für deinen Urlaub vor.

Welcher Kameratyp ist dein Favorit?

Vor dem Kauf einer Kamera sollte man sich gut überlegen, für was sie benötigt wird.

Vor dem Kauf einer Kamera sollte man sich gut überlegen, für was sie benötigt wird. (Bild: „Yard Sale Cameras“ von Bill Smith, Lizenz: CC BY 2.0)

Vor einiger Zeit stellte sich diese Frage einfach noch gar nicht! Der Otto-Normalverbraucher kaufte einige Filmrollen und packte den guten alten Fotoapparat ein. Dass man auch mit dem Handy fotografieren oder sogar filmen kann, lag damals noch in weiter Ferne. Die einzigen, die nicht mit dem klassischen Fotoapparat unterwegs waren, waren Hobbyfotografen mit klobigen und teuren Spiegelreflexkameras.

Heute bietet sich uns dagegen eine wahre Flut an verschiedenen Kameramodellen für alle möglichen Einsatzzwecke. Damit ihr den Überblick nicht verliert, stellen wir euch hier die unterschiedlichen Ausführungen vor – von der gängigen Digicam bis hin zu einigen Exoten. Es gibt genügend Möglichkeiten, auch ungewöhnlichere Fotos zu erzielen. Vielleicht ist ja die passende Kamera für dich dabei?

Der leichte und platzsparende Allrounder

Die Canon IXUS 160 ist in schickem Rot erhältlich.

Die Canon IXUS 160 ist in schickem Rot erhältlich. (Quelle: www.conrad.at)

Am beliebtesten ist die Kompaktkamera. Durch ihre Handlichkeit und die einfache Bedienung ist dieser Kameratyp bei den unterschiedlichsten Gelegenheiten ein unkomplizierter Begleiter.

Der Begriff Kompaktkamera umfasst dabei alle Digitalkameras mit festem Objektiv. Oft kommt es jedoch zu dem Missverständnis, dass darunter nur sehr kleine Digicams verstanden werden. Dabei gibt es auch Kompaktcams mit besonders starkem Zoom, die die Größe einer Spiegelreflexkamera erreichen.

Einer der größten Vorteile der Kompaktkamera ist das unschlagbare Preis-Leistungsverhältnis. Schon für 100 € erhält man ein gutes Markengerät. Außerdem: Mit einer Kompaktkamera kann man sofort loslegen, da die Bedienung der meisten Modelle selbsterklärend ist.

Die Kamera sorgt automatisch für die optimalen Einstellungen für die jeweiligen Aufnahmebedingungen. Der Nachteil: Viele Möglichkeiten für fotografische Experimente bietet dieser Kameratyp nicht.

Wichtige Kaufkriterien sind bei diesem Kameratypen die Bildqualität und oft auch die Größe – passt das Modell in die Hosen- oder Hemdtasche? Auch die diversen Möglichkeiten der Dateiübertragung – Kabel, WLAN, Bluetooth – sollte man sich vor dem Kauf ansehen. Im Unterschied zu anderen Kameratypen hat man hier sogar eine große Chance, ein Modell in seiner Lieblingsfarbe zu finden. Kompaktkameras sind in nahezu der kompletten Farbpalette erhältlich! Zu den beliebtesten handlichen Modellen in der Preisklasse um 100 € gehören die Modelle Canon Ixus, Sony Cybershot und Nikon Coolpix.

Für amibitionierte Fotografen: Spiegelreflex, Systemkamera oder Brigdecam?

Wer sich mit der Fotografie beschäftigt und gerne auch etwas mehr Zeit für schöne und anspruchsvolle Bilder opfert, ist mit einer Systemkamera oder Spiegelreflexkamera gut bedient. Beim Kauf muss man in diesem Segment jedoch auf mehr Kriterien achten als nur Auflösung, Megapixel und die verfügbaren Modi mit standardisierten Einstellungen.

