Der lange Schatten des Weihnachtsbaums

Es ist Ende November: in den Lebensmittelgeschäften sind sie längst wieder eingezogen: die Lebkuchenvariationen und die angeblich handgemachten Kekserl. George Michael mag zwar im AKH in Wien liegen, aber die sonore Stimme dröhnt aus allen Lautsprechern im Land, um uns allen wochenlang zu erklären, dass er angeblich beim letzten Weihnachtsfest sein Herz hergegeben habe. Und diverse Weihnachtsgestalten scharren für mehr oder minder sinnbefreite Werbespots in den Startlöchern, nur um uns allen zu erklären, wie toll, wahnsinnig und dergleichen Weihnachten 2011 wird. Momentaner Höhepunkt da sicherlich: eine Prügelei zwischen Weihnachtsmann und Christkind. Genau: es ist der Vorabend zum Weihnachtsfest – wie jedes Jahr hat der ganze Tamtam nicht erst jetzt begonnen, sondern nervt viele von uns bereits seit Wochen. Wem das alles zu viel ist oder zu viel wird, für den hätten wir da ein paar Tipps…

1.

Besorgt Euch Gehörschutzstöpsel. Momentan reicht es noch diese zum Einkaufen zu verwenden, spätestens mit Mitte Dezember sollten die kleinen Stöpserl im Ohr aber Pflichtausstattung bei jedem Gang nach draußen werden. Für all jene, die zu Hause oder in der Arbeit nicht auf vermeintliche „Hitradios“ und selbsternannte „Beste Musik Radiosender“ verzichten können oder wollen ist die Verwendung der Stöpsel unter Tags Pflicht. Unser Tipp: Für besonders leidgeplagte Seelen hat Conrad Großpackungen mit Ohrstöpseln im Sortiment. Natürlich auch ein Thema in der Nacht, wenn der tägliche Weihnachtslied-Wahnsinn die Partnerin oder den Partner des Nächtens „Last Christmas“ schnarchen läßt…

2. Sollten die oben genannten Gehörschutzstöpsel nicht den gewünschten Erfolg bringen, dann hilft der Einsatz eines MP3-Players (vorzugsweise gefüllt mit Slayer, Megadeth und anderen Vertretern der unsentimentalen härter anmutenden Musik) und ein guter, sich an die Ohrmuschel anpassender Kopfhörer mit einer guten Außendämmung. Hierbei ist vor allem auf einen MP3-Player zu achten, welcher keine Lautstärkenbegrenzung hat oder bei welchem ebendiese umgangen werden kann. Das schädigt zwar auch die Ohren, aber man hält zumindest „Last Christmas“, „Little Drummer Boy“ und Co außen vor…

3. Die Tage werden kürzer, die Weihnachtsbeleuchtung ist angebracht. Alle Jahre wieder erstrahlen unsere Städte und selbst kleinste Gemeinden im vermeintlichen Glanz tausender und aber tausender Watt und Lumen. Wer eine chronische Bindehautentzündung vermeiden möchte, sollte sich um den entsprechenden Schutz jetzt schon kümmern. Schweissermasken sind zwar eine Variante mit extrem hohen Schutzfaktor, aber sind auch nur bedingt schön. Daher sollte man wohl eher auf klassische getönte Schutzbrillen zurückgreifen. Diese sind weniger auffällig, schützen die Bindehaut aber vor einer chronischen Entzündung. Für besonders empfindliche Personen ist die Schweißermaske dann jedoch ein unangenehmes aber nötiges Muss.

4. Spakulatius, Kekserl, vermeintlich natürlich hergestellte Glühwein-, Punsch- und Glühmost-Sude kitzeln unsere Nasen. Nachdem oft und gerne statt dem vermeintlich natürlichen Inhaltsstoffen eher der chemisch irgendwo zusammengebraute Fertigmix zum Einsatz kommt, sind die Nasenschleimhäute besonders gefährdet. Auch wenn es nicht nett ausschaut, aber hier hilft nur noch eine Schutzmaske! Man wird im schlimmsten Fall von seiner Umwelt zwar für ein Alien gehalten, wenn man mit der Schutzmaske auf durch die Städte und Orte zieht, dafür bleiben aber die Nasenschleimhäute relativ unbeschadet.

5. Für alle, die dank ihres Nachwuchses mindestens einmal täglich mit der Frage „Wann ist denn jetzt Weihnachten?“ konfrontiert werden, haben wir zusätzlich einen Linktipp bereit. Auf der Website „Ist heute Weihnachten?“ wird die für Kinder wohl wichtigste Frage der kommenden Wochen kompetent und schnell ohne viel Gedusel geklärt. Natürlich ist das auch ein echtes Hilfsmittel für alle Weihnachtsverweigerer und selbsternannten Grinches, um dem Unvermeidlichen zu entgehen und sich bestens auf Weihnachten vorzubereiten.

Werden die oben genannten Tipps Punkt für Punkt eingehalten, dann steht einer unbeschadeten Vorweihnachtszeit für all jene, die jedes Jahr am liebsten von Ende September bis Mitte Jänner auf eine einsame Insel auswandern würden nichts mehr im Weg.

Für alle, die Weihnachten unbändig lieben, und sich auf die kommenden Wochen freuen sei an dieser Stelle der Conrad Onlineshop nochmals wärmstens empfohlen. Hier gibt es dann auch ein paar nette Geschenksideen – auch für Weihnachtsverweigerer.