Mit diesen Tipps sparst du Energie im Home Office

Strom sparen im Home Office leicht gemacht - wir haben für Dich die besten Tipps.

Strom sparen im Home Office leicht gemacht – wir haben für Dich die besten Tipps. (Quelle: „Setup oktober 2008“ von Jaap Stronks, Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Drucker und Monitor auf Standby, Rechner im Dauerbetrieb: das Home Office kann zum Stromsauger werden. Die folgenden Tipps helfen dir beim Energiesparen.

Mythen versus Wirklichkeit

Viele Mhyten rund um den Stromverbrauch des Computers können mittlerweile widerlegt werden.

Viele Mhyten rund um den Stromverbrauch des Computers können mittlerweile widerlegt werden. (Quelle: „Schalter einer Mehrfachsteckdose“ von Wikipedia, Lizenz: CC BY-SA 3.0)

Es haben sich so einige Mythen eingeschlichen, die angeblich beim Stromsparen helfen sollen. Beispielsweise der gute alte Bildschirmschoner: er soll beim Energiesparen helfen. Macht er aber nicht. Gerade auf TFT-Displays sind Bildschirmschoner lediglich eine Farce; sie sind entweder absolut wirkungslos oder verbrauchen sogar zusätzliche Energie. Drückst du hingegen einfach das Knöpfchen zum Ausschalten des Monitors, verbraucht er nur noch sehr wenig Strom.

Häufig ist auch zu hören, dass das Aus- und Einschalten letztlich mehr Energie brauchen würde als der Dauerbetrieb. Wieder so ein Mythos! Das Ein- und Ausschalten benötigt nur sehr wenige Betriebssekunden, sodass sich das Ausschalten schon bei kleinen Arbeitspausen rentiert. Auch vernimmt man des Öfteren, dass das Ein- und Ausschalten des Rechners die Festplatte zerstören würde. Im Schnitt sind 3,5″-SATA-Festplatten für Desktop-PCs auf 50.000 Start-Stopp-Zyklen ausgelegt; Notebook-Platten halten üblicherweise mehr stand. Heißt: wenn du an 230 Arbeitstagen pro Jahr deine Platte täglich 20 Mal startest, kommst du binnen fünf Jahren auf lediglich 23.000 Starts. Den Mythos der zerstörten Festplatte kannst du dahin packen, wo er hingehört: in die Mottenkiste.

Energiesparen beginnt beim Kauf

Die neuesten Computer sehen nicht nur gut aus, sie sind auch um einiges stromsparender.

Die neuesten Computer sehen nicht nur gut aus, sie sind auch um einiges stromsparender.

Der Röhrenmonitor hat im Home Office ausgedient und das ist nicht nur hinsichtlich des Komforts gut so, sondern auch bezüglich des Energieverbrauchs. Moderne Monitore sind deutlich sparsamer; LCD-Flachbildschirme mit LED-Backlight sparen am kräftigsten. Kleinere Monitore sind grundsätzlich sparsamer als überdimensioniert-große Bildschirme, aber das kann nicht immer berücksichtigt werden. Arbeitest du etwa als Grafiker, ist die Displaygröße natürlich ein wichtiges Kriterium. Achte auch auf die Einstellungen bei deinem Monitor: ein zu hell eingestelltes Display saugt deutlich mehr Energie. Beim Kauf kannst du bereits darauf achten, dass ein Helligkeitssensor inklusive ist. Dieser sorgt dafür, dass der Monitor in seiner Helligkeit automatisiert an das Umgebungslicht angepasst wird.

Beim Kauf eines Rechners ist es wichtig, zunächst die eigenen Ansprüche genau zu hinterfragen. Nutzt du deinen Rechner vorrangig für Schreibarbeiten und zum Surfen? Dann kannst du auf eine Grafikkarte mit extremer Leistung gut und gerne verzichten, denn die zieht ordentlich Strom. Ein Notebook verbraucht übrigens im Schnitt 70 % weniger Energie als ein herkömmlicher PC. Auch hier existieren sehr leistungsstarke Modelle; bei heutigen Laptops musst du auf Komfort nicht mehr verzichten.

Bist du zusätzlich auch Zocker und kannst auf hohe Grafikleistungen nicht verzichten, kann deine Überlegung auch in Richtung Zweitrechner gehen: einen leistungsschwächeren für die Schreib- und Surfarbeiten und einen leistungsstarken zum Zocken. Zugegeben: das ist erst mal mit höheren Anschaffungsausgaben verbunden. Der Energieverbrauch macht sich jedoch bald schon auf deinem Konto bemerkbar, sodass sich die doppelte Anschaffung lohnt. In unserem Conrad-Shop findest du neben den neuen Modellen auch Vorführ- und Gebrauchtware, wie hier beispielsweise gebrauchte Notebooks. So reduzierst du den Anschaffungspreis und die Energieeinsparungen machen sich noch schneller bemerkbar.

