Green IT: Grünes Dateiformat WWF – im Sinne der Nachhaltigkeit

Im Laufe eines Tages im Büro lässt es sich manchmal leider auch bei mir nicht vermeiden. Aber spätestens wenn man es getan hat, beschleicht einen das schlechte Gefühl es unnötig getan zu haben: Dokumente ausdrucken gehört zum Alltag und lässt sich nicht immer vermeiden, auch wenn es schade ums Papier ist.

Um uns aber einen kleinen Denkanstoß in Richtung bewussteres Drucken zu liefern, bat der WWF die Werbeagentur Jung von Matt um die Entwicklung eines kostenlosen Dateiformats, das sich nicht mehr drucken lässt.

Das WWF-Format war geboren.


WWF statt PDF

Zwar kann durch das Speichern und Verschicken einer PDF manchmal den Gang zum Kollegen mit dem Ausdruck in der Hand ersparen. Aber selbst PDFs sind noch druckfähig.
Für den WWF musste ein radikalerer Schritt her, der aber von Mund-zu-Mund-Propaganda lebt: Das WWF fristet bisher noch ein eher unbekanntes Dasein. Lesen kann ein WWF jedes herkömmliche PDF-Programm (z.B. Adobe Acrobat), installieren lässt sich das Programm zur Umwandlung in WWF (eine Art Druckertreiber) ab allen Windows XP, ab Mac OS X 10.4 oder höheren Betriebssystemen.

Ist die Einführung des WWF ernstzunehmen?

In Zeiten einer mehr als bedrohlichen klimatischen Lage mag das WWF-Format erst einmal wie ein “Tropfen auf den heißen Stein” erscheinen. Außerdem erntete es bereits zahlreich Häme: Dann wird zwar weniger Papier, aber mehr Strom verbraucht. Ganz klar lässt es sich auch nicht vermeiden gewisse Dinge wie Fotos, Dokumente, Mails oder Berichte auszudrucken. Sie nur am Bildschirm zu betrachten, reicht in vielen Fällen einfach nicht aus. Außerdem ziehen viele etwas “handfestes” der bloßen, virtuellen PDF-Datei am Rechner vor. Aber: nicht umsonst bemühen sich Geschäftsinhaber weltweit, ihre Belegschaft zu motivieren unnötige Drucke zu vermeiden oder wenigstens von Farb- auf Schwarzweißdruck zu wechseln.

Wir entscheiden was in digitaler Form reicht und was in Papierform gebraucht wird oder nicht.
Aber ganz klar lässt sich auch sagen: Vielleicht entscheiden wir uns oft zu sorglos für die zweite Variante.

Dass das bewusste Einsparen von Papier dazu anregt den Rohstoff Holz dahinter zu sehen, daran zu denken, dass täglich Millionen Hektar Wald gerodet werden oder uns immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, was für ein Privileg es ist auf chemisch gebleichtem, reinweißem Papier drucken und schreiben zu dürfen, ist durchaus ein guter und unterstützenswerter Ansatz.

Fazit: Das neue, grüne Dateiformat WWF mag anmuten wie ein nettes Märchen vom Bäume und Regenwälder retten, so wie man es uns gern in der Werbung erzählte. Aber tatsächlich sollte man die Einführung als Zeichen sehen und damit Zeichen setzen.

Warum nicht von PDF auf WWF umsteigen? Und Freunden und Kollegen damit eindeutig signalisieren “wenn nicht jetzt, wann dann?”