ARM & IBM liefern Starter-Set fürs Internet der Dinge

ARM IOT

Mithilfe des mBed IoT Starter Kit lassen sich datengenerierende Apps in Sekundenschnelle entwickeln. (Bild: YouTube/ARM)

Mit dem „mBed IoT Starter Kit“ stellen ARM und IBM ein Starterset für das Internet der Dinge (IoT) vor: Für knappe 20 US-Dollar sei das Entwickeln datengenerierende Apps innerhalb von nur drei Minuten möglich, erklären die Hersteller. Mit an Bord: Eine Freescale-Platine mit ARMs M4-Chip sowie das volumenbegrenzte Nutzen von IBMs Bluemix-Cloud-Services.

Prototypen basteln fürs IoT

Das mBed IoT Starter Kit wird verwendet, um Prototypen vernetzter Geräte herzustellen. Vom webfähigen Fahrzeug bis hin zum vernetzten Kühlschrank ist hier alles denkbar. IBM stellt optional seine Backbone-Dienste bereit, um eine Basis zum Erfassen und Auswerten von Daten zu bieten. IBMs Internet of Things Foundation spricht nach einer Authentifizierung die Bluemix-Dienste an, wobei die Kommunikation verschlüsselt erfolgt. Die Bluemix-Services kommunizieren ihrerseits mit der Platine, auf der die ARM-CPU liegt.

Daten lassen sich visualisieren und dadurch auswerten, optional auch in Kombination mit Daten, die aus fremden Quellen stammen. Die IBM Bluemix-Dienste ermöglichen wechselseitige Kommunikation, denn Anweisungen können auch zurück ans Gerät gesendet werden. Eine RESTful API erlaubt das Zugreifen aus einem Browser oder anderen Anwendungen. In Verbindung zu weiteren Bluemix-Diensten lassen sich Apps entwickeln. Programmierer können in Java(Script), Python, Ruby, PHP oder Go schreiben; auch NodeRED, die visuelle Programmiersprache aus dem Hause IBM, ist möglich.

mBed IoT Starter Kit: Technische Details

ARM IBM IOT

Das mBed IoT Starter Kit mit einigen nennenswerten Features. (Bild: YouTube/IBM UK)

Basis des Kits bilden das Freescale K64F-Mainboard und ein Freescale-Kinetis-Chip (ARM Cortex-M4, 120 Mhz). Ausgerüstet mit 256 KB Arbeits- und 1 MB Flash-Speicher, verfügt das IoT-Starterset über ein LC-Display, das 128 x 32 Bildpunkte auflöst, und eine RGB-LED, die das Darstellen zusätzlicher Statusinformationen erlaubt. Mit an Bord sind außerdem zwei Potentiometer (elektrische Widerstandsbauelemente), ein 3-achsiger Beschleunigungsmesser, Magnetometer, Temperatur-, Licht- und ein Touchsensor. Ein Ethernet-Port gibt den Weg ins Netzwerk frei und ARM steuert das mbed OS bei.

Beizeiten sind noch Ergänzungen geplant: Mobilfunkanbindungen sind genauso angedacht wie Versionen mit Bluetooth Low Energy, WLAN oder Thread. Hierzulande existiert noch kein Distributor, Entwickler in den USA können den Bausatz zunächst ausschließlich bei Freescale ordern. Noch befindet sich das IoT-Starterset in der Beta-Phase; im Oktober 2015 ist die Freigabe geplant.

Für IBM ist diese Zusammenarbeit mit ARM nicht die erste dieser Art: Erst kürzlich traten der US-Provider AT&T und IBM eine Allianz an, die insbesondere der Verarbeitung von Daten beim Internet der Dinge im Fokus hat. In diesem Bereich sieht auch Zach Shelby, ARM-Vizepräsident, Nachholbedarf: „Die Herausforderung ist aber nicht, alle diese Geräte herauszubringen, sondern Software einzusetzen, die sicher ist, offene Standards nutzt und zum Einsatz in Web-Services bereit ist“, erklärt Shelby.

Erhältliche Alternative: relayr WunderBar IoT-Starterset

Wunderbar relayr

Das WunderBar Internet der Dinge-Starter-Kit von relayr sieht aus wie ein Schokoriegel und enthält sieben Segmente. (Bild: YouTube/Dragon Innovation)

Glücklicherweise brauchst du nicht bis Oktober warten, um selbst ein IoT-Starterset in den Händen zu halten: relayr hat bereits ein solches Set zusammengestellt. Das WunderBar Internet of Things WiFi & Bluetooth Sensor Starter-Kit hat, wie sein langer Name bereits verrät, bereits Features mit an Bord, auf die ARM und IBM noch hin entwickeln. Auch hier bildet die Freescale Kinetis-Serie die Basis und du kannst direkt nach dem Auspacken loslegen.


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