Gegen Kabelsalat: Kopfhörerkabel richtig aufwickeln

Kabelsalat kann richtig nervig sein!

Kabelsalat kann richtig nervig sein! (Bild: Untitled von Gavin Schaefer, Lizenz: CC BY-SA 2.0).

Wir zeigen dir wie man Kabelsalat und den daraus entstehender Kabelbruch durch einfache Tipps vermeiden kann.

Wer kennt die Situation nicht: Du sitzt im Bus, in der U-Bahn oder im Freibad und willst Musik hören. Also wird das Smartphone aus der Tasche gezogen und damit meist auch ein ineinander verknotetes Kopfhörerkabel.

Diesen Anblick sind wohl die meisten von uns gewöhnt und auch das, was danach folgt: Man ist einige Minuten beschäftigt, das wirre Knäuel auseinander zu dröseln. Hat man das Ganze einmal geschafft, ist man schon an der übernächsten Haltestelle angekommen und muss aussteigen.

Also schiebt man Handy und Kabel wieder in die Tasche, ohne auch nur einen einzigen Song gehört zu haben. Sitzt man wieder und zieht das Ensemble erneut aus der Tasche, geht das Gefriemel wieder von neuem los. Das kann doch nicht sein!

Dieses typische Alltagserlebnis wird bestimmt von Vielen als „First-World-Problem“ bezeichnet. Mag ja sein, nervig ist der Kabelsalat trotzdem!

Kabelsalat führt häufig zum Kabelbruch

Kabelsalat und daraus entstehender Kabelbruch können durch einfach Tipps ganz einfach vermieden werden.

Kabelsalat und daraus entstehender Kabelbruch können durch einfach Tipps ganz einfach vermieden werden. (Bild: „Frayed headphones“ von Quinn Dombrowski, Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Außerdem führen solche Verknotungen häufig zu Kabelbruch. Oft sind die Kabel stark unter Zug, abgeknickt oder liegen an scharfen Kanten wie z.B. der Kante des Smartphones oder des MP3-Players auf.

Auf Dauer werden die Kabel und dadurch die Klangqualität in Mitleidenschaft gezogen. Ebenso schädlich ist das Ziehen am Kabel, um den Kabelsalat zu lösen. Die Kabelisolierung ist zwar sehr elastisch und hält einiges aus. Der Kupferdraht im Inneren dagegen kann bei solchen Aktionen sehr schnell reißen. Resultat ist im schlimmsten Fall ein Kabelbruch. Das bedeutet alle oder ein Teil der Leitungen in den Kabeln werden beschädigt oder ganz durchgebrochen. Dann ist es erst einmal vorbei mit dem Musikgenuss.

Bei den gängigen In-Ear-Hörern, die bei Smartphones mitgeliefert werden, ist es vielleicht nicht ganz so tragisch, wenn einmal eines kaputt geht. Von dieser Sorte Kopfhörer hat man meist noch Ersatz von alten Handys zuhause rumliegen. Oder man geht in das nächste Elektronikgeschäft und kauft sich neue InEar-Hörer für kleines Geld.

Sorgfältiger Umgang mit Hörern und Kabeln ist Pflicht!

Bei hochwertigen Kopfhörern sollte nicht nur auf die Hörer selbst geachtet werden, sondern auch auf das Kabel.

Bei hochwertigen Kopfhörern sollte nicht nur auf die Hörer selbst geachtet werden, sondern auch auf das Kabel. (Bild: „All About The Beat“ von Brendan Ross, Lizenz: CC BY 2.0)

Anders gewickelt ist der Fall jedoch, wenn man die Kabel hochwertiger Kopfhörer beschädigt.

Ein pfleglicher und sorgfältiger Umgang mit den Kopfhörern sollte daher selbstverständlich sein. Das ist den meisten Nutzern klar und sie verstauen ihre On-Ear-Hörer auch dementsprechend sicher.

Die Kabel werden dabei teilweise außen vor gelassen. Die irrtümliche Meinung ist, hauptsache den Hörern passiert nichts, was sollte an den Kabeln schon kaputt gehen? Hört man über die Deluxe-Hörer nur noch dumpfes Rauschen, ist der Ärger dagegen groß. Wie man Kabelbruch und zugleich das nervige Entwirren der Kabel vermeidet, zeigen wir dir in der folgenden Übersicht.

Wickeln und Rollen gegen den Kabelsalat

Über das Kabelsalat-Problem haben sich schon mehrere Leidgeplagte den Kopf zerbrochen. Dabei sind einige Ideen herausgekommen, wie man sich das Auseinanderknoten der Kabel in Zukunft spart.

Rocker wickeln per Hand auf

So wickeln Rocker ihre Kabel auf!

So wickeln Rocker ihre Kabel auf! (Bild: YouTube Lifehack by chestnut)

Für alle Rocker und Heavy Metal Fans unter euch gibt es eine extrem coole Technik, um die Kabel per Hand in eine ordentliche Form zu bringen. Einfach die typische Rockergeste – auch Pommesgabel genannt – machen.

Das bedeutet: Die Hand zur Faust ballen und kleinen Finger und Zeigefinger ausstrecken. Und jetzt – nein, nicht zum Headbangen anfangen! Jetzt haltet ihr die Ohrstöpsel mit den beiden mittleren Fingern fest. Um die ausgestreckten Finger wird dann das Kabel in einer Achterform gewickelt. Wenn du am Kabelende angekommen bist, wickelst du dieses um die Mitte der Acht, dort wo sich die Kabelschlaufen kreuzen. Den Stecker am besten auch noch unter eines der gewickelten Kabel schieben, damit er nicht lose herumbaumelt.

