Heizungssteuerung für mehr Wohnkomfort

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Eine sinnvoll ausgewählte Heizungssteuerung erhöht durch wohltemperierte Räume nicht nur deinen Wohnkomfort, sondern du sparst auch noch bares Geld. Wie du bedarfsorientiert heizt, dadurch die Kosten senkst, welche Systeme existieren und weitere Tipps und Tricks verraten wir dir heute.

Bedarfsorientiertes Heizen

Das Ziel der modernen Heizungssteuerung ist klar: die Heizung soll den eigenen Bedarf decken. Das kann im Tagesablauf folgendes bedeuten:

  • 6.30 Uhr – aufstehen: im Schlafzimmer ist es noch nächtlich-kühl, das erleichtert das Aufstehen. Im Badezimmer hingegen ist die Heizung bereits vor einer halben Stunde angesprungen, damit du nach der morgendlichen Dusche nicht frierst.
  • 12.00 Uhr – mittags: im Hochsommer ruht die Heizung selbstverständlich, ab einer bestimmten und voreingestellten Temperatur allerdings darf es wohlig warm werden. Während die Mittagsstunden an Werktagen ruhig auch in der Wohnung kühl bleiben dürfen, da niemand daheim ist, wird die Heizung am Wochenende so eingestellt, dass keiner am Mittagstisch friert.
  • 15.00 Uhr – Nachmittag: siedendheiß fällt dir ein, dass du das Fenster im oberen Stockwerk vergessen hast. Deine clevere Heizung jedoch weiß das längst und verzichtet drauf, sinnlos Energie zu verpulvern. Das Zimmer ist definitiv kalt, wenn du nach Hause kommst, jedoch war deine Heizung intelligent genug, das offene Fenster zu erkennen und ausgeschaltet zu bleiben.
  • 18.00 Uhr – früher Abend: Feierabend steht an, und während du dich auf den Heimweg machst, ist deine Heizungssteuerung in den kühlen Monaten damit beschäftigt, die Räume auf deine Wohlfühltemperatur zu bringen.
  • 22.00 Uhr – ab ins Bett: dafür ist die Heizung im Schlafzimmer längst kalt, um Kopfweh in der Nacht zu vermeiden. Während du das Wohnzimmer verlässt und keinen Finger dabei rührst, schaltet sich die Heizung nun auch hier automatisch aus.

Wege zum bedarfsorientierten Heizen

Bedarfsorientiertes Heizen bedeutet also: die Heizungssteuerung wird so reguliert, dass die Räume bezüglich ihres Wohnzweckes, abgestimmt auf Jahres- und Tageszeit, individuell temperiert sind. Um das zu erreichen, gibt es verschiedene Wege:

  • Zeitschaltuhren: Die Heizungssteuerung per Zeitschaltuhr sorgt fürs Heizen zu individuell festgelegten Zeiten. In aller Regel wiederholt sich der vordefinierte Intervall alle 24 Stunden. Es gibt allerdings auch Zeitschaltuhren, die es erlauben, einzelnen Tagen unterschiedliche Schaltzeiten zuzuweisen. Jahresschaltuhren erlauben sogar das Erkennen von Feiertagen oder das Programmieren von Urlaubszeiten, in denen die Heizung anders geregelt wird als an normalen Werktagen.
  • Gebäudesteuerung: Auch bestehende Gebäude lassen sich nachträglich automatisieren – mithilfe der Gebäudesteuerung. Bei dieser Variante steuerst du die Technik deines Gebäudes an einer zentralen Stelle, für gewöhnlich über eine App auf deinem Smartphone. Mehr Individualität geht kaum: du kannst einzelnen Räumen Temperaturen zuweisen, Zeiten bestimmen, in denen die Heizung aus- oder eingeschaltet ist, und du kannst Reaktionen für Sonderfälle wie einem versehentlich geöffneten Fenster vordefinieren. Keine andere Art der Heizungssteuerung ist so effizient, da hier verschiedene Gebäudekomponenten aufeinander abgestimmt werden. Beispielsweise regelt die Gebäudesteuerung selbstständig die Heizung herunter, wenn die Jalousien sich ab einer bestimmten Temperaturgrenze schließen, um eine kühlere Raumtemperatur zu erreichen.
  • Sonsoren & Fühler: Eine weitere Möglichkeit ist es, die Heizungssteuerung mit Sensoren und (Außen- oder Innen-)Fühlern zu verbinden. Hier kommen Temperaturfühler genauso in Frage wie das Koppeln der Heizung mit einer Wetterstation. Du machst deine Heizungssteuerung damit beispielsweise wetterabhängig: ein Außenfühler berichtet, dass es Zeit fürs Heizen ist, um deine Wohlfühltemperatur pro Raum zu erreichen. Vermeldet die Wetterstation für den heutigen Tag Kälte, wird die Heizung angeworfen.

