Digitales Leben in der Wolke: Cloud-Highlights der CeBIT

CloudComputing

Cloud Computing wird immer beliebter und war auch auf der Cebit 2015 stark vertreten. (Foto: Perspecsys Photos, Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Mit dem 20. März endete die CeBIT 2015 – und damit auch das Vorstellen zahlreicher Innovationen, die Lust auf mehr machen! Sehr deutlich war es der CeBIT in diesem Jahr anzumerken, dass die Veranstalter aus ihr immer mehr eine Business-Plattform machen möchten. Nichtsdestotrotz haben wir einige Blicke auf das Thema „Cloud für daheim“ riskieren können.

Rechnen in der Wolke: Cloud Computing für daheim

OwnCloud

Von überall und zu jeder Zeit ganz einfach auf deine Daten zugreifen. (Foto: LinuxTag, Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0)

Cloud Computing hat seit Jahren einen festen Platz auf der CeBIT, und auch dieses Jahr existierten lange Messewege rund um die Cloud. Dass Cloud-Speicher wie Dropbox, OneDrive aus dem Hause Microsoft oder auch Google Drive mit Datenschutz eher mau umgehen, hat sich bereits auch im Privatbereich herumgesprochen. Zwar existieren Verschlüsselungslösungen, jedoch nützen diese nichts, wenn die Schlüssel beim Anbieter liegen oder nur Transportwege, aber keine Serverinhalte verschlüsselt oder persönliche Daten sogar weltweit transferiert werden.

Im Open Source Park in der Halle 6 auf der CeBIT 2015 wurde die freie Software ownCloud präsentiert. Neben zahlreichen Vorträgen, die vorrangig Cloud-Computing im Business-Sektor thematisierten, informierten auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sowie der Branchenverband Bitkom über das heimisch-digitale Leben in der Wolke.

Die Cloud im Privat-Haushalt

Das Einrichten einer privaten Cloud ist dann für dich sinnvoll, wenn du unabhängig von Drittanbietern sein möchtest, bei denen du nicht absolut sichergehen kannst, was mit deinen Daten geschieht. Auch lohnt sich die Verknüpfung mit dem Heimnetzwerk, wenn du multimedial lebst: Deine Songs von iTunes, die Fotos aus dem letzten Urlaub oder deine Videos reizen beizeiten den Speicher deines Endgeräts aus. Außerdem kann es ärgerlich sein, vor dem Joggen erst mal die Musikbibliothek auf dem iPod zu checken und die Lieblingssongs gar nicht bei sich zu haben. Mit der Cloud gehört das der Vergangenheit an: Du kannst von allen Geräten auf deine Multimedia-Dateien zugreifen; zu jeder Zeit.

Deine Cloud kannst du als zentralen Medienserver verstehen: Von hier aus gelangen sämtliche Dateien in dein Heimnetzwerk. Via DLNA werden die Entertainment-Geräte verbunden und ein zentraler Datenspeicher (NAS) fungiert als Steuerungszentrale. Dabei bindest du dich nicht: Du kannst deinen Speicherbedarf anpassen, wenn nötig, und verbrauchst in der Zwischenzeit keine unnötigen Ressourcen, wie es bei anderen Cloud-Angeboten der Fall sein kann.

Konkret: So baust du dir deine Cloud

NAS

Persönlicher Cloud-Server mit Dual-Core-CPU.

Es existieren verschiedene Möglichkeiten, mit denen du deine Cloud basteln kannst. Möglichkeit eins haben wir gerade schon angesprochen: Bringe eine Netzwerkfestplatte, also den zentralen Datenspeicher, an’s Netz. NAS steht für Network Attached Storage, und es macht Sinn, bei der Auswahl des Servers auf Erweiterbarkeit, zukunftsfähige Anschlüsse (insbesondere USB ab Version 3.0), DLNA-Zertifizierung, Schreib-/Leserate sowie auf die CPU zu achten. Ein Beispiel eines gelungenen Angebots ist das NAS-Server-Gehäuse Synology DiskStation DS216J 2 Bay, das mit einer Dual-Core-CPU, vernünftigen Schreib-/Leseraten und allen weiteren genannten Features aufwarten kann. Dein NAS kannst du in aller Regel über ein Browser-Interface konfigurieren, zumeist legen Hersteller auch die entsprechende Software bei, die dir das Einrichten deiner Cloud wesentlich erleichtert.

Ein anderer Weg zu deiner eigenen Cloud führt über den DSL-Router: Schließt du eine externe Festplatte via USB an deinen Router an, hast du die wohl günstigste Cloud-Lösung gebastelt. Router und USB-Festplatte müssen sich natürlich vertragen. Oftmals unterstützen die Provider-eigenen Router diese Option; im Zweifel lohnt ein Anruf beim Support oder – für schnelleres Durchkommen – ein Blick ins Handbuch. Dieses Handbuch hilft auch beim Einrichten deines Routers. Nun existiert bei dieser Variante ein Problem: Provider trennen die Internetverbindung für gewöhnlich alle 24 Stunden, sodass sich deine IP-Adresse ändert. Damit du weiterhin auf den angeschlossenen Netzwerkspeicher zugreifen kannst, ist DynDNS oder eine Alternative vonnöten: Der Dienst verknüpft wechselnde IP-Adressen deines Routers dauerhaft mit einer Domain und dein Netzwerkspeicher bleibt durchgehend erreichbar. Gehst du über eine Fritz!Box ins Web, hat der Hersteller AVM gleich die Lösung parat: AVM MyFritz nennt sich der hauseigene DynDNS-Dienst.

Eine Lösung für fortgeschrittene Anwender steckt in der vorhin bereits erwähnten Software ownCloud. Neben Linux-Grundkenntnissen und dem Wissen darüber, wie ein Webserver eingerichtet wird, sind hier manuelle Konfigurationen nötig, die recht umfassend ausfallen können. Für Cloud-Einsteiger sind deshalb die erstgenannten Wege sinnvoller.

Cloud via NAS: Schritt-für-Schritt-Anleitung bei Conrad

Damit du bestens vorbereitet an deine eigene Cloud gehst, haben wir dir einige Informationen zusammengestellt: In unserer Private Cloud-Beratung erfährst du Schritt für Schritt, mit welchen Komponenten du deinen NAS fütterst, um schon bald deine eigene Cloud zu unterhalten.


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