Das war die IFA 2014

Mit ein paar Tagen Abstand möchte ich hier ein paar Zeilen zur IFA 2014 und meinen Eindrücken während der wichtigsten Messe für die Elektrobranche in Europa schreiben. Wie alle Jahre war es auch heuer wieder eine Herausforderung in der Besuchszeit möglichst viel zu sehen, und entsprechende Gespräche zu führen und Eindrücke zu sammeln. Und natürlich war die Messe wieder ein Kilometerfresser – auf dem weitläufigen Gelände braucht man schon gut eingelatschte Schuhe um nicht am Abend mit Blasen auf den Füssen im Hotel zu sitzen.What´s new? Gleich zu Beginn natürlich die alles entscheidende Frage:

was gibt es Neues? Sicherlich am meisten sticht hier das neue Note Edge von Samsung heraus. Mit seinem gebogenen Display seitlich ist es das wohl auffälligste Smartphone am Markt, und beherrschte auch in Berlin die Gespräche auf der Messe. Fast schon absurd und an so manche Fanboy-Aktion von Apple erinnernd war dann auch die Warteschlange am Stand von Samsung, in der man bis zu 90 Minuten warten musste, nur um dann einmal das Note 4 anzugreifen.

Samsung @IFA2014

Die Samsung-Halle auf der IFA 2014

Überhaupt Samsung: wir sind es ja gewohnt, dass der Weltkonzern aus Südkorea gerne mal etwas dicker aufträgt als der Mitbewerb. Aber das was heuer geboten wurde, sprengt die Vorstellungskraft vieler: auf 12.000m² in einer komplett neuen Halle gleich neben dem Eingang Süd präsentierte Samsung sein Angebot. Nur zum Vergleich: 12.000m² entspricht flächenmässig einer halben Filiale eines schwedischen Möbelhauses, in dem alle per Du sind.

G Watch von LG

Die eleganteste Smartwatch der IFA 2014: G Watch von LG

Auch neu, und ein echter Hingucker für mich, war die große Auswahl an Wearables – allen voran Smartwatches. Besonders gut gefallen hat mir der Ansatz von LG – dem zweiten großen südkoreanischen Unternehmen auf der IFA. Elegant, mit den wichtigsten Funktionen versehen und vor allem aber wirklich wie eine Uhr aussehend. Auch gut bei diesem Produkt: LG hat sich durchaus Anwendungsbeispiele einfallen lassen, wann eine Smartwatch (natürlich jene von LG) Sinn hat. Angefangen von der Benachrichtigung und dem Vorlesen von Emails bzw. von SMS während der Autofahrt bis hin zu Anwendungen während des Joggens oder im Fitness-Studio war alles dabei.

Nicht unbedingt neu für Conrad-Kunden: WIKO, die junge Smartphone-Marke aus Frankreich stellte sich auf der IFA der Öffentlichkeit vor. Und ebenso wie Alcatel bringen die Franzosen ordentlich Bewegung in den von einigen wenigen dominierten Markt. Nicht nur der Preis ist bei beiden ein Thema, sondern vor allem die Leistung samt der Qualität. Beide Hersteller überzeugen mit einem straffen, sinnvollen Sortiment, das sowohl Business- als auch Privatkunden überzeugen wird. Sehr cool bei Alcatel: Octacore-Smartphones wie das Idol X+ werden noch weiter gepushed und die Range wird ausgebaut.