Hast du das große Glück, in einem schönen, lichtdurchfluteten Home Office zu arbeiten, brauchst du deine Schreibtischleuchte eher selten. Es macht Sinn, über eine Lampe mit Dimmer nachzudenken, denn es ist verschwenderisch, die volle Lampenleistung auszunutzen, ohne sie wirklich zu brauchen. Ob Decken- oder Schreibtischlampe: ein Dimmer hilft, Strom zu sparen.

Sinnvoll ist auch der Kauf von Kombigeräten. Druckst, scannst und kopierst du im Home Office, ist es ratsam, ein entsprechendes Multifunktionsgerät zu kaufen. Laserdrucker fressen grundsätzlich mehr Strom als Tintenstrahldrucker. Genügt dir die Qualität eines Tintenstrahldruckers, lohnt sich die Anschaffung. Vorsicht ist bei einigen Tintendruckern jedoch geboten: startest du den Drucker nach dem Ausschalten neu, wird der Druckkopf mit Tinte gespült. Erkundige dich im Zweifel beim Hersteller deines Druckers, ob der Tintenverbrauch womöglich höher ist als die Stromersparnis. Wenn nicht, schalte auch deinen Drucker aus, wenn du ihn nicht benötigst.

Energielabel sollen beim Sparen helfen

Die Energielabel können Dir helfen einzuschätzen, wie viel Strom dein Gerät tatsächlich verbraucht.

Die Energielabel können Dir helfen einzuschätzen, wie viel Strom dein Gerät tatsächlich verbraucht. (Quelle: Wikimedia, Lizenz: CC0 1.0 Universal)

Die EU setzt Energielabel ein, um Verbraucher über den Stromverbrauch des jeweiligen Geräts zu informieren. Mit farblichen Kennzeichnungen und Buchstaben soll auf einem Blick ersichtlich sein, wie effizient die Geräte mit Energie umgehen. Mehr über die Farbkennzeichen erfährst du bei Wikipedia. 100-prozentig solltest du dich darauf jedoch nicht verlassen. Im März 2014 berichtete Deutschlandfunk über Stichproben, die Verbraucher- und Umweltverbände in Deutschland genommen haben, um die Richtigkeit dieser Angaben zu überprüfen. Leider fehlten die Auszeichnungen häufig oder die Angaben waren nicht korrekt. In jeder Beschreibung von PCs, Monitoren oder Multifunktionsgeräten, auch bei PC-Komponenten wie der Grafikkarte findest du jedoch konkrete Zahlen vor. Ein Blick zusätzlich darauf gibt dir wertvolle Anhaltspunkte über den tatsächlichen Stromverbrauch.

Auch auf das Label „Blauer Engel“ kannst du setzen. Geräte, die dieses Label tragen, bestehen aus recyclebaren Materialien und verbrauchen bis zu 75 % weniger Energie als andere handelsübliche Geräte. Energiesparende Monitore erkennst du am Energy Star-Label, das die amerikanische Umweltschutzbehörde für Elektrogeräte vergibt, die mit Energieeffizienz punkten.

Weitere Tipps zum Senken des Stromverbrauchs im Home Office

Ein paar Tipps wie Du ganz leicht zuhause Strom sparen kannst.

Ein paar Tipps wie Du ganz leicht zuhause Strom sparen kannst. (Quelle: Pexels, Lizenz: Creative Commons Zero)

Ob du dein Home Office mit modernen Stromspargeräten ausgestattet hast oder nicht: die folgenden Tipps helfen dir dabei, aktiv Strom zu sparen.

  • Schließe deine Geräte an einer Steckerleiste mit Netzschalter an. Nach dem Betrieb trennst du alles mit einer Handbewegung vom Netz und machst Stromfressern den Garaus.
  • Tintenstrahldrucker gehören nicht mit in diese Steckerleiste. Sie sollten nicht vom Netz genommen werden, auch wenn sie selbst im abgeschalteten Zustand etwas Strom ziehen. Denn nach jedem Trennen vom Netz führen Tintendrucker eine Düsenreinigung durch, die nicht nur Tinte, sondern auch extra Strom kostet.
  • Schalte ein Gerät immer nur dann ein, wenn du es wirklich benötigst. Anschließend wird es wieder ausgeschaltet.
  • Nutze die Energiespar-Funktionen deines Rechners. Machst du Pause, kannst du gerne das komplette System herunterfahren. Ist das nicht möglich oder nicht gewollt, kannst du Computer und Bildschirm immerhin in den Ruhemodus versetzen. Unter Windows findest du diese Einstellungen in der Systemsteuerung im Menü „Energieoptionen“. Es ist empfehlenswert, den Monitor nach einer Viertelstunde und den Rechner selbst nach 20 Minuten eine Pause zu spendieren und in den Ruhemodus zu versetzen.

Mit diesen Tipps reduzierst du einen Stromverbrauch und schonst dadurch deinen Geldbeutel. Hast du noch weitere Tipps für uns? Verrate es uns in den Kommentaren und auf Facebook!


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