Die perfekte Maker-Werkstatt

Das Wichtigste im Leben eines Makers sind seine Ideen.

Aber was macht man mit all den Ideen, wenn man nicht die nötige Ausrüstung hat, um sie umzusetzen?

An meinen altgedienten Elektronik-Arbeitsplatz mangelt es zwar nicht an mehr oder minder nützlichen Gerätschaften und Werkzeugen. Doch funktionieren nur die wenigsten meiner über die Jahre zusammengetragenen Flohmarktfunde und Impulskäufe so wie sie sollen.

Meine schon deutlich in die Jahre gekommenen Multimeter zeigen anstatt wirklichen Messergebnissen eher nur Hausnummern und Richtwerte an. Die Lötstation von Basetech hat mir als Einsteiger in die Elektronik gute Dienste geleistet, aber gehört nun wirklich durch eine zeitgemässe regelbare Lötstation ersetzt. Ich bin ein Löter der alten Schule, daher habe ich mich für eine regelbare analoge Toolcraft Lötstation mit 100 Watt entschieden. Es gibt aber auch digitale Modelle für diejenigen, die lieber ein Display zum bequemen Ablesen der genauen Temperatur vorziehen.

Mein analoges Oszilloskop vom Funkerflohmarkt hat mir zwar geholfen, Dreieckswellen, Sinusschwingungen und PWM-Signale zu identifizieren. Nun hat es aber nach über fünfzig Jahren unfreiwillig den Ruhestand durch Defekt angetreten. Es wird Zeit eine richtige durchgeplante Maker-Werkstatt einzurichten, um meine Ideen effizient und sicher umsetzen zu können.

Neue Technik spart Zeit und Nerven

Als Erstes habe ich den ganzen Krempel von meiner Werkbank heruntergeräumt und aussortiert. Welche Geräte und Werkzeuge wirklich noch in Ordnung sind und weiterverwendet werden sollen, ist schnell entschieden, wenn man merkt wieviel Zeit man mit störischen Schaltern und wackeligen Kontakten verplempert.

Dabei wurde mir schnell klar, dass ich in den letzten Jahren ziemlich viel Schrott angehäuft habe. Zwar führte ich unzählige Lötarbeiten erfolgreich durch, aber eigentlich werkte ich mehr um die Schwachstellen meiner Ausrüstung herum als wirklich effizient zu arbeiten.

Damit ist nun endgültig Schluss. Nach eifriger Online-Recherche auf Conrad.at und einer Fragerunde unter Maker-Kollegen hatte ich mich schnell für einige leistunsstarke, aber dennoch leistbare Geräte von Voltcraft entschieden.

Löten ohne sich zu bücken – schont den Rücken

Doch bevor ich die neuen Geräte aufstellen kann, muss noch die Werkbank ergonomisch eingerichtet werden. Schlimmer als ein lauwarmer Lötkolben ist ein schmerzender Rücken. Löten gehört zu meinen liebsten Hobbies und das lasse ich mir nicht von einer unbequemen Sitzposition ruinieren. Meine Werkbank ist eigentlich ein an die Wand geschraubtes Regal mit verstellbaren Regalböden.

Grundsätzlich kann jeder Tisch und jede Werkbank als Maker-Arbeitsplatz dienen, aber dieses Wandregal hat entscheidende Vorteile. Die Höhe meiner Arbeitsfläche kann ich individuell an meine Körpergröße und Sitzposition anpassen. Für mich ist bei einer Körpergröße von ca. 1,80 m eine Arbeitsflächenhöhe von 1 m ideal um im Sitzen zu löten und im Stehen Schrauben festzuziehen. Je nach Körpergröße wählt man seine ideale Arbeitshöhe am Besten durch Herumprobieren aus. Die meisten Lötkünstler landen bei einer Arbeitsflächenhöhe zwischen 90 cm und 110 cm.

Das Regal bietet natürlich auch die Möglichkeit über der Hauptarbeitsfläche weitere Regalbretter anzubringen, um dort die Geräte gut erreichbar zu verstauen. Durch die erhöhte Position lassen sich die Geräte problemlos im Sitzen bedienen und die Anzeigen ablesen. Dennoch sind sie ausserhalb der Gefahrenzone in der mit dem heissen Lötkolben hantiert wird. Das schützt vor unbeabsichtigten Gehäusemodifikationen beim Einsatz des brennheissen Lötgerätes.

Nutze die dritte Dimension – bau in die Höhe

Ich wähle als Abstand von Arbeitsfläche zum ersten Regalbrett 30 cm und füge darüber im Abstand von jeweils 20 cm zwei weitere Regalbretter ein. Die Anordnung der Geräte entscheide ich nach Häufigkeit der Nutzung. Wobei die Voltcraft VC165 Multimeter einen Sonderplatz in der obersten Reihe bekommen. Diese beiden nützlichen Helfer hole ich mir bei Bedarf direkt auf die Arbeitsfläche und stelle sie nach der Messung wieder zurück.

Ich schreibe hier ganz bewusst von zwei Multimetern, denn zu jeder gut ausgestatteten Maker-Werkstatt gehören mindestens zwei gleichwertige Multimeter. Warum das so wichtig ist, erkläre ich in einem zukünftigen Blogbeitrag.

Besseres Werkzeug, besseres Ergebnis

Eine Sonderposition bekommt auch mein nagelneues Voltcraft Oszilloskop DSO-1104D. Dieses 4-kanalige Superteil eröffnet mir ganz neue Möglichkeiten, die mit meiner alten Ausrüstung undenkbar waren. Jetzt ist es kein Problem mehr mir live die Signalfolgen in digitalen Schaltungen anzuschauen und so schnell Fehler zu finden.

Der Voltcraft Funktionsgenerator FG250D ergänzt das Messtechnik-Arsenal. Reverse Engineering wird nun vom Ratespiel zu einer gezielten Suche. Natürlich muss man sich in die umfangreichen Funktionen erstmal einarbeiten, aber dazu habe ich ja mit den nächsten Elektronik-Projekten genug Gelegenheit.

An den Rändern der Regalbretter habe ich büschelweise Messleitungen mit großen Leimklammern befestigt. So habe ich immer die passenden Leitungen griffbereit.

Die Beleuchtung habe ich ebenso aufgerüstet. Mit moderner LED-Technik und Renkforce Funksteckdosen bin ich nun bestens gerüstet, um mit nur einem Knopfdruck auf der Fernbedienung sofort das Licht zum Löten und Filmen zu aktivieren.

All diese Geräte werden aber vom Nützlichsten aller Maker-Werkzeuge in den Schatten gestellt. Die dritte Hand ist unentbehrlich für jede Lötaufgabe. Meine Ansprüche an die Anzahl der Hände steigen laufend, daher habe ich mir die dritte Hand getunt und um zusätzliche Hände erweitert.

Im Video seht ihr wie ich aus meiner gewöhnlichen Löthilfe in Kombination mit biegsamen Kunststoffarmen und einer schweren alten TV-Halterung aus Stahl meine ultimative Löthalterung baue.

Ich kann es kaum erwarten das ganze neue Equipment auszutesten und meine neuen Ideen damit in die Realität zu holen.

Welche Ausrüstung würdet ihr in eurem perfekten Maker-Lab nicht vermisssen wollen?

Ich freu mich auf eure Ideen!

Euer
Clemens
MAYER MAKES


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