What´s hot? Schon gar nicht neu und im ersten Moment einen nicht vom Hocker hauend das Thema „UHD“ vulgo 4K. Bereits im letzten Jahr wurden die ersten UHD-TVs vorgestellt, und zur Fußball-WM gab es die erste Range namhafter Hersteller zu durchaus niedrigen Preisen. Somit sind die Technik und ihre Vor- bzw. Nachteile hinlänglich bekannt. Nun aber ist 4K in der wirklich breiten Maße angekommen, und erfährt zu Weihnachten einen weiteren Push. Manche Hersteller gehen so weit, dass sie für die IFA 2015 sogar voraussagen, dass UltraHD dann der Standard und FullHD bzw. HDready dann die Ausnahme sein werden. Persönlich kann ich nicht daran glauben, da die meisten Panelfabriken noch weit von solchen UHD-Kapazitäten entfernt sind, halte aber eine solche Entwicklung für die Oberklassen der einzelnen Hersteller für durchaus realistisch. Bewegung kommt dabei auch hinein, weil fast jeder UHD-TV bereits zumindest über einen Quadcore-Prozessor, anständig Arbeitsspeicher und Graphikleistung verfügt damit aus einem HDready-Bild ein UHD-Bild mit bester Farbbrillanz und Tiefenschärfe entstehen kann. Wir sind also auch hier endlich bei der Massentauglichkeit der Technik angekommen.

Curved TVs von LG

LGs Curved TVs in einer Reihe

In diesem Zuge kommt noch eine weitere Entwicklung zum Tragen: ähnlich dem SPAM-Sketch von Monthy Python („Spam, Spam, Spam, Spam, lovely Spam!“) war es mit „Curved TV“ in Berlin. Ein jeder Hersteller (außer die absoluten C/D/E-Brands) hatte mindestens einen Curved TV (meistens mit UHD-Panel) am Start. Was letztes Jahr von den beiden koreanischen Marken LG und Samsung begonnen wurde, ist jetzt der absolute Hype, und wird dem Vernehmen nach von den meisten Kunden angenommen. Dabei entsteht durch mehr oder weniger Krümmung des Bildes ein für das Auge größerer Bildausschnitt, und das wiederum bringt mehr Raum und Tiefe in der Betrachtung.

Smarter Kühlschrank mit Kamera

Smarter Kühlschrank mit Kamera von Siemens

Zum Abschluss noch ein kurzer Schlenkerer zur Weißware (also zum Haushalt): auch der beginnt sich zu vernetzen. Nein, ich spreche nun nicht vom Kühlschrank, der selbsttätig bestellt, sondern vom Kühlschrank der bei jedem Mal Türeschließen ein Bild des Kühlraums schießt und in eine Cloud hoch lädt. Wenn ich dann von unterwegs aus wissen will, ob für den Abend noch genügend Butter oder Bier im Kühlschrank sind, dann einfach das letzte Bild abrufen und schon weiß ich was es zu kaufen gilt. Das ist aber nur eine Anwendung von vielen weiteren, die unter dem Schlagwort „Smart Home“ subsumiert den Elektronikmarkt revolutionieren und verändern sollen.

Der E-Herd mit integrierter Rezeptsammlung (über das Tablet abrufbar) und Unterstützung beim Kochen (richtige Temperatur zum richtigen Zeitpunkt laut Rezept) ist ebenso zukünftig verfügbar, wie die Waschmaschine deren Status und wichtigste Funktionen man von unterwegs abrufen kann. Um das Ganze dann auch zu vernetzen kommen Marktgrößen wie AVM mit neuen Netzwerkprodukten bzw. setzt Devolo dann noch einen drauf und bringt ein eigenes Haussteuerungssystem mit dem offenen zwave-Standard. Dieser ermöglicht es auch Komponenten von Fremdherstellern einzubinden und mit zu steuern. Überhaupt war dieses Thema allgegenwärtig – und somit ein beweis mehr, dass Conrad mit seinem breiten Sortiment an Hausautomatisierungs- und Vernetzungslösungen genau auf dem richtigen Weg für die Zukunft ist.

Auch auf der IFA unterwegs: Ernie & Bert

Auch auf der IFA unterwegs: Ernie & Bert

In den kommenden Tagen findet nun – quasi als FollowUp – in Salzburg die Futura statt. Viel kleiner als die IFA in Berlin und auch mit weniger Ausstellern, zeigt uns die Futura nun, was von dem in Berlin sichtbaren Produkten und Innovationen schlussendlich heuer bereits am österreichischen Markt ankommen wird. Ich für meinen Teil bin gespannt.


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