Spiegelreflex – Königsdisziplin in der Fotografie

Eine Spiegelreflex bietet dem Fotografen viele Freiheiten und exzellente Bildqualität

Eine Spiegelreflex bietet dem Fotografen viele Freiheiten und exzellente Bildqualität. (Bild: „THE PHOTOGRAPHER“ von Norbert Reimer, Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Eine digitale Spiegelreflexkamera (abgekürzt DSLR) besteht aus dem Kameragehäuse selbst und dem je nach Aufnahmesituation wechselbaren Objektiv. Das „SLR“ in der Abkürzung steht dabei nicht, wie man denken könnte, für Spiegelreflex, sondern für Single Lens Reflex, d.h. Kamera mit einem Objektiv.

Spiegelreflexkameras sind wesentlich teurer, schwerer zu tragen und komplexer in der Bedienung als Kompaktkameras. Fotografieren mit einer DSLR muss man lernen – es gibt eine Vielzahl an Büchern, die die Bedienungselemente einer solchen Cam ausführlich erklären. Dafür erhält man aber viel mehr Entscheidungsfreiheit beim Fotografieren. Je nach Motivorliebe können unterschiedliche Objektive aufgeschraubt werden: Weitwinkel für Landschaftsaufnahmen oder Teleobjektive für Natur- und Tierfotografie.

Der Bildsensor ist im Vergleich zu einer Kompaktkamera bedeutend größer, was die Bildqualität erheblich verbessert. In der Welt der DSLRs binden sich Nutzer sehr stark an eine Marke. Mit der Marke legt man sich auch auf das System bestehend aus Kamera, Objektiv, Blitzgeräten und anderem Zubehör fest. Von Profis werden sehr gerne die Canon EOS Modelle gewählt.

Die handlichere Alternative: Eine Systemkamera

Tragbare Systemkameras bestehen in der Regel aus einem Kameragehäuse, das mit einem Wechselobjektiv versehen ist.

Tragbare Systemkameras bestehen in der Regel aus einem Kameragehäuse, das mit einem Wechselobjektiv versehen ist. (Bild: „Canon FT QL“ von erik Forsberg, Lizenz: CC BY 2.0)

Recht neu in der Welt der Kameras ist die Systemkamera (DSLM). Deren Qualität reicht am ehesten an die der Spiegelreflexkameras heran. Der Unterschied ist, dass die Systemkamera ohne Spiegel arbeitetet. Auch bei diesem Typ kann das Objektiv ausgetauscht werden. Von Größe und Gewicht liegen diese zwischen Kompakt- und Spiegelreflexkameras.

Wem Kompaktkameras zu wenig Möglichkeiten bieten und Spiegelreflexcams zu schwer und unhandlich sind, der findet in der Systemkamera einen guten Mittelweg. Die DSLMs bieten ähnliche viele Einstellungsmöglichkeiten wie die Spiegelreflexkameras. Sie sind mit oder ohne Sucher erhältlich – es kommt ganz darauf an, wo die individuellen Vorlieben liegen. Im Bereich der Systemkamera empfehlen viele Nutzer die Panasonic Lumix Modelle angesichts des guten Preis-Leistungsverhältnisses.

Bridgecams – die Prosumerkameras

Auf den ersten Blick ähnlich zu Systemkameras sind die Bridgekameras. Bei diesem Kameratyp ist das Objektiv fest eingebaut. Auch dieser Typ liegt zwischen der Kompaktkamera und der Spiegelreflex. Bridgekameras verfügen über ein aufwendigeres Zoomobjektiv und werden daher oft auch als Megazoomer bezeichnet.

Zudem bieten sie mehr Einstellungsmöglichkeiten als Kompaktkameras. Prosumerkamera ist eine treffende Bezeichnung für die Bridgekamera, die eine Stellung zwischen Profi- und Consumer-Kameras einnimmt.

Im Trend: Actioncams à la GoPro und Co.

Action Cams sind die idealen Begleiter für einen sportlichen Urlaub.

Action Cams sind die idealen Begleiter für einen sportlichen Urlaub (Bild: DSC_0076 von Actioncam Verleih-MV, Lizenz: CC BY-SA 2.0).

