LG G2: Das neue Smartphone-Flaggschiff

Während ich in Berlin auf der IFA war, hatte ich natürlich auch einen Termin bei LG in deren Halle. Ich bekam zwar mit, dass da jemand ein neues Android-Smartphone vorstellte, aber angesichts der bisher von LG gebrachten Geräte wandte ich mich lieber den TVs und den neuen Geräten im Audio/Video-Segment zu. „Wird schon wieder ein nettes Smartphone sein.“ waren sinngemäß mein Gedanken. Das sollte sich dann bei der anderen wichtigen Messe in meinem Kalender – der Futura in Salzburg – ändern. Gut, ich gebe gleich vorneweg zu: ich bin eigentlich ein Apple-Fan. Mein iPhone und mein iPad sind für mich tägliche Begleiter, ich hatte weder mit dem einen noch mit dem anderen Gerät ein Problem, und bin zudem zufrieden mit Performance und Useability des iOS. Selbst iOS7 macht mir Spaß und gefällt mir. Einzig die letzte Produktvorstellung von Apple hat mich enttäuscht. Ich war zwar von vornherein sicher, dass es eben kein Billig-iPhone geben kann bei einer sich selbst als „Premium“ definierten Marke, und war entsprechend auch nicht so wie viele andere enttäuscht. Dennoch hat mich die fehlende Innovationsfreude beim 5c bzw. 5s etwas enttäuscht. Ich hätte mir bei beiden Units mehr erwartet. Vor allem mehr Greifbares. Ja, gut der 64Bit-Prozessor im 5s ist cool, und auch sonst sind die technischen Daten nicht unspannend, aber trotzdem fehlt mir was.

Doch es soll ja in diesem Blogbeitrag nicht um die neuesten Entwicklungen von Apple gehen, daher zurück zum Thema! Wie gesagt war ich keine 2 Wochen nach der IFA in Salzburg bei der Futura. Diese Messe ist sozusagen die Minivariante der IFA und dient mir und meinen Kollegen um abzusichern und zu klären, was von den in Berlin gesehenen Produkten nun wirklich in Österreich wann ankommen wird. Natürlich war ich wieder bei LG am Stand, und da ich auf meine Ansprechpartner etwas warten musste, schaute ich mich in Ruhe um. Etwas versteckt standen auf einem Ständer die LG G2 Smartphones, also mal hin und angreifen.

Rückseite LG G2

Die Rückseite des LG G2

Instinktiv griff ich dabei zum LG G2 32 GB und suchte mal nach einer Taste zum Aktivieren. Irgendwann endlich ertastete ich den Wippschalter auf der Rückseite, und mein erster Gedanke war „Spannend, keine Tasten vorne oder seitlich. Auf der Rückseite nur noch eine Wippe und mittig ein Ein/Aus-Schalter.“. Damit war mal mein Interesse geweckt, und ich habe mir das gute Teil etwas genauer angesehen…

Das Nächste, was mir im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge stach, war das Display: sehr hell, sehr gut lesbar und in FullHD (1920 x 1080 mit einer Pixeldichte von 423ppi) ausgeführt. Also hab ich gleich mal in den Fotomodus geschalten, und erlebte meine nächste Überraschung: 13 Megapixel extrem fein aufgelöst bei 4:3-Fotos, bzw. 8 Megapixel bei 16:9 machen richtig Spaß.

LG G2 Frontansicht

Frontansicht LG G2 in Schwarz

Der Autofokus ist superschnell in seiner Leistung, und durch die Bedienung mittels Wippe auf der Rückseite war das Auslösen komplett wackelfrei. Auch hier der nächste angenehme „Aha-Effekt“: super schnell war das Foto erledigt, Auslöser und anschließende Anzeige des gemachten Bildes gingen extrem schnell. Also mal auf die inneren Werte geschaut: Quadcore-Prozessor (Snapdragon 800) mit 2,3GHz und 2GB RAM werken im LG G2. Damit lässt sich sogar in einem laufenden FullHD-Video absolut ruckelfrei rein- und rauszoomen.

In der Zwischenzeit waren meine Ansprechpartner von LG bei mir, und so kamen natürlich ein paar Fragen meinerseits zum G2 auf. Die Akkuleistung war für mich natürlich das erste Thema, da ja Quadcore und helles Display normalerweise ihren Tribut fordern. Und auch hier wurde ich gleich mal überrascht: im LG G2 werkt ein 3.000mAh-Akku mit neuester SiO+ Technologie. Laut Herstellerangaben soll damit ein Arbeiten ohne Laden für einen Tag gewährleistet sein, verzichtet man auf WLAN und Bluetooth, dann sind mehr als ein Tag drinnen. Im StandBy-Modus (aber wer hat den schon bei einem Smartphone???) sollen ein paar Tage Akkulaufzeit drinnen sein. Also musste ich mir was anderes einfallen lassen, um endlich eine Schwäche zu entdecken. „Warum sollte ich mir ein G2 und kein neues iPhone kaufen?“ war daher die nächste Frage. Zuerst mal ein verdutztes Gesicht bei den Mitarbeitern von LG, dann begannen sie mit technischen Daten (die oben erwähnten RAM, Prozessor, etc.) zu argumentieren.