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Praktisches Beispiel zur Heizungssteuerung

Du siehst: viele Wege führen ins wohltemperierte Zuhause. Zuweilen existieren auch Kombinationen. Das sei am Beispiel des Raumthermostats eQ-3 erklärt:

Der Energiesparregler wird als 3er Set geliefert. Du kannst sieben Schaltzeiten pro Tag einrichten und alle Informationen vom Display ablesen. Wahlweise nutzt du die vorprogrammierten Heiz- und Absenkphasen oder du richtest dir diese Phasen individuell ein. Kernelement des Geräts ist ein Ventil, das den Wärmezustrom am Heizkörper steuert.

Dieses Heizkörperthermostat ermöglicht Temperatureinstellungen zwischen 5 bis 29,5° C. Eine Nachtabsenkung nimmt Rücksicht auf den Wunsch vieler Menschen, des nachts wenig bis gar nicht zu heizen. Die Fenster-auf-Funktion vermeidet, dass bares Geld zum Fenster hinausgeworfen wird: ist ein Fenster nicht geschlossen, bleibt das Heizen aus, keine Energie wird verschwendet.

Eine Urlaubsfunktion macht es möglich, dass du im Urlaub, wenn niemand daheim ist, nicht umsonst heizt. Andersherum sorgt die Boost-Funktion dafür, dass das Heizungsventil für fünf Minuten komplett geöffnet wird, wodurch das Zimmer in Kürze angenehm warm wird. Eine Tastensperre verhindert bei all dem ein versehentliches Ändern bestehender Einstellungen, etwa durch Kinder oder Haustiere.

Sommer- und Winterzeit sind dem Thermostat bekannt, genauso wie Heizpausen, die du mit wenigen Handgriffen aktivieren kannst. Der integrierte Verkalkungsschutz sorgt für Langlebigkeit. Diese Heizungssteuerung ist schnell nachgerüstet: ohne ins Heizungssystem eingreifen zu müssen, kannst du das Thermostat auf alle gängigen Heizkörperventile montieren.

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Heizungssteuerung spart bares Geld

Vergesslichkeit und Bequemlichkeit: wenn wir ganz ehrlich sind, sind das doch die Hauptgründe, warum wir bares Geld zum Fenster herauswerfen – zumindest, wenn es ums Heizen geht. Denn häufig wird die Badezimmerheizung nach dem Duschen doch nicht sofort heruntergeregelt. Und obwohl niemand daheim ist, dem ein aufgeheizter Raum etwas bringen würde, blubbert auch die Wohnzimmerheizung ganztags, weil abends ein gewärmter Raum für gemütliche Feierabendstimmung sorgen soll.

Würden wir manuell dafür sorgen, dass alle Räume bedarfsgerecht geheizt werden, brächte das einen gigantischen Zeitaufwand mit sich. Und eine sehr geringe Fehlertoleranz, denn mit nur einem versehentlich offen gelassenem Fenster sind alle Bemühungen dahin.

Eine automatische Heizungssteuerung mit System hingegen setzt das einprogrammierte Zeitschema ohne Zutun durch. Alle Räume sind rechtzeitig auf Wunschtemperatur geheizt – und unbeheizt, wenn keine Wärme gebraucht wird. Ein Auskühlen von Räumen und damit einhergehend mögliche Schimmelbildung kann genauso verhindert werden wie ein Zuviel an Heizkraft. So effizient kann niemand manuell agieren – also überlassen wir die Heizungssteuerung doch Systemen, die es besser können.

Rechenbeispiel für die Heizungssteuerung

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Die Stiftung Warentest hat kalkuliert: senkst du die Raumtemperatur in deinem Zuhause um lediglich ein Grad, kannst du zwischen sechs bis acht Prozent der Heizkosten sparen. Bei einem Grad weniger friert sicher niemand. Hier haben programmierbare Thermostate definitiv die Nase vorn: die Temperatur wird immer dann reguliert, wenn ohnehin niemand zuhause ist. Zum Feierabend hin steigen die Temperaturen im Haus dann wieder.

Fazit Heizungssteuerung

Zeit und Energie sparen und gleichzeitig den Wohnkomfort erhöhen: eine Heizungssteuerung hat nur Vorteile. Natürlich kostet eine gute Heizungssteuerung auch. Wie jedoch die Stiftung Warentest errechnet hat, amortisiert sich die Anschaffung extrem zügig.

Bei einem Sparpotenzial von sechs bis acht Prozent bei nur einem Grad Senkung kannst du dir ausrechnen, wie viel eine automatische Heizungssteuerung einspart, die darauf achtet, in Abwesenheit der Bewohner die Heizungen komplett herunter zu regulieren.


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