Duell der Actioncams - GoPro 6 vs Renkforce 4K Actioncam

Duell der Actioncams – GoPro 6 vs Renkforce 4K Actioncam

Als Filmemacher bin ich sozusagen Actioncam User der ersten Stunde und freute mich daher schon sehr die neue Gopro Hero 6 mit, dem Herausforderer und Außenseiter, der Renkforce Actioncam RF-AC-4K zu vergleichen.

Nach dem „Unboxing“ beider Cams stach vor allem gleich mal eines ins Auge – während die Gopro sehr spartanisch ausgeliefert wird packen die Jungs von Renkforce sehr großzügig einiges an Zubehör mit ein – angefangen von diversen Befestigungsmöglichkeiten, über eine Fernbedienung bis hin zum Staubtuch – gemessen an dem VKP dieses Produktes, wirklich sehr ordentlich.

Da sind wir auch schon beim wirklich großen Unterschied dieser beiden Actioncams -die Newcomerin Renkforce Actioncam kommt mit einer wirklichen Kampfansage daher – Euro 77,99 kostet sie nur im Handel, ihr Konkurrent und langjähriger Platzhirsch Gopro Hero 6 schlägt da schon mit ordentlichen Euro 429,- zu Buche.

Weitere Unterschiede der Cams auf dem Papier (Hardfacts):

  • Die Renkforce nimmt mit einer Maximalauflösung von 4K in 30fps auf, während die Gopro ebenfalls eine Maximalauflösung von 4K schafft, dies aber in 60fps, was ein Vorteil bei schnellen bewegten Aufnahmen bedeutet, und man auch die Möglichkeit einer 50% Verlangsamung des Filmmaterials hat. Auch im 1080p Modus hat hier die Gopro die Nase vorne, hier schafft die Gopro nämlich sogar bis zu 240fps, im Gegensatz zur Renkforce welche hier nur 60fps schafft.
  • Bei der Maximalauflösung der Fotos hat (zumindest am Papier) die Renkforce mit 16MP gegenüber der Gopro mit max. 12 MP die Nase vorne.
  • Die neue Gopro ist ohne externes Gehäuse bis 10 Meter wasserdicht (mit optional erhältlichem externem Gehäuse bis zu 60m), die Renkforce benötigt um wasserdicht zu sein zwingend ein externes Gehäuse, welches die Cam vor Wassereintritt zumindest bis zu einer Tiefe von 30m schützen soll.
  • Beide Cams besitzen natürlich WIFI – die Gopro hat aber noch ein kleines nettes Extra-Gimmick verbaut, die Sprachsteuerung. Da war ich schon sehr gespannt wie diese Sprachsteuerung im „Real-Life-Einsatz“ funktioniert, dazu später mehr.
  • Was man auch noch erwähnen muss, ist dass die neue Gopro eine interne Bildstabilisierung besitzt, die Renkforce ohne diese auskommen muss.
  • Die Renkforce benötigt eine Micro-SD Karte welche maximal 64 GB haben darf, Gopro empfiehlt für ihre Hero 6 eine MicroSD Karte mit maximal 128 GB zu verwenden.

So nun aber genug der Theorie, schließlich sind die Actioncams ja nicht dafür gebaut im Büro getestet zu werden, daher nahm ich beide Cams gleich mal mit auf eine Skitour.

Ich habe mit beiden Kameras immer jeweils gleiche Fotos und Videos vom Aufstieg, vom Gipfel und von der Abfahrt gemacht, um einen möglichst aussagekräftigen Vergleich zu haben.

Fotos:

Aufstieg:

Gopro:                                                                                                        Renkforce:

Gipfel:

Gopro:                                                                                                      Renkforce:

Abfahrt:

Gopro:                                                                                                       Renkforce:

VIDEO: (Stills)

Gopro:                                                                                                       Renkforce:

Es waren schwierige Bedingungen für die Cams da Schnee mit seinen Reflexionen immer schwierig zu filmen ist, weiters habe ich die Cams einigen Schatten-Sonne-Wechseln ausgesetzt und auch direkt gegen die Sonne gefilmt bzw. fotografiert.

Beide Cams haben diese Bedingungen wirklich toll gemeistert. Die Gopro hat hier im Automatikmodus für meinen Geschmack teilweise sogar etwas zuviel unterbelichtet. Beim automatischen Weißabgleich sind beide Cams gut, wobei die Renkforce teilweise einen leichten Blau/Rosa Stich hatte.

Im Schatten-Sonne Wechsel haben beide Cams die Blende sehr sauber mitgezogen.

Bezüglich Bildstabilisator ist die Gopro bei starken Rucklern natürlich durch den eingebauten Stabilisator etwas im Vorteil aber trotzdem schlägt sich hier die Renkforce beachtlich.

Im Fotomodus vignettiert die Renkforce leider stark an den Rändern, was eine nachträgliche Bearbeitung (Zuschneiden) der Fotos zwingend notwendig macht.

Bildqualität: Hier hängt die Gopro die Renkforce wenig überraschend ziemlich ab. Die Renkforce Actioncam zeichnet zB Gesichter ziemlich weich.

Hier leistet sich die Gopro erwartungsgemäß keine Schwächen und bildet mit gewohnt sauberer und scharfer Bildqualität sowohl im Video- wie auch Fotomodus ab.
Auch in der Videonachbearbeitung hat die Gopro die Nase vorne, die Bilder lassen sich mehr „verbiegen“ als bei der Renkforce. Der Codec der Renkforce kommt hier sehr schnell an seine Grenzen.

Bei der Renkforce Actioncam erwies sich die Fernbedienung als sehr praktisch, somit ließen sich auch Aufnahmen während der Fahrt oder mit der Cam auf einem Selfiestick starten und stoppen.

Auch die Sprachsteuerung bei der Gopro funktionierte (vorausgesetzt man spricht laut) sehr gut, selbst während der Skiabfahrt.

Fazit

Als Filmemacher habe schon immer wieder für bestimmte Spezialaufnahmen Gopros eingesetzt, werde dies auch mit der Gopro 6 fortführen.

Die Renkforce ist für Hobbyfilmer die zum Beispiel ihre Skiabfahrten mitfilmen wollen oder zB als Dashcam für das Auto eine gute Alternative. Noch dazu wenn man bedenkt, dass die Renkforce nicht einmal ein Fünftel der Gopro kostet. Ein großer Pluspunkt der Renkforce ist das mitgelieferte Zubehör, wie die Fernbedienung, Befestigungsmöglichkeiten und vieles mehr.

Gastautor: Mag. Alois Zauner von move x production


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