4 Tipps, um das richtige Handy für Kinder zu finden

“Ich will auch ein Handy haben!”Spätestens mit diesem Ausspruch muss früher oder später ein Handy angeschafft werden. Ob für Patenkind, Neffe, Nichte, Enkel, Kommunionkind oder Konfirmanden, die Entscheidung welches das richtige Handy für ein Kind ist, kann wahnsinnig schwierig sein. Oder auch nicht! Wir haben uns für Euch bei Kollegen aus dem Mobilfunk-Bereich schlaugemacht und daraus ein paar Tipps für Euch zusammengestellt:

Zwei telefonierende Kinder

Wünscht sich Euer Kind, Neffe, Enkel oder Patenkind auch ein Handy?

1. Warum willst du ein Handy?
Ist das Kind Euer Kind, setzt Euch mit ihm zusammen an einen Tisch und klärt, wieso es überhaupt ein Handy will. Oft wünscht man sich eins, um sich in einer Gruppe Gleich­alt­riger akzeptiert zu fühlen. Trifft das zu und fühlt sich Euer Kind wirklich nur mit iPhone cool und respektiert? Dann ist jetzt die Gelegenheit für ein einfühlsames Gespräch. Und dabei muss auch zur Sprache kommen, dass ein Handy heute brandneu und morgen schon wieder alt sein kann.

Möchte das Kind hauptsächlich Spiele mit dem Handy spielen, kennt Ihr die Möglichkeit das Problem zu lösen vielleicht bereits: Viele beliebte Handyspiele gibt es mittlerweile auch als kostenlose PC-Version (z.B. “Doodle Jump” und “Bubble Shooter”). Auf dem PC laufen Kinder nicht Gefahr, auf ein kostenpflichtiges Handy-Abo hereinzufallen und spielen in einem kontrollierten Umfeld. Soll das Handy ein Geschenk für ein anderes Kind sein, fragt am besten die Eltern nach ihrer ehrlichen Meinung. Heißen sie es gut, dass ein Handy angeschafft werden soll und was entspräche ihrer Meinung?

2. Für was brauchst du das Handy?
Seid Ihr ein Elternteil, erstellt eine Pro-und-Contra-Liste zusammen mit Eurem Kind und formuliert Nutzungsbeispiele (z.B.: “SMS schreiben, wenn ich abgeholt werden kann”). Vereinbart wie das Handy genutzt werden darf, bevor Ihr das Handy kauft und begebt euch dafür in die Situation Eures Nachwuchses (er geht unbedarft an das neue, interessante Gerät heran).

Bild von einem Smartphone

Ist ein Smartphone wie das schicke iPhone das richtige Handy für ein Kind?

3. Prepaid oder Vertrag?
Diese Frage wird in der Praxis meistens mit “Prepaid“ beantwortet. Bei Prepaid-Angeboten dürfen Kinder selbst frei über das aufgeladene Guthaben verfügen und erhalten gleich ein Handy zur Prepaid-Karte dazu. Dabei lernen sie, für ihr Tun selbst die Verantwortung zu übernehmen. Soll das Handymodell ein teureres sein, wird es gekoppelt mit einem Vertrag erschwinglich. Der Vorteil daran ist, dass sich keiner um das Aufladen des Handy-Guthabens kümmern muss. Der Nachteil ist, dass vom Bankkonto monatlich ein gewisser Betrag abgebucht wird, der schlimmstenfalls den vereinbarten Rahmen sprengt.

4. Die Entscheidung
Natürlich ist es Kids auch wichtig, dass ihr Handy cool und schön aussieht. Macht Euch schlau über die derzeitige Auswahl an Handys am Markt (z.B. bei uns oder direkt im Geschäft). Aber vielleicht ist ein Designerhandy mit Klavierlack-Überzug nicht das Richtige, wenn Euer Kind viel im Dreck und Sand spielt. Wenn dem so ist, wäre vielleicht eher ein Outdoor-Handy die richtige Wahl. Diese Handys sehen gut aus und sind gegen Stöße, Matsch und sonstige Widrigkeiten beim Toben und Rackern gewappnet.

Mein persönlicher Tipp:
Kauft ein eher günstigeres Modell. Denn wenn wir ehrlich sind, vergessen gerade Kinder gerne einmal etwas oder lassen es liegen, sei es der Ball am Spielplatz oder die Jacke im Bus. Und ein schickes Touchscreen-Modell verschwindet leider meistens genauso schnell wie ein “Einsteiger-Handy”. Behaltet bei Eurer Auswahl jeden Fall das Preis-Leistungsverhältnis sowie Eure zusammen erstellte Nutzungs-Liste im Auge.

Gefahrenherde ausfindig machen
Findet Ihr ein Handy dass Euren Vorstellungen entspricht, könnt Ihr Funktionen sperren lassen, die nicht genutzt werden sollen. Denn durch Bluetooth z.B. können nicht nur Familienfotos sondern auch Filme versendet werden, die ein Grundschulkind nicht zu Gesicht bekommen sollte. Über Services wie “trackyourkid” kann zusätzlich aktiviert werden, dass der Aufenthaltsort des Handys bei Bedarf geortet werden kann.

Outdoor Handy

Ob beim Spazierengehen oder am Spielplatz: Dreck-, schmutz- und staubgeschützte Handys halten viel aus und sparen viel Ärger.

Jegliche Funktionen, die mit dem Internet in Verbindung stehen, sollten eventuell deaktiviert werden, denn dahinter verbergen sich für Kinder nicht sofort erkennbare Kostenfallen. Alle mehr oder weniger offensichtlichen Kostenfallen sollten anfangs überprüft werden.

Ich hoffe, dass für Euch ein paar gute und hilfreiche Tipps dabei waren und wünsche Euren Kids viel Spaß mit den Handys.

Eigene Erfahrungen, Anregungen, Kritik, Verbesserungsvorschläge und Kommentare natürlich immer gerne unten in den Kommentaren!