Heute in 100 Jahren: unsere Zukunft

Foto: Welt in 100 Jahren (CC0 1.0)

Hawking empfiehlt Menschen das Auswandern

Als einer der bekanntesten Forscher der Welt macht sich Stephen Hawking riesige Sorgen um unseren Planeten. Er warnt, dass unsere schöne Erde durch Klimaveränderungen, Einschläge durch Asteroiden, Epidemien oder Bevölkerungswachstum unbewohnbar sein könnte.

Die BBC zitiert Hawking, der uns anrät, auf Planetenentdeckungsreise zu gehen. Denn in 100 Jahren siedelt die Menschheit idealerweise um – die Erde selbst ist zerstört. Es ist nicht das erste Mal, dass Hawking der Menschheit das Auswandern empfiehlt. Erst im November 2016 berichtete Independent über Hawkings Sorgen, allerdings sprach der Forscher seinerzeit von 1000 Jahren.

Leben wir in 100 Jahren auf dem Mars?

Hawking hat sich natürlich auch Gedanken darüber gemacht, wohin wir umsiedeln sollten. Im November empfahl der Astrophysiker, Kolonien auf dem Mars aufzubauen. Diese Kolonien könnten sich selbst versorgen. Allerdings kann es noch Jahrzehnte dauern, bis eine Besiedlung nur denkbar ist. Wenngleich der Mars sogar für die NASA interessant ist, existieren noch keine konkreten Pläne.

Foto: Mars Frontier colony (CC BY 2.0)

Hawking wäre nicht Hawking, wenn er nicht über unser Sonnensystem hinaus denken würde. Er zeigt sich Plänen sehr zugetan, bei denen unbemannte Mini-Raumschiffe mittels Laserstrahlen zu Sternen geschossen werden, die Lichtjahre entfernt sind. Der russische Milliardär Yuri Milner initiiert diese Breakthrough-Initniative. Es soll zum unserem Sonnensystem nächstgelegenen Sternensystem gehen: Alpha Centauri.

Interstellares Reisen – alles andere als leicht

Alpha Centauri ist sagenhafte 4,3 Lichtjahre entfernt. Bei aktueller Technologie bräuchte eine Sonde 30.000 Jahre, um zu dem Sternensystem zu reisen – viel zu lange für ein Menschenleben! Mit Laserschub allerdings verkürzt sich die Reisedauer auf 20 Jahre. Immer noch lang, aber wir Menschen würden unsere Ankunft noch erleben.

Selbst dann ist das Reisen in 100 Jahren noch schwer: Laser müssten auf das zu beschleunigende Raumschiff ausgerichtet sein, welches sich bereits im Weltall befindet. Ein riesiges Segel zum Auffangen der Laserstrahlen wäre notwendig, damit das Laserlicht reflektiert wird. Die Photonen übertragen dabei einen Impuls aufs Segel, was das Raumschiff beschleunigt.

Man bedenke die gigantische Leistung, die dafür nötig ist: Ultraleichte unbemannte Sonden bräuchten die Power von zirka 50 Atomkraftwerken. Bemannte Raumschiffe würden tausende von Kraftwerke nötig machen. Aus der Traum? Warten wir es lieber ab, denn findige Wissenschaftler finden womöglich irgendwann Antriebstechniken, die das interstellare Reisen erleichtern.

Die Erde in 100 Jahren – wirklich unbewohnbar?

Was brauchen wir zum Leben? – Nehmen wir an, Hawkings Ängste um Epidemien, Umweltkatastrophen und Überbevölkerung seien ausgeräumt, dann benötigen wir Nahrung, Wohnraum und medizinische Versorgung. Der Konzern Samsung hat für seinen Future Living Report (PDF) diverse Experten, darunter Städteplaner, Architekten und Raumfahrtwissenschaftler, eingeladen, sich Gedanken zu machen.

Dieser Report zeichnet ein Bild von der Menschheit in 100 Jahren. Architektur und Technologie sind große Themen in dem Report, aber auch der Alltag der Menschheit wird thematisiert. Um der immer größer werdenden Bevölkerung gerecht zu werden, braucht es innovative Lösungen, die der Report gefunden haben will.

Architektur & Technologie in 100 Jahren

Gerade der Städtebau wird – im wahrsten Sinne des Wortes – groß verändert: Super-Hochhäusern gehört die Zukunft. Es wird aber nicht nur in die Höhe gebaut, sondern auch in die Tiefe. Man stellt sich Gebäude mit bis zu 25 Stockwerken unterirdisch vor. Da jedoch rund 70 Prozent der Erde mit Wasser bedeckt sind, müssten auch Unterwasser-Städte ermöglicht werden.

Neue Technologien können wir von heutigen bereits gut ableiten. So wird der 3D-Drucker eine riesige Bedeutung einnehmen: ganze Städte könnte man drucken und dem weltweiten Hunger mit gedruckten Mahlzeiten Herr werden. Laut der Studie wandelt sich auch die Arbeitswelt. In 100 Jahren arbeiten wir alle von daheim aus. Hologramme erlauben Meetings, ohne dass jemand das Haus verlassen müsste.

Für das Umweltproblem werden in 100 Jahren ebenfalls entsprechende Technologien bereitstehen. Plastikmüll wird bei Reinigungsmitteln beispielsweise vermieden, indem immer mehr Maschinen wartungsfrei werden. Sie reinigen und reparieren sich einfach selbst.

Und wir Menschen? Wir sparen uns einfach den Gang zum Arzt. Laut dem Report werden sogenannte „medi-ports“ existieren, die wir bei uns zu Hause haben werden. Diese scannen unseren Körper auf Krankheiten. Eine digitale Diagnose macht dann entweder Medikamente notwendig oder lässt eine ferngesteuerte OP organisieren. Eine sehr abgefahrene Vorstellung, oder?

Laut Future Living Report werden wir das fliegende Auto, worauf wir so heiß sind, übrigens doch nicht brauchen. Jeder hat seine eigene Drohne, die so stark ist, dass sie sogar dein Haus von A nach B transportieren kann.

Heute in 100 Jahren: wie willst du leben?

Besiedeln wir andere Planeten und reisen 20 Jahre dorthin? Oder bleiben wir auf der Erde und ernähren uns aus dem 3D-Drucker? Wie leben wir wohl in 100 Jahren? Was denkst du:

Hat Hawking Recht und die Erde ist nicht mehr lebenswert? Oder reißen wir das Umwelt-Ruder noch mal rum und können hier bleiben? Wenn ja: bekommen wir das fliegende Auto oder hat jeder seine persönliche Drohne? Was orakelst du noch herbei? – Komm mit uns ins Gespräch und diskutiere mit unseren Facebook-Fans!


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