Elektronischer Notizblock im Test

E-Paper-Displays können nicht nur zum Lesen, sondern auch zum Schreiben, Zeichnen und Malen eingesetzt werden. Die futurezone hat den papierlosen Notizblock der Firma Improv Electronics, das „Boogie Board“ getestet.

Boogie Board NotizblockDer Notizblock von Improv Electronics funktioniert nach einem sehr einfachen Prinzip: Über einen Touchscreen kann auf der berührungsempfindlichen Oberfläche des Boogie Board gemalt oder geschrieben werden. Will man die Aufzeichnungen wieder löschen, genügt ein Druck auf den Knopf an der oberen Seite des Boards.

Von Improv Electronics gibt es auch ein Modell mit internem Speicher, zum Sichern der Notizen und Zeichnungen, welches jedoch hier nicht getestet wurde. Bei den zwei getesteten Modellen werden die Inhalte nirgends gespeichert oder abgelegt, darum verfügt das Board in dieser Ausführung auch über keine Schnittstelle für einen Computer. Das Funktionsprinzip erinnert dabei an das, vielen vielleicht aus Kinderzeiten bekannte, Ech-A-Sketch. Die Technik dahinter ist beim Boogie Board natürlich deutlich moderner. Basis ist ein Display auf Basis von cholesterischen Flüssigkristallen.

Der nachhaltige Notizblock

Dabei können die Kristalle ihren Zustand beziehungsweise die Darstellung halten, ohne, dass sie ständig mit Spannung versorgt werden müssen und Energie verbrauchen. Stromzufuhr ist nur notwendig, um sie wieder in den Ausgangszustand zu versetzen. Die benötigte Menge an Strom ist so gering, dass eine kleine Batterie an der Rückseite des Boogie Boards ausreicht, die laut Hersteller “nie ausgetauscht” werden muss. Demnach könne man den elektronischen Notizblock mit einer Batterie “zehntausende Male” löschen. Bei der kleinen Variante des Boards mit 8,5 Zoll Diagonale (knapp 22 cm) reicht eine Knopfbatterie mit drei Volt aus, bei der größeren Version mit 10,5 Zoll (knapp 27 Zentimeter) müssen es zwei AAAA-Batterien sein. Im Rahmen des futurezone-Test konnte die Kapazität der Batterie in keinem der Beiden Tablets erschöpft werden.

Damit man auf dem Board auch entsprechend detailliert Zeichnen und Schreiben kann, liegt ein Stift bei. Dieser muss aber nicht verwendet werden, die Oberfläche reagiert auch auf Druck mit anderen Gegenständen beziehungsweise mit den Fingern. Das Schreibgefühl dabei ist durchwegs angenehm. Es fühlt sich natürlich an, damit zu Schreiben und zu Malen. Das Board selbst ist mit gut sechs (10,5-Zoll-Variante) beziehungsweise 3,2 mm (8,5-Zoll-Variante) angenehm dünn ausgefallen. Das Gewicht liegt bei gut 100 beziehungsweise 200 Gramm. Im Gegensatz zur kleinen Version verfügt die große Variante über eine Stifthaltung sowie einer Vorrichtung, um das Board an die Wand zu hängen.

Fazit

Der elektronische Notizblock ist durchaus ein witziges Gadget und erinnern vielleicht zurück an Kindertage, wo noch mit Etch-A-Sketch gespielt wurde. Das Boogie Board erfüllt seine Funktion souverän, das Schreiben und Zeichnen darauf macht Spaß. Wenn man vor hat, das Board an die Wand zu hängen, sollte man sich die größere Version zulegen, da die Stifthalterung und Ösen sehr gelegen kommen.

Ein Produkttest von Thomas Prenner @futurezone.at



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