Das Ars Electronica Center feiert 40-jähriges Bestehen – Conrad war beim Jubiläums-Festival dabei!

Das Ars Electronica Festival „Out of the Box – die Midlife-Crisis der Digitalen Revolution“ zeigte Anfang September 2019 eindrucksvolle Ausstellungen.
An 12 verschiedenen Standorten in Linz gab es verschiedenste Themengebiete mit tausenden Ausstellern zu bestaunen.

Die Programmpunkte wollten die Besucher dazu bringen, einen kurzen Moment innezuhalten und einen Rückblick auf vergangene technologische Errungenschaften zu werfen. Im Kontrast dazu sollte auch gleichzeitig auf die kommenden Herausforderungen gezeigt werden.

Wir möchten hier einige der vielen Highlights der PostCity aufzählen und näher darauf eingehen.

Unterstützung durch KI: Zukunftsmusik, oder bereits Alltag?

Im Bunker wurde bei der Ausstellung “Human limitations – limited humanity” die Technologie auf eine kritische Art und Weise hinterfragt. Im Gegenzug jedoch wurde auf die neuen Nutzungsmöglichkeiten hingewiesen und zusätzlich sollte die Frage geklärt werden, welchen Platz der Mensch, in genau dieser digitalen Welt in Zukunft, einnehmen wird.

Künstliche Intelligenz ist bereits jetzt in alltäglichen Bereichen zu finden und erfreut sich in vielerlei Hinsicht großer Beliebtheit. Ungeklärt ist jedoch noch die Frage, wie sich das ganze Thema weiterentwickeln wird und welchen Stellenwert zum Beispiel smarte Lautsprecher in der Gesellschaft einnehmen werden.

Conrad Electronic als Partner & Sponsor

Dungeon of Math

Der erste Stock war aufgeteilt auf die drei großen Themengebiete “create your world”, “european platform for digital humanism” und dem Campus. Conrad Österreich stellte im “create your world”-Bereich renkforce 3D Drucker, Toolcraft Lötstationen und viele weitere Produkte zur Verfügung. Zusätzlich war Conrad auch heuer wieder Partner vom U19-Prix Wettbewerb.

Junge Talente, die ihrer Kreativität freien Lauf lassen möchten und durch Ausprobieren und Experimentieren komplexe Dinge zu verstehen lernen, waren bei dem Event genau richtig.

Simon Heppner (simon.heppner.at) liebt es, mit Python zu programmieren. Mit seinem selbst programmierten Spiel “Dungeon of Math” beim “create your world” Bewerb sicherte er sich den Hauptpreis in der Kategorie u12.

Head of Marketing bei Conrad, Markus Hügelsberger und Gewinner Simon Heppner / Bild vom "Dungeon of Math"

© Ars Electronica Center

Auch bei OpenDrone (ein Projekt der vier Schüler der HTL Perg: Thomas Brych, Michael Hitzker, Markus Kurzmann und Tim Klecka) wurde mit einem Artikel aus dem Conrad-Sortiment gearbeitet.

OpenDrone

Bei dem Projekt geht es um eine Drohne, die komplett Open-Source ist, was bedeutet, dass jeder zum Code beitragen kann. Der Rahmen von OpenDrone stammt komplett aus dem 3D-Drucker und wurde selbst entworfen. Das „Gehirn“ der Drohne, der FlightController, ist zur Gänze selbst in C++ programmiert und auch die App zur Steuerung ist eigenhändig entwickelt worden. „Die Anerkennung beim Ars Electronica Festival ist eine große Ehre“, so Tim Klecka. Falls die Drohne einmal abstürzen sollte, kann man des kaputte Teil ganz einfach nachdrucken. Die Kosten für die Drohne sollen sich, je nach Anzahl der verwendeten Sensoren, auf zirka 250€ belaufen.

Der Code der Software ist, wie bereits erwähnt, gratis und auf GitHub verfügbar. Dort findet sich ebenfalls eine Liste der Sensoren, die mit der Drohne kompatibel sein sollten.

Das langfristige Ziel von OpenDrone ist es, eine vernünftige Alternative zu den teuren Drohnen der Marktführer zu werden und somit auch einer breiteren Masse an Menschen den Spaß des Drohnenfliegens zu ermöglichen. Auch kann OpenDrone als Basis für weitere Projekte verwendet werden – und zwar von jedem Menschen mit dem nötigen Know-how.

