Die 6 ungewöhnlichsten Computer

Kubb - Jean-Christophe-Agobert

Wir zeigen dir die am ungewöhnlichsten designten Computer. Hättest du sie überhaupt als solche erkannt? (Quelle: Kubb)

Computer, die zum Staunen bringen: wir stellen dir sechs Rechner mit ungewöhnlichem Design vor. Ob die PCs auch „unter der Haube“ überzeugen?

Kano: der kleine  – nicht nur für die Kleinen

„Kano: A computer anyone can make“ – mit dieser kurzen Beschreibung stellt Kano sein gleichnamiges Computer-Kit bei Kickstarter vor, und erreicht die anvisierte Unterstützung. Seit Ende letzten Jahres kann das PC-Einsteiger-Set für knappe 150 Euro (UVP) erworben werden. Der hübsche kleine Rechner ist nicht nur für Kids gedacht, sondern mag auch höhere Altersklassen Computer selbst, sowie das Programmieren näherbringen. Neben einem freien OS sind auch Tastatur mit Touchpad, alle notwendigen Kabel, ein WiFi-Stick, eine 8 GB-SD-Karte und ein Lautsprecher im Lieferumfang enthalten, ein Bildschirm fehlt jedoch.

Basis des ungewöhnlichen Einsteiger-Kits ist ein Raspberry Pi in einer schützenden Plastikhülle. Das eigens entwickelte Betriebssystem Kano OS baut auf Debian Linux auf; du kannst das Kano OS in der Beta 2.1.0 auch für OS X oder Windows downloaden, um dich umzuschauen. Hast du noch ein Display mit HDMI-Port, kannst du sofort loslegen. Den Kano-Entwicklern ging es bei ihrem Projekt darum, insbesondere Kindern die Funktionsweise hinter dem Gehäuse zu verdeutlichen. Ein Rechner, der so einfach funktioniert wie Lego sollte entstehen. Neben diversen anderen Programmen ist auch eine Software vorinstalliert, die dir die Grundlagen des Programmierens näherbringen soll. Kano sei für Menschen aller Altersklassen entwickelt worden, jedoch konnte man Kinder zwischen dem 6. und 14. Lebensjahr besonders begeistern. Auch das bunt bebilderte Handbuch kommt bei dieser Zielgruppe besonders gut an, schreiben die Entwickler.

„Trinity“: „Dreifaltigkeit“ für Gamer

Anfang des Jahres stellte Cyberpower auf der CES den Desktop-PC „Trinity“ vor: einen ungewöhnlichen Gaming-PC, dessen Optik nicht einfach nur anders sein soll, sondern der den Zweck verfolgt, mit diesem Design die Kühlung zu optimieren. In Amerika ist der Gaming-Rechner bereits erhältlich. In der günstigsten Ausführung wechselt der Rechner für 1.025 US-Dollar seinen Besitzer, die teuerste Ausführung geht für knapp 1.900 US-Dollar über den Ladentisch. Ob du Trinity auch hierzulande kaufen können wirst, ist noch nicht bekannt.

Cyberpower verspricht einen staibilen Gaming-PC, die keine Sorge darüber zulässt, dass die Case-Bauweise auseinanderbrechen könnte. Die Hardware ist verstaut in drei sogenannte „Blades“: im „Performance Blade“ werden maximal zwei Grafikkarten untergebracht. Im „Storage Blade“ befindet sich das Netzteil, außerdem ist Platz für zwei Festplatten, maixmal drei SSDs und ein optisches Laufwerk. Das Mini ITX-Mainboard ist neben dem Haupt-CPU im „CPU Blade“ untergebracht. Bis zu 16 GB DDR3-RAM sind möglich und auf Wunsch kann die CPU durch eine 120 mm-Wasserkühlung ergänzt werden.

EO1: Computer für die Wand

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Kunst aus dem Internet direkt an deiner Wand. (Quelle: „visiting the electric objects Office“ von rafael rozendaal, Lizenz: CC BY 2.0)

Es gibt etliche denkbare und undenkbare Szenarien für Rechner, sowohl im geschäftlichen als auch im privaten Umfeld. Der EO1 von Electric Objects muss an die Wand, um seinem Zweck nachkommen zu können: Kunst aus dem Internet landet direkt in deinem Zuhause. Auch dieser Rechner entspringt einer Kickstarter-Kampagne; Bestellungen sind für knappe 500 US-Dollar bereits möglich.

Ein unauffälliger Rahmen in Weiß oder Schwarz umhüllt Kunst, die aus dem Web geladen werden kann. Die Entwickler arbeiten mit Künstlern, Museen und anderen Organisationen direkt zusammen und so kommt es, dass die Bilder in dem Display via App steuerbar sind. Kunst soll der aktuellen Stimmung des jeweiligen Betrachters angepasst sein, davon sind die Entwickler überzeugt. Eine weitere Motivation für dieses Projekt war die Tatsache, dass Kunst im Internet sonst nur gestört durch Texte, Tweets oder E-Mails betrachtet wird – der Fokus fehlt. Mit dem EO1 wollen die Entwickler die Schönheit des Internets in dein Zuhause bringen.