Fertig! Diese Achterschlinge kannst du problemlos in die Hosentasche stecken, ohne dass sich die Kabel wieder in ein wildes Knäuel verwandeln. Durch die Schlaufentechnik vermeidest du außerdem das Abknicken des Kabels.

Besonders aufpassen bei Kabeln von On-Ear Kopfhörern

So entsteht kein Kabelsalat: die Kopfhörerkabel einfach um den Bügel wickeln.

So entsteht kein Kabelsalat: die Kopfhörerkabel einfach um den Bügel wickeln.

Wie schon erläutert, hier wird der Ersatz etwas komplizierter und teurer. Mit den Bügeln der Kopfhörer hast du schon ein super Hilfsmittel zum Aufwickeln in der Hand. Einfach das Kabel um den Bügel der Kopfhörer wickeln.

Wichtig ist dabei, dass du das Kabel nicht zu streng um den Bügel windest. Diese Technik darf allerdings nur bei weichen, gepolsterten Bügeln angewendet werden. Mit nicht abgerundeten, scharfkantigen oder harten Bügel aus Kunststoff oder Metall sollten die Kabel nicht in Berührung kommen.

Zum Basteln: Kabelhalterung im Kreditkartenformat

Wer seinen Kabeln noch weniger Möglichkeiten geben will, sich wieder zu verdröseln, kann sich mit der Bastelschere eine eigene Kabelhalterung bauen.

Dazu nimmt man einfach ein Stück Karton und schneidet dieses in Kreditkartengröße zu. Auf den schmalen Seiten werden zwei Halbkreise weggeschnitten. An einer langen Seite wird halbrund eingeschnitten, an der anderen Seite in der Nähe des Rands mit dem Locher gelocht. Der Stecker wird in die gelochte Öffnung gesteckt. Dann wickelst du das Kabel längs auf deinen Karton und ziehst es dabei durch die ausgeschnittenen Halbkreise. Das Kabelende mit den Hörern steckst du in die eingeschnittene Öffnung.

Diesem Tool entkommt das Kabel garantiert nicht! Im Video gibt’s eine Anleitung für diesen und weitere Tricks:

Lustige Kabelmanager als Hilfsmittel

Eine weitere Lösung ist das Verwenden von Hilfsmitteln, die in diesem Fall Kabelmanager genannt werden. Diese unterschiedlich gestalteten Kunststoffteile helfen dir beim Aufwickeln des Kabels und halten es in einer ordentlichen Form.

Kabelmanager gibt es beispielsweise von Bobino, Cableboy oder Belkin. Dabei handelt es sich entweder um Aufwickelplattformen oder Cases, welche das Kabel schützen. Praktisch ist auch der Sinch: Ein kleiner Clip mit magnetischen Enden, der das Fixieren der Kabel erleichtern soll. Auf der Website gibt es gleich noch ein paar Wickeltechniken dazu.

Bluetooth-On-Ear Kopfhörer – die Alternative zum Kabel

Mit Bluetooth-Kopfhörern kann das Kabel-Chaos komplett vermieden werden.

Mit Bluetooth-Kopfhörern kann das Kabel-Chaos komplett vermieden werden.

Eine vollkommen andere Möglichkeit tut sich durch die Bluetooth-Technologie auf: Der komplette Verzicht auf irgendwelche Kabel.

Hier gilt das Motto: Keine Kabel, also auch kein Kabelbruch und erst recht kein Kabelsalat. Kabellose Bluetooth-Kopfhörer gibt es in diversen Ausführungen. Aber auch die Funk-Kopfhörer sind für zuhause gut geeignet. Die Musik wird dabei per UKW übertragen, welche sogar Wände passiert. Damit kannst du in der ganzen Wohnung herumlaufen und kabellos Musik hören.

Die Variante für Sportler

Mit Bluetooth-Sportkopfhörern ist es vorbei mit dem Mitschleppen von lästigen Kabeln.

Mit Bluetooth-Sportkopfhörern ist es vorbei mit dem Mitschleppen von lästigen Kabeln. (Quelle: YouTube.com/JAYBIRD)

Beim Joggen oder Radfahren sind herumhängende oder verknotete Kabel besonders lästig. Spezielle Sportkopfhörer mit Bluetooth-Übertragung bieten kabellosen Musikgenuss.

Fazit

Ein langer Bericht über ein alltägliches Problem – das zeigt, wie unterschiedlich die Lösungsvarianten sind.

Mein Favorit ist die letzte der vorgestellten Alternativen. Man kann sich zwar vornehmen, seine Kabel ordentlich aufzuwickeln – schnell ist dieser Vorsatz aber wieder vergessen. Die Bluetooth-Modelle haben mich überzeugt. Durch die fehlenden Kabel ist man super beweglich und bleibt nirgendwo hängen. Auch die Klangqualität ist im Normalfall kein Grund, unbedingt auf Kabeln zu bestehen.

Wie geht ihr mit dem Kabelsalat um? Habt ihr vielleicht eine ganz spezielle Technik?


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Ein Kommentar

  • Ing.Frieedel Hans sagt:

    Falsches Titelbild ?
    Ich erwartete keine Kopfhörerkabeltipps sonder übder die gezeigten Gummi XLR Kabeln +++Länge 10m
    +++danke 🙂

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