Ostern…und schon wieder bringt der Hase die Eier

Warum werden Eier bunt verziert, alle Ecken mit Sträuchern geschmückt und dazu auch noch Hasen und Küken gebastelt? Auf den ersten Blick gibt die Osterzeit so manchem ein Rätsel auf.
Wie der Hase die Eier legt und wer sie wirklich bemalt, erfährst du hier.

So wie Halloween bzw. Allerheiligen das Ende eines Erntejahres feiern, verbergen sich auch hinter den Ostertraditionen „heidnische“ Bräuche. Schon die Bezeichnung „Ostern“ leitet sich vom Namen einer germanischen Frühlingsgöttin „Eostrae“ bzw. einer vergleichbaren babylonischen Gottheit „Ishtar“ ab und lässt durchblicken, dass zu Beginn des Frühlings das Wiedererwachen der Natur und des Lebens als auch das wieder sonnigere Wetter für das bevorstehende Erntejahr gefeiert wurde/wird.

Legt der Hase die Eier?

Man muss kein Geflügelzüchter sein, um zu wissen, dass Hasen keine Eier legen können. Trotzdem werden diese beiden Symbole unverrückbar mit Ostern verbunden. Auch hier ist die Erklärung der Frühlingsbeginn. Hasen sind nach dem Winter wieder häufiger in der Natur zu beobachten. Aufgrund der bekannt schnellen Reproduktionsrate ist der Hase auch ein Symbol für Fruchtbarkeit und Leben. Ähnliche Symbolik kommt z.B. auch Küken und Lämmern zu. Nicht vergessen werden darf das Ei. Es wurde seit jeher als Lebensquell angesehen, was ihm bei der Feier des Frühlings einen besonderen Stellenwert einbrachte.

gefärbte Ostereier

Bemalte Ostereier dürfen beim Osterfest nicht fehlen.

Warum werden Eier angemalt?

Wie erwähnt, waren Ostereier ein Lebenssymbol und wurden bereits vor tausenden von Jahren zu Beginn des Erntejahres von Menschen verziert. Schon die alten Ägypter verwendeten sie gefärbt als religiöse Osteropfer, doch auch in China und Europa kam und kommt dieses Symbol zu Ostern zum Einsatz.

Osterschinken, Osterreindling und Co.

Da ich ein Fan des Osterschinkens bin, wollte ich dieser traditionellen Speise auf den Grund gehen. Mehr als dass es eine Form des Pragerschinkens ist, fand ich leider nicht heraus. Ich könnte mir vorstellen, dass es ein Überbleibsel aus dem Mittelalter ist, wo Bauern während der Steuereintreibung (von wegen zehnter Teil der Ernte und so ;-)) den kostbaren Schinken als Brot tarnten. Die Familie konnte dann ein festliches Ostermahl nach dem kargen Winter abhalten – und ich hab‘ ein Happy End bei meiner erdachten Entstehungsgeschichte.
Gänzlich unbekannt war mir der österliche Rosinenkuchen, der sicher mit dem Kärntner Osterreindling „verwandt“ ist. Welche Osterbräuche oder -speisen kennst Du?