Am meisten Zuwachs erhält seit einigen Jahren die Sparte der Actioncams. Allen voran ist hier der Platzhirsch GoPro, sozusagen das iPhone unter den Actioncams.

Der Besitz einer GoPro ist inzwischen zu einer Art Statussymbol geworden. Zahlreiche YouTube Videos demonstrieren, welche Abenteuer Actionkameras mitmachen. Ob beim Skifahren, Motorradfahren, Mountainbiken oder Surfen – hochwertige Actioncams bringen nahezu jede Sportart unverwackelt rüber. Wer aber denkt, dass nur Abenteuersportler und Individualisten sich eine solche Kamera zulegen, täuscht sich. Mittlerweile ist die Actioncam eindeutig im Mainstream angekommen.

Der Vorteil dieser Kameras ist offensichtlich: Sie sind äußerst robust und können an verschiedensten Halterungen befestigt werden. Anspruchsvolle Bilder mit vielfältigen Modi sind hier allerdings nicht möglich. Vielmehr geht es darum, den Moment festzuhalten.

Wichtige Kriterien beim Kauf einer GoPro sind die Bild- und Videoqualität, die Robustheit der Kamera und die Bedienfreundlichkeit. Einige Modelle sind auch wasserfest. Wer sich nicht sicher ist, kann zunächst eine günstigere Version testen. Von Denver gibt es eine Wifi-fähige, wasserfeste Cam, die für den Anfang gute Dienste tut. Wer in der Oberklasse mitspielen will, findet mit GoPro einen zuverlässigen Begleiter für jedes Abenteuer.

Retro-Kult: Die Sofortbildkamera

So sahen die Urtypen der Sofortbildkamera aus.

So sahen die Urtypen der Sofortbildkamera aus (Bild: Polaroid Instant 10 von Geriax, Lizenz: CC BY-SA 2.0).

Ein Exot unter den Kameras ist die Sofortbildkamera. Als dieser Typ vor Jahrzehnten aufkam, musste jeder eine Sofortbildkamera besitzen. Anschließend verschwand die Sofortbildkamera wieder in der Versenkung.

Inzwischen ist dieser Kameratyp wieder salonfähig und als Gadget sehr beliebt. Das Prinzip der Sofortbildkamera ist ganz einfach: Fotografieren und das Bild sofort ausdrucken. Damit hat man wieder ein auf Papier gebanntes Bild in der Hand, was heutzutage schon fast eine Besonderheit darstellt. Mit diesem Exoten kann man im Alltag und auf Parties viel Spaß haben.

Fazit

Mit der richtigen Kamera und ein bisschen Übung wird Fotografieren zu einem schönen Hobby.

Mit der richtigen Kamera und ein bisschen Übung wird Fotografieren zu einem schönen Hobby. (Bild: „Photographer“ von Vladimir Agafonkin, Lizenz: CC BY 2.0)

Gar nicht so einfach, sich unter den ganzen Kameratypen noch zurecht zu finden. Aktuell sind vielleicht viele von euch auf der Suche nach einer Kamera für den Urlaub. Wer es unkompliziert mag, wird am besten eine Kompaktkamera einpacken. Wenig Platzbedarf, schnelle Fotos und geringes Gewicht machen sie zu einem idealen Urlaubsbegleiter.

Wer sich intensiver mit der Fotografie beschäftigen will, ist mit einer Spiegelreflexkamera gut bedient. Anfängern würde ich aber davon abraten, diese mit in den Urlaub zu nehmen. Es braucht schon einige Zeit, um sich mit der Kamera vertraut zu machen. Da ist es stressfreier, zuhause mit der Kamera zu experimentieren. In den Abenteuerurlaub muss natürlich die GoPro mit.

Gerne auch zusätzlich zur Kompaktkamera – viel Platz nehmen beide Modelle im Koffer nicht weg. Für den Partyurlaub ist eine günstigere Kompaktkamera mit guter Nacht- bzw. Partyfunktion gut geeignet. Witzig ist sicher auch eine Sofortbildkamera.

In diesem Sinne wünschen wir euch viel Spaß beim Fotografieren!



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