Wood Kubb: Mini-PC im Holzgehäuse

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Der Wood Kubb – ein Mini-PC zum überallhin mitnehmen.(Quelle: Kubb)

Auch der Wood Kubb soll über Kickstarter finanziert werden; das Finanzierungsziel von 45.000 € könnte in den letzten Tagen noch erreicht werden. Und schön wäre es schon, würden die aktuell dominierenden sperrigen Desktops durch Mini-PCs wie diesen ersetzt werden: ein quadratischer Holzwürfel mit rund 12,5 cm Höhe/ Breite macht optisch schon mehr her. Rückseitig finden sich nebst Einschaltknopf und Lüftungsschlitzen unterschiedliche Anschlüsse (4 x USB; davon je 2 x USB 2.0/ 3.0, Mini-Displayport, Ethernet und Mini-HDMI) sowie zwei WLAN-Antennen.

Bekanntlich kommt es nicht nur auf die Optik, sondern auch auf die inneren Werte an. Und hier kann der Wood Kubb mit den großen mithalten: optional wird der Holz-Rechner von einer i3- oder i5-CPU aus dem Hause Intel angetrieben. Weiter besteht die Wahl zwischen 8 oder 16 GB RAM und Linux Mint oder Windows 10. Drei verschiedene Holzgehäuse stehen zur Auswahl. Für die günstigste Variante mit einer Intel Core i3, 8 GB RAM, Linux und 128 GB SSD zahlen Kickstarter-Unterstützer derzeit 459 €, die umfangreichste Variante mit Intel Core i5, 16 GB RAM, Windows 10, 256 GB SSD zuzüglich 1 TB SSHD ging für 1.137 € über den virtuellen Ladentisch und wurde bereits durch fünf Unterstützer erworben. Weltweit sollen die bereits verkauften Holz-Rechner im Dezember diesen Jahres versendet werden.

Endless Computers: Rechner für die ganze Welt

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Dieser kleine Computer soll drahtlose Vernetzung überall auf der Welt ermöglichen. (Quelle: endlessm.com)

„5 billion people live without computers. Let’s change that.“ Damit ist bereits das Ziel des Endless Teams klar: Computer für jedermann, überall auf der Welt. Eine ähnliche Motivation also, wie auch bei unserem zuerst vorgestellten Computer-Kit. Mit einem wesentlichen Unterschied: Das Endless Team hat bedacht, dass in vielen Ländern nicht allen Menschen Displays mit HDMI-Port zur Verfügung stehen. Der „Endless Computer“ setzt deshalb auf die Verbindung zum TV, entweder via HDMI oder aber via VGA. Auch auf die Tatsache, dass sich nicht jedermann übers Internet vernetzen kann, nimmt das Endless Team Rücksicht. Wer über einen Internetzugang verfügt, kann den vorinstallierten Browser verwenden. Existiert kein Internetzugang, sind mehr als 100 Apps vorinstalliert: eine Enzyklopädie, lehrreiche Vorträge und Präsentationen, Rezepte, Gesundheitsinformationen und weitere Apps funktionieren laut Entwickler wunderbar ohne Internet.

In zwei Varianten ist der spacige „Jedermann-PC“ erhältlich: 2 GB RAM sowie eine Intel Celeron N2807-CPU mit 2,16 Ghz sind in beiden Varianten verbaut. Die günstigere kommt mit 32 GB Speicherkapazität, die teurere mit 500 GB, außerdem mit integriertem Lautsprecher, WiFi und Bluetooth 4.0. Die kleine Variante wechselt für 169 US-Dollar den Besitzer, die größere für 229 US-Dollar. Das vorinstallierte Endless OS ist eine Weiterentwicklung aus Linux, OSTree, systemd, GNU, X, GNOME und Xapian. Keine typische Linux-Distribution, erklären die Entwickler auf der OS-Seite, sondern ausgelegt auf Menschen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit ihren ersten Rechner in der Hand halten. Selbsterklärend muss das Betriebssystem sein, einfach und intuitiv bedienbar. Auf Kickstarter hat das Projekt „Endless Computers“ sein Ziel längst übersprungen: 100.000 US-Dollar sollten erreicht werden, 176.538 US-Dollar sind es geworden. Seit Mai diesen Jahres wird der Rechner für jedermann weltweit ausgeliefert.

Remix Mini: Androide für 20 US-Dollar

Ein echter Android-PC in einem winzigen Gehäuse zu einem nicht minder winzigen Preis: diese Ankündigung ließ das Kickstarter-Projekt „Remix Mini“ in wenigen Tagen durch die Decke schießen! Bei 50.000 US-Dollar lag der Zielbetrag, aktuell sind 1.647.155 US-Dollar gesammelt worden; die Zielfinanzierung wurde binnen weniger Stunden erreicht. Der Entwickler Jide verspricht gleich zweierlei: beeindruckende Android-Experiences auf dem Rechner und einzigartiges PC-Feeling mit einem Android-Betriebssystem. Dafür wurde Remix OS entwickelt; basierend auf Android Lollipop. Im Oktober 2015 soll der Remix Mini weltweit versendet werden.

Den Remix Mini gibt es in zwei Ausführungen: mit 1 GB Arbeitsspeicher und 8 GB Speicher sehen die Macher die kleinere Variante als Home Media-Center. Die größere mit 2 GB RAM und 16 GB Speicher soll mehr Produktivität mitbringen. Eine Quad Core-CPU treibt den Mini-Androiden mit 1,2 GHz an; erweiterungsfähig wird der Remix Mini durch zwei USB 2.0- und je einen HDMI-, Ethernet- und Kopfhörer-Port. WiFi und Bluetooth sind ebenfalls mit an Bord; das HDMI-Kabel wird mitgeliefert. Das Remix OS stellt der Entwickler auf seiner Website ausführlich vor.


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