Projektteam "OpenDrone" / gerenderte Ansicht eines Prototypen

© OpenDrone

Digitaler Mordversuch

Der „digitale Mordversuch“ ist ein Projekt von zehn Schülern der NMS Hittisau unter der Leitung des Direktors Hanno Metzler. Beim Projekt geht es darum, dass die digitalen Konzerne immer mehr Einfluss auf unser Leben nehmen und sie eigentlich durchaus auch nach unserem Leben trachten könnten.
So entstand dieses Filmprojekt zum Leben im digitalen Zeitalter. Die Schüler haben diskutiert, die Idee entwickelt, das Drehbuch geschrieben, die Ausstattung zusammengesucht und hergestellt, geschauspielert, beleuchtet, die Orte organisiert gefilmt und die Szenen geschnitten.

Projektteam "Digitaler Mordversuch" / Videoausschnitt der "Gerichtsverhandlung" des Projekts

© NMS Hittisau

Nachhaltigkeit & Umweltschutz haben Priorität

Jedoch spielte nicht nur der Erfindergeist, sondern auch der Aspekt der Nachhaltigkeit eine ganz ausschlaggebende Rolle bei dem Event.

So wurde zum Beispiel beim Upcycling Lab vom Otelo eGen bei den von Conrad zur Verfügung gestellten 3D Druckern ausschließlich Filament benutzt, das aus recyceltem Aluminium besteht. Damit sollte veranschaulicht werden, wie man gezielt Ressourcen einsparen und die Umwelt schützen kann.

Besucher konnten hier einen Nespresso Kaffee genießen und ihre gebrauchte Kapsel direkt in eine Alumühle einbringen und danach galt es, vor Ort den miniaturisierten Herstellungsprozess des Nespresso Certified Filament beobachten. Die von Conrad zur Verfügung gestellten Geräte haben mit diesem Filament vor Ort innovative Gegenstände gedruckt. Auch ein 3D-Scanner kam zum Einsatz. Er lieferte die Daten für einen naturgetreuen 3D-Ausdruck einer Büste der eingescannten Person. Die Besucher erlebten im Upcycling Lab also auf vielfältige Weise, wie gebrauchten Kapseln neues Leben eingehaucht wird.

renkforce 3D Drucker mit Filament, das zum Teil aus alten Nespresso Kapseln besteht © Nespresso

© Nespresso

Aktion – Reaktion

Conrad hat auch im BrainLab Produkte zur Verfügung gestellt. Die Station diente dazu, durch Ausprobieren und Experimentieren, die Komplexität des Gehirns – wie wir uns etwas Neues aneignen, oder wie Gefühle und Gedanken entstehen – besser zu verstehen. Mit den Toolcraft Lötstationen konnte jedermann kleine Lötmännchen basteln. Wird eine bestimmte Aktion ausgeführt, so geben diese einen Impuls ab und als Reaktion erscheint das Leuchten eines Lämpchens.

Toolcraft Lötstationen & durch 3D Drucker gempimtes Lötmännchen

© Ars Electronica Center

Menschen machen Fehler, Roboter nicht. Oder vielleicht doch?

“Ein Roboter darf nie anhalten und muss seinem eigenen Willen folgen. Ein Roboter muss nicht erfolgreich sein.”

Das sagt zumindest die Infotafel bei der Station vom UngenauBot.

Mit dem Roboter soll auf sarkastische und unterhaltsame Weise die Ungenauigkeit des Menschens veranschaulicht werden: Der UngenauBot wird an drei Punkten aufgehängt und kann sich somit frei im Raum bewegen. In der Installation beim Ars Electronica Event versuchte der Roboter, einen Tisch zu decken. Die speziell programmierte Software jedoch sorgte für eine spontane und ungeschickte Art. Diese Ungenauigkeit stellt die Beziehung zwischen Mensch und Roboter als unwissend und unvollständig dar.

Der UngenauBot versucht beim Festival, einen Tisch zu decken. Dabei macht er (bewusst) viele Fehler.

© Ungenau.io Fabian Bircher

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