10 Dinge die Du über Halloween wissen solltest!

Längst hat sich der 31. Oktober zu einem festen Termin im Jahr entwickelt. Geprägt wird die Nacht auf den 1. November vor allem durch Kinder, die sich gruselig verkleiden und auf die Jagd von Süßigkeiten machen. Doch was steckt dahinter und wo feiert Halloween seinen Ursprung? In diesem Beitrag möchten wir dir mit 10 Dingen, die du wissen solltest, Halloween und die Entstehungsgeschichte näher bringen!

  1. Halloween kommt nicht aus Amerika
    Wenn dieser Eintopf aus „Herbstpartys“ aller Epochen der Weltgeschichte einen einzigen Ursprung haben soll, dann ist es der keltische Neujahrstag „Samhain“. Bereits 500 v. Chr. wurde an diesem Tag das Ende der Erntezeit und Beginn des Winters gefeiert.
  2. Der heidnische Brauch war der kath. Kirche ein Dorn im Auge
    Die katholische Kirche setzte im 9. Jahrhundert den 1. November als Gedenktag an die Toten und alle Heiligen fest. Der bisherige Brauch einer Neujahrsfeier sollte somit in ein kirchliches Fest umgewandelt werden.
  3. Die Bezeichnung Halloween hat keinen keltischen Ursprung
    Die Feier am Vorabend zu Allerheiligen wurde erstmals im 16. Jahrhundert von der pro­tes­tantischen Kirche als „All Hallows Evening“ bezeichnet. Die Zeit und wahrscheinlich auch die irische Sprache trugen dazu bei, dass aus „Hallows Evening“, kurz „Hallows Eve“, schließlich „Halloween“ wurde.
  4. Wie das Fest nach Amerika kam
    Vor allem den irischen Auswanderungswellen ab 1840 ist die Überlieferung des Brauchs in die USA zuzuschreiben. Und dadurch ist das Fest schließlich in die Vereinigten Staaten gekommen.
  5. Gruselige Verkleidungen dienten nicht zum Erschrecken von Leuten
    Rund um das Samhainfest waren nach keltischen Vorstellungen die Tore zur Totenwelt durchlässiger als sonst. Lebende konnten mit der Geisterwelt leichter Kontakt aufnehmen. Umgekehrt war es für die Geister die Gelegenheit eine Nacht von lebenden Körpern Besitz zu ergreifen und das Diesseits zu besuchen. Um sich die Toten und das Böse vom Leibe zu halten, verkleidete man sich selbst als Geist. Mit den gruseligen Masken sollten die Toten getäuscht und abgeschreckt werden.


  6. Der geschnitzte Kürbis war eine Rübe
    Es war auch Teil der Geistervertreibung gruselige Fratzen in Rüben zu schnitzen – dass ein wichtiges Nahrungsmittel für die Schnitzerei verwendet wurde, zeigt die Verbindung zum Ende der Erntezeit und der Feier des Überflusses. In Irland wurden die Rüben mit Kerzen beleuchtet ins Fenster gestellt, wobei es dazu auch eine eigene Legende namens „Jack O. Lantern“ gibt.
    Erst in Amerika wurde mangels Rüben der Kürbis wegen seiner viel geeigneteren Größe und dem passenden Erntezeitpunkt (September-Oktober) das neue Schnitzobjekt.
  7. Von Haus zu Haus marschieren ist nichts Neues
    Es gibt eine Unzahl an Traditionen, die das Gehen von-Haus-zu-Haus, um etwas vorzutragen, beinhalten: in unseren Breiten eher noch bekannt beim Almabtrieb, beim Faschingsumzug oder zu Neujahr. Als sehr generellen Oberbegriff dafür gibt es das Wort „Heischegang“.
  8. Süßes oder es gibt Saures hat nicht Hollywood erfunden
    Das Bitten um einen Seelenkuchen und im Gegenzug für verstorbene Angehörige zu beten, könnte man ebenfalls als Form von Heischegang bezeichnen und wurde im 9. Jahr­hundert von europäischen Christen praktiziert. In Zusammenhang mit Samhain glaubte man auch, dass die Geister der Toten von Tür zu Tür gehen und um Fürsprache bitten. Auf alle Fälle hat dieser Bestandteil von Halloween ebenfalls keinen rein keltischen Ursprung, denn auch vorangehende bzw. ähnliche Bräuche in der Geschichte hatten/haben bei zu gering erachteten und keinen Opfergaben Streiche oder gar eine Bestrafung zur Folge; „Trick or Treats“.
  9. Die Verkleidungen werden immer schräger
    Die Neuzeit in den USA verwandelte Halloween schließlich zu einem Spektakel, das vermengt mit entfremdeten Faschingsbräuchen und amerikanischen Erntedanktraditionen, begünstigt von der Ver­kleid­ungs­lust der US-Amerikaner nun vornehmlich der Unter­haltung dient. Der Kommerz nutzte diese Entwicklung und so sieht man heute neben „normalen“ Gespenstern von Catwoman über Darth Vader bis Harry Potter alles was das Gruselherz begehrt.
  10. Ein völker- und kulturverbindender Strom durch die Jahrhunderte
    Auch wenn ein eindeutiger Ursprung des Brauches aus heutiger Sicht nicht mehr erfasst werden kann, sollten die Geschichten rund um die Riten nicht von Plastikmasken und Süßigkeiten verdrängt und vergessen werden.
    Jede Epoche feiert Halloween auf ihre Weise und ich finde, auch in unserer Zeit gibt es einiges zum Fürchten. Doch das ist eine andere Geschichte. 🙂

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