PC-Kühlung: so kommt dein Rechner gut durch den Sommer

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Während die Temperatur von Prozessoren im Normalbetrieb bei um die 50° C liegt und beim Zocken schon mal auf ca. 80° C steigen kann, sollte die der Hauptplatine unter Normallast 40° C nicht übersteigen. (Bild: „Milf PC Meltdown“ von darkday, Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Heiße Temperaturen bringen nicht nur dich ins Schwitzen, sondern auch deinen Rechner. Mit den folgenden Tricks vermeidest du das Überhitzen deines Systems.

Kein Wölkchen am Himmel und Temperaturen, die sogar die 30° C-Marke übersteigen sollen: endlich ist Sommer! Jedoch hat auch diese heitere Zeit ihre Schattenseiten, denn Rechner kommen nur schwerlich mit der Hitze zurecht. Schlimmstenfalls segnet ein überhitzter PC sogar das Zeitliche. Wir zeigen dir, wie dein System cool bleibt.

So entstehen kritische Temperaturen an den Bauteilen

Insbesondere die rechnenden Komponenten wie Grafikkarte und Prozessor haben einen großen Anteil an der Hitzeentwicklung innerhalb deines Rechners. Arbeitest du mit leistungsstarker Hardware, saugt diese ordentlich am Netzteil. Daraus entsteht so viel Abwärme, dass du ohne aktive Kühlung nicht arbeiten könntest. Auf immer kleinerer Fläche packen die Hersteller immer mehr Technik: moderne CPUs besitzen gut und gerne mehr als 2 Milliarden Transistoren sowie zahlreiche Leitungen auf einer Fläche von nur einem Quadratzentimeter.

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Die Rechner kommen nur schwerlich mit der Hitze zurecht. Schlimmstenfalls segnet ein überhitzter PC sogar das Zeitliche. (Bild: „Dead Computery“ von Beatrice Murch , Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Unter Volllast entwickeln Bauteile bei dieser hochsommerlichen Hitze gerne mal Temperaturen zwischen 50 bis 80° C. Das kann deinem Prozessor, deiner Grafikkarte oder auch deiner Hauptplatine schaden. Hochwertige Prozessoren haben einen Überhitzungsschutz mit an Bord, der für Leistungsdrosselungen sorgt, wenn die Temperaturen zu hoch steigen. Taktfrequenz und Betriebsspannung werden dabei heruntergeschraubt („Thermal Throttling“).

Läuft jedoch deine Festplatte zu heiß, wird es besonders kritisch: darunter leidet die Magnetisierung, was zu Datenverlust führt.

Während die Temperatur von Prozessoren im Normalbetrieb bei um die 50° C liegt und beim Zocken schon mal auf ca. 80° C steigen kann, sollte die der Hauptplatine unter Normallast 40° C nicht übersteigen. Bei deiner Festplatte wird es bereits ab 50° C kritisch.

Diese Komponenten sind auf Kühlung angewiesen

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Wenn die PC-Kühlung nichts mehr hilft, gibt es nur noch eine Möglichkeit: Ausschalten. (Bild: „Count down to nothing, visions of doomsday“ von Brian Uhreen, Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Der Prozessor bildet die wichtigste Recheneinheit im Computer – ohne ihn geht gar nichts. Die CPU hat viel zu tun: im Normalbetrieb verbraucht sie zwischen 20 bis 30 Watt, unter Volllast können Spitzenmodelle auch schon mal 140 Watt saugen. Verwendest du deinen Rechner und damit deine Grafikkarte für gängige Anwendungen, reicht ein Kühlkörper ohne Ventilatoren.

Hast du jedoch eine schnelle Grafikkarte eingesetzt und daddelst gerne, gehört deine Grafikkarte definitiv zu den aktivsten Stromfressern: High-End-Modelle schlucken bis zu 350 Watt. Hier wird definitiv eine leistungsstarke Kühlung mit großem Kühlkörper und Ventilator nötig.

Auf deinem Mainboard müssen insbesondere Chipsatz und Spannungswandler für die CPU und den RAM gekühlt werden. Einige Hauptplatinen bringen bereits einen kleinen Lüfter auf dem Chipsatz mit. Auch das Netzteil ist auf Kühlung angewiesen.

Ein Verbrauch von 350 Watt ist heute normal, Spitzenmodelle wie der BeQuiet Power Zone CM kommen auf 1.000 Watt. Kein Wunder also, dass Netzteile in aller Regel ein bis zwei Lüfter zur Kühlung mitbringen. Passivnetzteile hingegen werden über einen rückseitig angebrachten Kühlkörper gekühlt und benötigen keine Lüfter.

