Fidget Spinner – wieder so ein Hype um nichts

Fidget Spinner – musste jeder mal haben

Weder auf Spielplätzen noch auf dem Pausenhof kam man an ihnen vorbei: Fidget Spinner haben kleine wie große Kinder ziemlich begeistert. Für die großen Kinder kürte das Forbes Magazin die Fidget Spinner sogar als „Must-Have-Büro-Spielzeug“ des Jahres 2017!

Tatsächlich soll es aber Leute geben, die von diesem Hype nichts mitbekommen haben. Deshalb zur Erklärung: Fidget Spinner sind kleine Spielzeuge, die in den USA auch als Anti-Stress-Spielzeug eingesetzt werden. Insbesondere auf ADHS-Kinder soll das Spielzeug eine beruhigende Wirkung haben.

In der Mitte befindet sich ein Kugellager. Schubst du das Gadget an, dreht es sich. Die eigentliche Kunst besteht nun darin, während des Drehens Kunststückchen zu vollführen. Einige Liebhaber haben sich die Teile nicht nur gekauft, sondern sind selbst kreativ geworden:

Der Hype stirbt schon wieder ab

Nach einem gigantischen Höhenflug, in dem jede Oma etliche Kioske für ihre Enkel abklapperte, stirbt der Hype jetzt schon wieder ab. Futurezone.at berichtet von einer Auswertung des Blogs FiveThirtyEight: Das Interesse an Fidget Spinner lässt deutlich nach.

Spätestens seit die Tagesschau vom Hype berichtet, lässt der Trend nach:

Ein Hype von vielen

Die Fidget Spinner sind in 2017 letztlich das, was Pokémon Go in 2016 war: ein Sommerloch-füllender Hype. Klar, die kleinen Spielzeuge finden erfolgreichen therapeutischen Einsatz, aber das muss ja nicht heißen, dass sie nach wie vor in Büros und auf Pausenhöfen beliebt sind.

In den 90er Jahren war es das Tamagotchi: Jeder, der was auf sich hielt, fütterte das kleine elektronische Nervenbündel. Wer keinen Tamagotchi hatte, sah alt aus. Auch das Fingerskateboard musste eine Zeitlang als Trend herhalten. Zur Erinnerung:

So ist das mit Hypes, nicht nur beim Fidget Spinner: erst sind sie völlig unbekannt, plötzlich der absolute heiße Scheiß – und später verschwinden sie in der Versenkung. Warum ist das eigentlich so?

Warum folgen wir Hypes?

Erleben wir einen Hype, so sehen wir uns mit etwas konfrontiert, was ein bisschen oder völlig neu ist. Meist probiert es eine Gruppe von Menschen aus, die sich damit von anderen abgrenzt: wir machen etwas Besonderes. Im Falle der Fidget Spinner war es die Youtube-Community, die den Hype ausgelöst hat, unter anderem mit folgendem Video:

Um einen echten Hype auszulösen, müssen diverse Voraussetzungen erfüllt sein:

  1. einfache Handhabung
  2. es muss im entsprechenden Kulturkreis funktionieren
  3. jeder kann Highlights wie Kunststückchen erleben und stolz auf sich sein

Wenn wir die vorhin erwähnten Hypes mit Tamagotchi, Fingerskateboard, Pokémon Go und nun dem Fidget Spinner anschauen, trifft das auf alle zu. Man muss auch Hype von Trend unterscheiden: Trends sind prognostizierbar; sie basieren auf Analysen. Hypes hingegen kommen plötzlich und verschwinden genauso plötzlich. Sie sind nicht vorhersehbar, und genau das macht einen Teil ihres Reizes aus.

Fidget Spinner kommen nicht mehr unter den Weihnachtsbaum

Hypes halten unterschiedlich lange an. Wie lange, hängt davon ab, wann ein Hype vom nächsten abgelöst wird. Wir erleben aktuell, dass der Hype um die Fidget Spinner ausläuft. Deshalb ist anzunehmen, dass zu Weihnachten kein Hahn mehr nach den Teilen kräht.

Natürlich spielen die Medien eine riesige Rolle! Beim Fidget Spinner war es gerade Youtube, was zum Hypen beitrug. Die oben verlinkten Medien jedoch orakeln längst das Ende der Fidget Spinner herbei – und natürlich wirkt auch das. Wenn ein Hype stirbt, redet kein Mensch mehr davon. Das Jojo ist auch ein gutes Beispiel: in den 90er Jahren ständig dabei, will doch heute keiner mehr mit Jojos spielen. Dann doch eher noch Fidget Spinner …

Oder? Was denkst du über Fidget Spinner? Wie viele hast du bereits? Hast du selbst gebaut oder fertig gekauft? Und hast du noch richtig Lust auf das Spielzeug oder lässt der Hype auch bei dir schon nach?


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