Im Test: Outdoor-Navi von Magellan, Teil 1

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Seit einigen Tagen haben wir bei CONRAD neue Outdoor-Navi von Magellan im Programm. Hinter Garmin ist Magellan weltweit die klare Nummer 2 im Segment der Navis für Wald und Wiese. In Deutschland oder den USA wächst der kalifornische GPS-Hersteller von Jahr zu Jahr, und liefert sich vor allem in den USA regelmäßig heiße Matches mit seinem Hauptmitbewerber Garmin um die Kundenbeliebtheit. Bei uns sind die Outdoor-Navi der eXplorist-Serie noch eher unbekannt, was sich aber demnächst sicherlich ändern wird. Ich habe mal zwei Geräte unter die Lupe genommen, und einem kleinen ersten Test unterzogen. 

Die Testobjekte: Outdoor-Navi Magellan eXplorist 310 und Magellan eXplorist 610. Während das 310er mit Hilfe von Tasten bedient wird, und nur einen “normalen” 2-Achsen-Kompass aufweist kommt das 610er Front- und Seitenansicht des eXplorist 610sowohl mit 3-Achsen-Kompass, MicroSD-Slot und einer 3,2 Megapixel-Kamera samt automatischer Geotagging-Funktion (automatisches Versehen gemachter Bilder mit den Geokoordinaten der Aufnahmeposition) bzw. mit einem Touchscreen. Beide Units werden mit 2 normalen AA-Batterien oder -Akkus betrieben. Dabei hat der 310er die Nase etwas vorn, da er ohne Touchscreen auskommt. So sollen Akkus und Batterien bis zu 18h halten, während der 610er gut 16h herhält. Sympathisch dabei: passende Batterien werden gleich mitgeliefert – es handelt sich dabei um keine Billig-Energiespender, sondern um hochwertige Energizer-Batterien. Somit kann man sofort einmal loslegen. Außerdem im Lieferumfang des Outdoor-Navi enthalten, sind ein USB-Kabel, eine Schnellstart-Anleitung und zu guter Letzt eine “30 Tage Premium-Membership” bei www.geocaching.com.

Überhaupt nimmt das Thema “Geocaching” bei Magellan einen großen Platz ein (was auch die steigende Beliebtheit in den USA oder Deutschland miterklärt). Die gratis im Netz hinterlegte Verwaltungssoftware für Mac, PC oder Linux-Rechner, mit welcher Outdoor-Navi der eXplorist-Serie verwaltet werden beinhaltet neben den üblichen Features eine extrem gute Anbindung an geocaching.com. Es können direkt hinterlegte Pocket-Queries (das sind Geocache-Listen mit bis zu 1.000 Geocache-Beschreibungen, die man regelmäßig bei geocaching.com abrufen kann) abgerufen, bearbeitet und ans Gerät überspielt werden. Zudem greift die Software (“VantagePoint“) auf freie Maps im Netz zurück, wodurch man eine wirklich schöne Übersichtskarte der verwalteten Geocaches bekommt (ähnlich wie bei Google Maps mit der Auswahl-Option ob nun eine normale Karte oder Satellitenbilder zum Einsatz kommen sollen). Hier spielen die Magellans wirkliche Stärke gegenüber Garmin aus, bei dem eine derartig gute Software leider fehlt. Natürlich eignet sich “VantagePoint” auch zum problemlosen Verwalten von Wander-, Rad-, oder Laufrouten.

Das Hochstarten der Geräte dauert nicht allzulange – wobei man hier das einzige Mal merkt, dass alles auf Windows-Basis programmiert wurde. eXplorist 610 in der VerpackungDie Bedienung selbst ist etwas gewöhnungsbedürftig (man ist ja diverse Garmin Units gewöhnt), der Menüaufbau und die Geräte-Navigation zu Beginn entsprechend verwirrend. Hat man aber einmal den Dreh heraussen, dann geht es ganz flott und easy. Beide Outdoor-Navi reagieren schnell auf Eingaben, bocken kein einziges Mal herum oder machen Anstalten abzustürzen. Die Darstellung von Karten und des Menüs ist der nächste große Pluspunkt. Die Auflösung ist sehr fein, die Darstellung der bereits hinterlegten nicht routingfähigen Karte ist überraschend gut. Einzig die Bedienung ist beim 610er und seinem Touchscreen für Grobmotoriker wie mich eine echte Herausforderung, während meine Frau keine Probleme hat (was sie mir natürlich gleich unter die Nase reibt). Nach dem ersten Einschalten benötigten sowohl der 310er als auch der 610er ca. 60 Sekunden bis zumindest 4 Satelliten gefunden und gelogged waren. Danach war das Positionsfinden binnen weniger Sekunden nach dem Einschalten erledigt.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Genauigkeit der hinterlegten Überblicks-Karten. Wirklich viele Straßen, Plätze und Wege sind angezeigt. Schön daran: von Haus aus ist alles drauf am Gerät – keine extra Kosten, keine extra Zubehör-Einkäufe. Natürlich gibt es noch bessere und genauere Kartenmaterialien – auch welche, die man dank Routing-Funktion zum “klassischen” Navigieren mit Auto oder Motorrad nutzen kann. Besonders hervorzuheben ist hier die Magellan Topografische Karte Summit Österreich/Südtirol. Es handelt sich dabei um eine topographisches Kartenmaterial, welches seit wenigen Wochen u.a. für Österreich verfügbar ist, und einen Maßstab von 1:10.000 aufweist – genauer als die Kartenmaterialien des Alpenvereins. Ansonsten gibt es natürlich noch OSM-Karten (OpenStreetMaps – frei verfügbares Kartenmaterial), welches auch mit den eXplorist-Units funktioniert. Wir haben uns aber einmal für die bereits hinterlegte Basemap bzw. die Summit-Karte für Österreich entschieden.

Gut - meine bessere Hälfte und ich haben unsere Test-Navis mit Geocaches geladen, extra Karten eingelegt bzw. aufgespielt, die Geräte konfiguriert – also los nach draussen zum Testen!!! Von diesem Test in der freien Natur berichte ich dann in einigen Tagen in einem zweiten Blogeintrag. (Nachtrag: Hier findet ihr den 2. Teil zu den Magellan Outdoor-Navi.)

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