Los geht’s: So schützt du deinen Rechner vor dem Hitze-Burn-Out

PC-Kühlung: Schütze deinen Rechner vor dem Hitze-Burn-Out.

Schütze deinen Rechner vor dem Hitze-Burn-Out. (Bild: „Server027“ von Am + Mo, Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Durch das richtige Platzieren deines Rechners kannst du schon viel leisten: sorge dafür, dass dein PC frei im Raum stehen kann. Die Lüftungseinlässe im Gehäuse liegen idealerweise frei und sind nicht verdeckt.

Ein Schrank ist der falsche Ort für deinen Rechner, denn hier fehlt es an Luftzirkulation. Nicht nur seitlich solltest du für Abstand zwischen Rechner und Wänden sorgen, sondern auch die Rückseite sollte möglichst frei bleiben: dort befindet sich der Netzteillüfter, der dafür zuständig ist, warme Luft aus dem PC zu blasen. Dass dein Rechner nicht in der prallen Sonne stehen sollte, mag ein banal klingender Tipp sein, jedoch wird das gerne mal übersehen.

Bei Notebooks ist der Standort übrigens besonders kritisch: die Lüftungsschlitze sind sehr klein und dürfen keinesfalls verdeckt werden. Idealerweise verwendest du bei der Arbeit mit dem Notebook im Sommer einen externen Lüfter, sodass der Laptop von außen gekühlt wird. Das CoolerMaster Notepad U3 Plus ist ein gelungener Kühler für Notebooks, da du den Lüfter frei regeln kannst.

Das CoolerMaster Notepal U3 Plus garantiert eine optimale Notebook-Kühlung.

Gehört dein Computer zu jenen Modellen, die ohne Gehäuselüfter ausgeliefert wurden, kannst du einen solchen Gehäuselüfter mit wenigen Handgriffen nachrüsten. Damit verbesserst du den Luftstrom im Gehäuse und entlastest den Lüfter im Netzteil.

Wichtig beim Nachrüsten von Bauteilen ist, dass du die Anordnung sinnvoll gestaltest. Oben haben wir Komponenten aufgezählt, die für sich genommen bereits viel Wärme erzeugen – die solltest du nicht direkt nebeneinander platzieren. Halte die Freiräume so großzügig wie möglich, damit die Luft zirkulieren kann. Verbaust du mehrere Festplatten, sollten diese nicht übereinander liegen.


Apropos Ordnung im Gehäuse: wie steht es um dein Kabelmanagement? Hat das Rechner-Innere Ähnlichkeit mit einem Urwald aus Kabeln, erschwert das die Luftzirkulation ungemein. Kabelbinder und das Ersetzen sperriger Flachkabel durch schmale Rundkabel sorgen für den nötigen Durchzug.

Zur Ordnung gehört auch das Reinigen, denn Staub ist Gift für die PC-Kühlung. Möchtest du Lüfter und Bauteile vom Schmutz befreien, greife bitte nicht zum Staubsauger, der Bauteile beschädigen könnte, sondern zu Druckluftsprays. Es gibt auch Ventilatoren, die einen eingebauten Staubfilter mitbringen; das Putzes des Gehäuses nehmen diese dir aber nicht ab.

Findige Geister könnten auch dem Gedanken verfallen, das Gehäuse zum Kühlen der Komponenten einfach abzuschrauben. Das kann jedoch fatale Folgen haben: das Gehäuse deines Rechners verfügt über bewusst gesetzte Lüftungsschlitze. So transportiert die Strömung die Wärme ideal ab. Diese Strömung kann jedoch nicht mehr funktionieren, wenn du das Gehäuse abschraubst – die Folge: die Lüfter kühlen nur noch eingeschränkt.

Und wenn es zu heiß ist: Rechner ausschalten

An heißen Tagen ist es eine PC-Kühlung notwendig.

Sind die Temperaturen allzu sommerlich, empfiehlt es sich, den Rechner einfach mal auszuschalten. (Bild: „boy at work“ von Giorgio Montersino, Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Sind die Temperaturen allzu sommerlich, empfiehlt es sich, den Rechner einfach mal auszuschalten. Und mal ehrlich: knallt die Sonne dermaßen, fehlt die Konzentration ohnehin und eine Auszeit an der frischen Luft tut gut. Schnappe dir ein paar Freunde, packe dein Smartphone und Bluetooth-Lautsprecher ein, feiert eine Strandparty und gehe erst in den Abendstunden, wenn es wieder etwas abgekühlt ist, an deinen Rechner.


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