5G Netzausbau in Österreich: Das sollten Sie wissen!

Langsame Internetverbindung, lange Ladezeiten, überlastete Netze und schlechter Empfang. Das sind Probleme, die jeder kennt. Mit dem neuen 5G-Standard könnte das alles bald der Vergangenheit angehören.
Doch was steckt überhaupt hinter dem Begriff „5G“ und wie ist der aktuelle Stand der Technik? Wir haben alle wichtigen Infos zusammengefasst!

Kommunikation zwischen Geräten mit 5G Datenverbindung

Was ist 5G?

Als 5G bezeichnet man die neuste Mobilfunkgeneration. Im Gegensatz zu 4G (LTE) kann sie Daten nahezu in Echtzeit und mit bis zu 10 Gbit/s übertragen. Das ist zirka hundert Mal so schnell, wie bisher. Außerdem können mehr Geräte gleichzeitig im Netz surfen und es werden kürzere Datenwege und somit eine niedrigere Latenz ermöglicht.

Das bedeutet aber nicht, dass es kein 4G mehr geben wird. Ganz im Gegenteil – die bisherige Mobilfunkgeneration stellt eine wichtige Basis für den kommenden Standard dar und so ist es nicht verwunderlich, dass 5G als zusätzliche Weiterentwicklung zum bestehenden Netz eingeführt wird. Durch den parallelen Betrieb können in Zukunft größere Kapazitäten und schnellere Geschwindigkeiten erreicht werden.

5G als Antwort auf den steigenden Datenverkehr?

Smarte Lautsprecher, Kühlschränke, die automatisch den Inhalt auflisten und Heizkörper, die sich über das Internet steuern lassen. Der Datenverkehr auf der ganzen Welt steigt rasant an.
Dadurch stehen Netzbetreiber vor der immer größer werdenden Herausforderung, dem Bedarf an schnellen Datenverbindungen flächendeckend gerecht zu werden.

Nachdem die Vernetzung von Menschen bereits weltweit Standard ist, folgt nun der nächste Schritt in die Zukunft. Die Kommunikation weitet sich auf das Internet der Dinge aus.

Es wird damit gerechnet, dass 2020 sind fast 3x so viele Geräte im World Wide Web online sind, wie Menschen.
Voraussichtlich im Jahr 2030 werden viele Zustandsinformationen von Geräten im Internet zur Verfügung stehen und untereinander kommuniziert.
Die Geräte leisten aufgrund der Bedürfnisse von Nutzern automatisch passende Unterstützung.

Mit 5G wird eine noch höhere Datengeschwindigkeit erreicht.

Warum überhaupt 5G?

Verschiedenste Dinge wie autonomes Fahren, ultrahochauflösendes Game- und Videostreaming, Robotik und andere Bereiche erfordern eine enorme Mengen an Daten, die am besten in Echtzeit übertragen werden.
Die neue Mobilfunkgeneration findet im Endeffekt dank folgender Punkte vielseitige Einsatzmöglichkeiten:

  • Geschwindigkeit – 5G ist hundert Mal schneller als das aktuelle 4G (LTE). Damit sind bis zu 10 Gbit/s an Down- und Upload möglich.
  • Kapazität – 1000 Mal mehr Nutzer und Geräte zur gleichen Zeit, ohne dass die Geschwindigkeit darunter leidet.
  • Latenz – Minimale Verzögerungen in der Datenübertragung. In unter einer Millisekunde kann auf Anfragen reagiert werden.
  • Sicherheit – Network Slicing passt das 5G-Netz an unterschiedlichste Anforderungen an und bietet somit eine hohe Sicherheit.
  • Energieeffizienz – Lange Akkulaufzeiten, sparsame Sender. Die neue Technologie benötigt weniger Strom, um die Daten zu senden bzw. zu empfangen.

5G Netzausbau in Österreich

Das erste kommerzielle Netz ist bereits online und europaweit ist Österreich Vorreiter, was das Thema „5G“ angeht.
Erste Versuche starteten bereits Mitte 2018 und Anfang März diesen Jahres endete die Versteigerung der benötigten Frequenzen im Bereich 3,4 bis 3,8 GHz. Nicht nur die drei großen Anbieter A1, Drei und T-Mobile, sondern auch spusu, LIWEST, die Salzburg AG und die Holding Graz haben sich Anteile gesichert.

Nach und nach werden Gemeinden und Städte mit dem neuen Netz ausgestattet. Geplant ist eine nahezu flächendeckende Verfügbarkeit bis Ende 2025.
Ein wirklich nutzbares 5G-Netz ist in Österreich bisher nur in 17 Gemeinden und Städten zu finden, wobei Wörgl die erste Stadt in Österreich mit flächendeckender 5G-Verbindung ist.

Um jedoch erst in den Genuss der superschnellen Datenverbindung zu kommen, sind Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Private Nutzer benötigen z.B. Smartphones, die 5G unterstützen.
    Viele Hersteller bereiten sich schon auf den kommenden Standard vor und bieten bereits Smartphones an, die mit der neuen Technologie arbeiten können.
  • Sendemasten, die die neue 5G-Technologie unterstützen müssen am gewünschten Ort verfügbar sein, damit die schnelle Datenübertragung stattfinden kann.
    Zuerst werden von den Netzanbietern bestehende Masten und Hausdächer mit 5G-Sendern ausgerüstet. Später folgen sogenannte Small Cells an Hotspots mit großem Datenaufkommen.

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