LG G2 in Weiss

LG G2 in Weiss

Nett dachte ich mir, aber technisches Innenleben eines Smartphones ist immer relativ, denn kaum ist eines neu am Markt mit massig Benchmark-Werten wird es auch gleich mal wieder von einem anderen Hersteller übertrumpft. Daher stelle ich meine Frage neu, und meinte noch dass innere Werte nur für einige Kunden, niemals aber für den Großteil absolut kaufentscheidend sind. Wieder ein wenig verdutzte Gesichter, und endlich ging es um Useability, Haptik und vor allem um Benutzung. Das vollständige Datenblatt mit allen technischen Daten findet ihr übrigens hier als pdf.

Das Erste, was auffällt beim LG G2: wenn es im entsprechenden Case eingesetzt ist, bleibt auf der Front eine kleine Aussparung in der man bspwse. sich die Uhrzeit anzeigen lassen kann. So was kennen viele schon von Samsungs Galaxy-Range, weshalb ich mir zuerst dachte „Ja, kennen wir. Wieder was kopiert.“ LG hat hier aber eine neue Funktion spendiert: wird man angerufen, dann braucht man die Schutzhülle nicht öffnen, sondern kann mittels dem kleinen Fenster auf der Front abheben, und dann lostelefonieren. Nettes Feature, wie ich denke. Viel mehr aber gefällt mir der „Gast-Modus“ beim LG G2: wie oft gibt man sein Telefon jemand anderen um bspwse. Fotos ansehen zu lassen. Oder wie oft schnappt sich die eigene Tochter oder der eigene Sohn plötzlich das Handy und fuhrwerkt spaßig mit diesem herum? Zumindest meine 3jährige Tochter tut dies liebend gerne! Genau dafür wurde bei LG der Gast-Modus eingeführt. Gibt man das Smartphone jemand anderem, kann man diesen per Schnellzugriff aktivieren, und es kann nur noch auf die vorher definierten Funktionen zugegriffen werden. Anders gesagt: wenn ich will dass jemand anderes nur Fotos schauen kann, und sonst keine andere Funktion ausführen kann, dann stell ich das einmal ein, und aktiviere den Modus sobald ich das Smartphone aus den Händen gebe.

In der Zwischenzeit sind mit Herumprobieren, Austesten, Kopfhörer anschließen und Musik hören, und und und fast 35 Minuten vergangen, und ich konnte immer noch keinen echten Stolperstein oder etwas, das mich wirklich massiv stört finden. Einzig, dass dieses Smartphone nicht iPx-irgendwas ist, war ein Thema. Aber das ist das iPhone auch nicht. Letzter Angriff daher: „Wie viel wird das gute Ding kosten?“, fragte ich in der Erwartung, dass nun mindestens € 700,– genannt werden.

Seitenansicht LG G2

Seitenansicht LG G2

Denkste: es soll um 549,– 519,– bzw. 599,– 559,– (je nach internen Speicher) kosten. Okay, damit ist mein Repertoire an Argumenten „Warum das Ding jetzt doch nicht so toll ist“ erschöpft. Technik gut, Useability super, Innovativ und eben nicht einfach nachgemacht und dazu ein mehr als nur fairer Preis: was will man mehr?

Funktionen und Technik wie NFC, WLAN a/b/g/n, GPS und GLONASS, WiFi direct bzw. DLNA sind eher State of the Art, und daher für mich so oder so Standard (ja, okay Apple hat einiges davon nicht…). Was mir dagegen noch gut gefällt – auch wenn es leider immer noch zu oft Zukunftsmusik in Österreich ist: LTE bzw. eine Downloadrate im 3G-Modus von 42MBit/s. Zwar immer vorausgesetzt, dass die Netzabdeckung dies zulässt, aber dies sollte ja in den kommenden Monaten immer besser werden.

Fazit: ich bin im Moment schwerst am Überlegen, ob ich in den kommenden Wochen mein iPhone 4s gegen das LG G2 ersetzen werde. Bisher dachte ich, dass ich mir zu Weihnachten das iPhone 5 (ohne „s“ und ohne „c“) leisten werde, nun neige ich doch zu einem Androiden. Auch in der Hoffnung, dass Apple in spätestens einem Jahr endlich wieder ein „next big thing“ präsentieren wird. So etwas wie das LG G2 wäre andenkenswert. Aber das ist Sache der Jungs und Mädels in Cupertino, und nicht mein Problem 🙂


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3 Kommentare

  • REINISCH sagt:

    Es muss mal erwähnt werden egal wer schreibt es sei ein fairer Preis, PREISE ab 400,-€
    sind meist die Hälfte des Monatseinkommen, was soll fair sein?
    mfg Reinisch

    • Ralph sagt:

      Hallo Karl!
      Wir sprechen hier von High-Tech mit aktuellsten Komponenten und aktuellster Technik. Hierfür sind – gemessen an den Preisen anderer Hersteller oder gemessen an den Preisen vergangener Jahre – die von mir genannten voraussichtlichen Verkaufspreise durchaus als „fair“ zu bezeichnen.

  • manuel sagt:

    Ich kann in dieser Preisklasse (ok, ein bisschen teurer ist es schon)nur das ASUS PadFone 2 empfehlen !
    Ein Wahnsinns Gerät ! Smartphone mit sehr guter Ausstattung, leicht, gut zu bedienen
    …und dazu ein Tablet wo man einfach das Telefon reinschiebt und alles auf dem Tab hat !
    Genial !!!

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